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WilkeslandDas Wilkesland ist der größte Bereich des Australischen Antarktis-Territoriums der östlichen Antarktis. Es grenzt an den Indischen Ozean und liegt zwischen der Queen-Mary-Küste und dem Adelieland. Es stellt einen Sektor dar, der sich über eine Strecke von 2600 Kilometer bis zum Südpol erstreckt und eine Fläche von etwa 2.600.000 Quadratkilometer beinhaltet.
Gelegentlich wird das Wilkesland auch weiter gefasst und beinhaltet dann auch das Adelieland, welches zum Französischen Antarktisgebiet gehört. Wilkesland ist nach Charles Wilkes, dem Leiter der United States Exploring Expedition von 1838–42, benannt. Dieser meldete im Dezember 1839 die Sichtung eines "antarktischen Kontinents". Ein vor kurzem in Wilkesland unter dem antarktischen Eis entdeckter Meteoriten-Einschlagskrater weist einen Durchmesser von fast 500 km auf. Er entstand vor ca. 250 Millionen Jahren durch den Einschlag eines riesigen Meteoriten mit einem Durchmesser von bis zu 50 km. Damit war der Wilkesland-Meteorit etwa vier bis fünf mal größer als derjenige, der vor ca. 65 Millionen Jahren zum Aussterben der Dinosaurier führte. Der Wilkesland-Meteoriteneinschlag war für die damalige Erde und seine Bewohner katastrophal und führte vermutlich zum großen Massensterben am Ende des Perms, bei dem fast 70 Prozent aller Arten ausstarben. Ferner könnte der Meteoriteneinschlag zur Bildung eines Grabens im östlichen Indischen Ozean beigetragen haben, durch den letztendlich Australien vom Superkontinent Gondwana abgespalten wurde. |