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Wikipedia:Pressespiegel/2005
[Bearbeiten] in Zeitungen und Zeitschriften:
- „Wikipedia Einträge über George W. Bush, Hitler und Jesus Christus geschützt“, Der Standard, 26.12.2005
Bericht über die ersten Artikel mit „Semi-protection“ in der englischen Wikipedia. „Beim Wikipedia-Eintrag über George W. Bush kommt der neue Schutz-Mechanismus bereits zum Einsatz, ob darunter das Grundprinzip der freien Enzyklopädie leidet, wird die Zukunft zeigen.“
- Mario Sixtus: „Wikipedia im Meinungsstrudel. Erstmals bekam die Online-Enzyklopädie Schelte von Kritikern und Medien zu spüren. Gut möglich, dass ihr das weiterhilft.“ Frankfurter Rundschau, 23.12.2005
„Was Medienberater ihren Schützlingen aus Politik, Popmusik und Sport als erste Lektion einbläuen, musste in diesem Monat auch die Community um die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia lernen: Die Windrichtung der öffentlichen Meinung dreht sich bisweilen blitzartig um 180 Grad. Im Jahr 2005 war das erste Mal eine breite Öffentlichkeit auf das Wikipedia-Projekt aufmerksam geworden. [...] Ein wenig Medienschelte hat er (Arne Klempert) auch dabei: "Wir sagen in Interviews eigentlich immer wieder ganz deutlich, dass die Wikipedia weit von einer eventuellen Perfektion entfernt ist, aber nur die wenigsten Journalisten wollen das hören."“
- Hans-Christian Dirscherl: „Zensur. Wikipedia-Teilsperrung von Artikeln“, Süddeutsche Zeitung, 20.12.2005
Liebesentzug der SZ: dieser Artikel ist von PC-Welt 1:1 übernommen worden, nur der Zusatz "Zensur" steht nicht im Originaltext.
„Stabile Versionen von Wikipedia-Artikeln – das klingt nämlich zunächst nach einer erheblichen Abkehr von der bisherigen Philosophie des freien Lexikons. Doch sofern die Schätzungen der Wikipedia-Macher zutreffen, sind davon eben nur einige wenige Artikel betroffen. Und dann ist es Essig mit dem angeblichen Philosophiewechseln, in der Praxis ändert sich entgegen zahlreicher anders lautender Medienberichte fast gar nichts.“
- Sebastian Jutzi: „Lexikon mit Lücken. Datenmüll bei Wikipedia. Die Web-Enzyklopädie Wikipedia, unter Manipulationen und Fehlern leidend, ringt um ihr gutes Image.“, Focus, 19.12.2005
- Bernd Graff: „Wikipedia in zwei Versionen. Fixstern am Wissenshorizont“, Süddeutsche Zeitung, 19.12.2005
Graff, der Entdecker der Wortschöpfung "Wiki-Prawda", freut sich über einen angeblich grundsätzlichen Wechsel zur "Professionalisierung". »Semi-Protection« ist jedoch keine Abkehr von der Möglichkeit der offenen Artikelbearbeitung, sondern soll diese besser vor Vandalismus bewahren.
- Katrin Schuster: „Fakten, Fakten, Fakten“, Freitag, Nr. 50, 16.12.2005
In einem längeren Artikel zum Boom der Wissens-Magazine steht u.a. zu Wikipedia: „Dass sich das zum lebensbedrohlichen Widerspruch auswachsen kann, erfährt gerade auch die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia. Zumindest behaupten das ein paar Journalisten. Die vermeintliche "Krise" des Jeder-darf-mitmachen, die Viele mit einem gewissen Frohlocken aufzunehmen scheinen, besteht darin, dass Wikipedia-Gründer Jimmy Wales zwei Artikel als "unleserlichen Mist" bezeichnet hatte [...] Nirgends aber werden sie so heftig ins Verhör genommen wie bei Wikipedia; [...] immer darauf beharrte, nicht als einzige Informationsquelle dienen zu können. [...] Einer alleine macht nämlich noch keine Wahrheit. Und wenn doch, dann sprechen Mediziner üblicherweise von "Wahnzustand".“
- Michael Heilemann: „Gute Noten für Online-Lexikon Wikipedia“ + Kommentar in Badische Zeitung, 16.12.2005, Aus aller Welt
Die BZ zitiert ebenfalls den Artikel aus Nature (siehe unten) und fügt im Kommentar an, dass Kontrolle notwendig sei: „Mit Wikipedia verhält es sich letztlich nicht anders als mit dem Internet insgesamt. Es bietet eine Fülle von Informationen, die richtig sein können, aber nicht müssen. Die als Arbeitshypothesen taugen, aber unbedingt selbst überprüft werden sollten.“
- Alexander Stirn: „Wikipedias Wissenschaft“, in: Süddeutsche Zeitung, 15.12.2005, S. 11 (Wissenschaftsseite).
Die SZ zitiert einen Artikel des angesehenen Fachmagazins Nature: "In puncto Genauigkeit ist das freie Internet-Lexikon Wikipedia fast genau so gut wie die renommierte Encyclopaedia Britannica." Während die Enc. Britannica bei den von Fachleuten analysierten 42 wissenschaftlichen Begriffserklärungen jeweils 3 Ungenauigkeiten oder Fehler pro Artikel vorgehalten wurden, "brachten es die Wikipedia-Artikel auf rund vier unkorrekte Formulierungen pro Text". Die Wikipedia-Texte hätten zudem einen großen Vorteil: sie seien "meist deutlich aktueller". Auf einem Übersetzungsfehler dürfte allerdings die Aussage beruhen, die Experten hätten kritisiert, die Wikipedia-Artikel vernachlässigten kontroverse wissenschaftliche Theorien - laut Nature-Artikel bemängelten sie undue prominence given to controversial scientific theories.
- Markus Schär: „Sieg der Köpfe?“, Weltwoche 50/2005 (15.12.2005): «In fünf Jahren wuchs aus einer Idee eine Internet-Enzyklopädie, in der jeder zu jedem Thema schreiben darf. Das ist gut. Und nicht so gut. Denn es kommt vor, dass Unsinn zu lange im Raum stehen bleibt.» (Onlinezugriff nur für Weltwoche-Abonnenten: [1]).
- Alexander H. Mäder: Wikipedia kann sich mit Lexika messen, Berliner Zeitung, 15. Dezember 2005, Wissenschaft, S. 17
- Jim Giles: „Internet encyclopaedias go head to head“, Nature, 14.12.2005
- Torsten Kleinz: „Viele Köche“, Die Zeit, 12.12.2005
„Ein Fälschungsskandal hat die Grenzen der Wikipedia offengelegt. Für die beliebte Internet-Enzyklopädie werden jetzt neue Systeme für die Sicherung der Textqualität gesucht.“
- „Scherzcookie. Wikipedia-Fälscher enttarnt“, Süddeutsche Zeitung, 12.12.2005, S. 13
„Der Fall hat die Schwächen der Online-Enzyklopädie Wikipedia exemplarisch vorgeführt [... Der Autor] habe Wikipedia für eine Scherz-Website gehalten und als Scherz sei auch sein Eintrag gemeint gewesen. [...] Die Spedition hat ihm gekündigt.“ - In der entsprechenden sueddeutsche.de/dpa-Meldung von 12.12.2005 16:13 Uhr heißt es hingegen: „Der 38-Jährige habe seinen Job bei dem kleinen Unternehmen gekündigt, um Schaden von seinem Arbeitgeber abzuwenden, berichtet die "Times" weiter.“
- „Wikipedia-Rufmord entpuppt sich als schlechter Witz“, Der Standard, 12.12.2005: „"Krimi" aufgeklärt - Ausgeforschter Mann entschuldigt sich bei Opfer.“
- „Das WWW-Gehirn irrt sich. Der Internetenzyklopädie Wikipedia wird vorgeworfen, unwahre Fakten zu verbreiten“, dpa / Badische Zeitung, 10.12.2005
„Zumindest die englischsprachige Wikipedia will das Publikationsverfahren jetzt ändern. Neue Artikel sollen nur noch nach einer Registrierung freigeschaltet werden, sagt Projektsprecher Arne Klempert. Für die deutschsprachige Wikipedia sei das bislang noch nicht geplant. „Es gibt Unterschiede zwischen der englisch- und der deutschsprachigen Wikipedia“, erläutert Klempert. In der deutschen Ausgabe gebe es die Tendenz, eher bestehende Artikel zu verbessern als neue zu schreiben. [...] Klempert gesteht zu: „Hundertprozentig vertrauen sollte man keiner Quelle.“
- Christian Meier: „Dem ZDF Paroli bieten“, Welt am Sonntag, 11.12.2005
„Nach dem Sich-selbst-Googeln wird Sich-im-Wikipedia-Nachschlagen zum neuen Trend. Wer ist drin, wer nicht? Beispiel: "Stern"-Vize Hans-Ulrich Jörges hat einen Eintrag, seine beiden Chefs Thomas Osterkorn und Andreas Petzold nicht. Aufschlußreich ist vor allem, welche Bemerkungen wieder gelöscht werden. So war über "Focus"-Chef Helmut Markwort etwa zwei Wochen lang die Einschätzung zu lesen: Markwort ist Mitglied der FDP, was man bereits nach dem Lesen einer einzigen Zeile im Focus bemerkt. Nur eine Minute lang währte dagegen folgender Eintrag über "Spiegel"-Boss Stefan Aust: Seinen Wohnsitz hat er in Hamburg, dort vergnügt er sich auch gern mal abends auf der Reeperbahn in dubiosen Kneipen. “
- Bernd Graff: „Unleserlicher Mist.“ „Nach einer Serie blamabler Pannen ist die Online-Enzyklopädie "Wikipedia" entzaubert. Im Netz nennt man sie bereits "Wiki-Prawda". Der Betreiber hat Korrekturen angekündigt.“ Süddeutsche Zeitung, 7.12.2005
Graff äußert neben Polemik auch einige unzutreffende Behauptungen über die jüngsten Änderungen: „Zum einen verlangt er [Jimmy Wales], dass sich künftig jeder Hilfsredakteur registriert, bevor er Hand an Artikel legen kann und neue verfasst. Das soll helfen, wenigstens den Werdegang einer Wiki-Ente zu rekonstruieren. Zum anderen soll die Anzahl der Neueinträge auf 1500 Artikel pro Tag begrenzt werden.“ Letzteres ist falsch, siehe Wikipedia:Pressemitteilungen/FAQ_Seigenthaler. Merkwürdig erscheint ebenfalls, dass die Google-Suche nach Wikiprawda zum Zeitpunkt der Textveröffentlichung noch keine Treffer ergab.
- Dietmar Dath: „Wikipedia unter Verdacht - Weiß das Internet alles falsch?“ FAZ, 8.12.2005
- „Wikipedia wird weniger frei“, Der Standard, 6.12.2005: „Nach Skandal folgen Konsequenzen: Nur mehr registrierte Mitglieder können neue Artikel schreiben – deutschsprachige Version nicht betroffen.“
Anm.: Auslöser für diesen unerwarteten Schritt war ein Artikel über den prominenten US-Journalisten John Seigenthaler. Der hatte seine eigene Biographie in der Wikipedia nachgeschlagen und erschrocken festgestellt, dass ihm dort eine Verwicklung in den Mord an US-Präsidenten Kennedy unterstellt wurde. Der 78-jährige veröffentlichte dies in einer Kolumne der Zeitung USA Today und stieß damit auf breites Medienecho; vgl. Heise Newsticker. Neben Heise und dem Standard berichten auch Spiegel, Golem und weitere.
- Guido Heinen: „Aus Prinzip ohne Kontrolle“, Die Welt, 5.12.2005
„Jeder darf alles schreiben: Rufmord, Geschichtsfälschung und subtile Werbefeldzüge in der Internet-Enzyklopädie Wikipedia. [...] Im Artikel über Fidel Castro zum Beispiel ist nicht allzu viel über Menschenrechtsverletzungen zu lesen. Ein offenbar hartnäckiger Castro-Fan löscht konsequent alle Formulierungen, die dem maximo lider zuwider sein könnten. Die krude Begründung: Solange sie nicht im Detail aufgeführt seien, sei das 'nicht neutral'. Die Fassungslosigkeit vieler Nutzer im zugehörigen Diskussionsboard bleibt derweil ohne Konsequenz für den Text. [...] In Spanien veröffentlichte der Marketingexperte Steve Rubel vor wenigen Tagen eine detaillierte Anleitung zum Manipulieren speziell von Wikipedia.“
(Wie verschiedentlich kritisch angemerkt wurde, befassen sich Steve Rubels Ten Wikipedia Hacks keineswegs mit dem Manipulieren von Wikipedia-Inhalten, sondern bestehen aus einfachen Tipps zur Navigation in Wikipedia, wie etwa, sich einen Wikipedia-Account anzulegen oder Tastatur-Shortcuts zu verwenden.
- Password verweist auf der gleichen Seite auf eine Meldung von Golem.de und berichtet von einem Modellversuch an der Gießener Universität, bei dem die beiden Wissenschaftler Dr. Ralf Schweiger und Jörg Rieder die Suche in der Wikipedia treffsicherer machten.
„Unter http://wiki.lumrix.de/de/integration kann kostenfrei ein HTML-Code für die eigene Seite heruntergalden werden [...] Unter anderem wird ein mobiler Zugriff für PDA und Handy verfügbar gemacht. http://wiki.lumrix.de/de/pda.php. Für die Nachrichteneinblendungen zum eingegebenen Suchbegriff kommt eine zum Patent angemeldete themenzentrierte Verschlagwortung und Kategorisierung zun Einsatz.“
- Password [2], Nr. 12, 2005, S. 34, ISSN 0930-3693. Nach einem Ranking [3] des E-Business-Marktforschers eMarketer vom 19. Oktober 2005 erhöhte Wikipedia von September 2004 bis September 2005 „die Zahl seiner Nutzungen von 3,3 Millionen auf 12,8 Millionen. Das entspricht einer Wachstumsrate von 289% und bedeutet [...] Platz Nummer 1. Auf dem zweiten Platz folgte Yahoo! Education mit einem Wachstum von 205% (jetzt 3,5 Millionen Nutzungen im Jahr).“
- „FDP streitet mit Wikipedia“, N24, 18.11.2005.
Kritik der FDP an Formulierungen im Artikel über Generalsekretär Dirk Niebel. „Nachdem die Änderungen des Textes innerhalb von zwei Tagen viermal von verschiedenen Wikipedia-Nutzern wieder rückgängig gemacht wurden, beschwerte sich die FDP schriftlich.“
- Rainer Maier: Professorin mit der Lizenz zum Löschen, Frankenpost, 14.11.2005
„Gerade das Anonyme scheint auf manche magische Anziehungskraft zu haben. Irgendwie habe ich das Gefühl, das sind die gleichen Typen, die nachts um eins Parkbänke kaputtmachen.“
- Julia Urbanek: „Krawatten von Linux, Unterhosen von Wikipedia“, Wiener Zeitung, 9.11.2005
„Erst als die Nachfrage nach Artikeln nicht mehr zu überhören war, wurde eine Lösung gesucht und gefunden. „Anfangs mussten wir sagen, nee gibt’s nicht, lad Dir das Logo runter und geh in den Copy-Shop damit“, so der Sprecher von Wikipedia Deutschland, Kurt Jansson.“
- Gerhard Öhlinger: „Viele Köche als Geheimrezept“, Salzburger Nachrichten, 7.11.2005
In einem Interview erklärt Erik Möller, wie und warum Wikipedia funktioniert.
- „Online-Lexika: Schneller und günstiger Weg zur Weisheit“, 20 Minuten, 3.11.2005
Knapper Vergleich von vier Online-Lexika: Wikipedia, wissen.de, Blinde Kuh und Schweizer Kreuzworträtsel-Lexikon; mehr in: topsites.20min.ch. Wikipedia wird hier mit einer Bleiwüste gleichgesetzt: „... nur wenige Themen sind auch ansprechend bebildert.“
- Password berichtet in seiner Novemberausgabe vom Fifth International Congress in Peer Review and Biomedical Research [4] über die Ergebnisse zweier Studien vorgelegt vom stellvertretenden Direktor der American Medical Association Dr. Drummond Rennie. „In einer Studie über 71 (übergreifenden) Metaanalysen zur Wirksamkeit von Medikamenten gegen Bluthochdruck kam er zu der Schlussvolgerung, dass nur nach 56% der Studien ein bestimmtes Medikament befürwortet wurde. Nach den Metaanalysen waren dies jedoch 93%.“ In einer weiteren Studie wurden Studien aus führenden Fachzeitschriften untersucht die eine Peer Review durchlaufen hatten - in einem Drittel der Studien wurden grobe Fehler entdeckt. Ein Vertreter des Wissenschaftsverlages John Wiley & Sons sprach von einem „huge failure of peer review“. Auf dem Kongress wurden daraufhin Vorschläge erörtert, entweder veröffentlichende Wissenschaftler zu anonymisieren, oder die Namen der Gutachter zu nennen. „Erwogen wurde auch, Elemente von Wikipedia ergänzend in den Review-Prozess einzubringen, so dass die gesamte Wissenschaftsgemeinde an der Evaluierung beteiligt würde.“
- Nils Schiffhauer: „Das Wissen der Welt aus dem Netz und von der Scheibe. Brockhaus ist führend bei der Software, die in Alltagssprache gestellte Fragen beantwortet“, FAZ, Nr. 242, Seite T 1, 18.10.2005
„Allen diesen Enzyklopädien macht die Wikipedia Konkurrenz, an der Tausende Experten und Laien seit 2001 im Internet in heute gut 100 Sprachen schreiben. Als gruppendynamisches Experiment, das ohne ordnende Zentralredaktion auskommt und sich auf zumeist urheberrechtsfreies Zusatzmaterial zu stützen hat, nimmt sie eine Sonderstellung unter den Nachschlagewerken ein. Mehr als solches ist sie ein Vorschlagewerk, bildet sie das Wissen der Welt nicht in seinen proportionalen Anteilen ab, sondern illustriert Neigungen und Kenntnisstand ihrer Freizeitschreiber. Nicht Einordnung und Zusammenhang scheinen ihre Leitmotive, sondern Vollständigkeit. Das Konzept macht sie zur Pflichtlektüre jedes Wißbegierigen, der im besten Fall mit einem ausführlichen und glänzend geschriebenen Essay belohnt wird. Nur kann er sich eben nicht bei jedem Lemma auf eine durchgehende Qualität verlassen. Die Wikipedia ist daher eher Ergänzung einer klassischen Enzyklopädie für Leser mit Vorwissen und kritischem Blick auf Fakten wie Einordnung.“
(Anm. Ausgezeichnet analysiert, aber wieso weiß Schiffhauer, daß sich Wikipedia nicht strukturell weiterentwickelt, wie er es ganz nebenbei Brockhaus zubilligt? Weil er es nicht will?)
- Fritz Jörn: „Wikis Websites kann jedermann ändern“, FAZ, 18.10.2005.
"Wahrlich ein Monument modernen Mäzenatentums", schreibt die FAZ über die Wikipedia und erklärt, mit welcher Software dies möglich wurde.
- „Wikipedia.de umfasst 300 000 Artikel“, c't, Nr. 22, 2005, S. 49. Mit Screenshot vom Kopf des 300.000.: Gemeine Binsenjungfer. Die zweite Hälfte der Meldung befasst sich mit der Aktion Winterspeck.
- „Der lederne Brockhaus erhält eine Online-Begleitung“, SonntagsZeitung, 2.10.2005. Mit DVDs und einem Online-Portal trotzt der Verlag der Konkurrenz.
Mit der «Konkurrenz» ist hier natürlich die Wikipedia gemeint und diverse Vergleiche folgen dann in der Rezension, zum Beispiel:
„Mit 300.000 Stichworten und 24.500 Seiten ist der Umfang nun mit der deutschen Wikipedia vergleichbar [...] Wenn der Sohn nach «Ovo» sucht, stösst er nur bei der Wikipedia auf die gesuchte «Ovomaltine», aber auch auf die «Polit-Tunte und AIDS-Aktivistin Ovo Maltine». Im neuen Brockhaus findet er nur ein Zitat aus der «Ars Poetica» des antiken Schöngeistes Horaz: «Bellum Troianum orditur ab ovo».“
- „Encarta sorgt immer seltener für glänzende Augen“, Wormser Zeitung und Wiesbadener Tagblatt, 1.10.2005
„Wie sich Microsoft der Online-Wissenskonkurenz á la Wikipedia erwehrt. [...] Microsoft muss sich die Frage gefallen lassen ob in Zeiten von Gratis-Online-Enzyklopädien wie Wikipedia eine Wissensammlung auf Silberscheiben noch zeitgemäß ist. Der Software-Gigant aus Redmond/USA kontert den Siegeszug von Wikipedia & Co auf typische Weise [...]“
- Rainer Kuhlen: Wikipedia – Offene Inhalte im kollaborativen Paradigma – eine Herausforderung auch für Fachinformation. In: „Forschung & Lehre“ 10/2005, 546-548. Ausführlichere Online-Version hier (PDF)
Der Autor ist Professor für Informationswissenschaft an der Universität Konstanz. Einige Thesen und Beobachtungen: Wikipedia ist das Gegenmodell zum kommerziellen Primat der Verfügung über Wissen und Information, und das ist die politische Sprengkraft der Wiki-Enzyklopädie. - Viele (etablierte) Wissenschaftler tragen zur Wikipedia nur unter anonymem Namen bei. Das mag sich ändern. Die Vermutung, dass Wikipedia eher nur Hobbyisten, Generalisten oder Studierende anzöge, stimmt schon lange nicht mehr. Ein Wikipedia-Artikel zur eigenen Person wird nicht mehr schamhaft versteckt. - Bei studentischen Haus- oder Abschlussarbeiten gegen eine Referenzierung auf Wikipedia-Artikel angehen zu wollen, gleicht einem Kampf gegen Windmühlen. Soll man es? Natürlich nicht. Aber man wird an der Bildung von Informationskompetenz arbeiten und die Rahmenbedingungen dafür schaffen müssen. Die fortschreitende Kommerzialisierung von Wissen und Information wird es insbesondere Studierenden immer schwerer machen, an abgesicherte Fachinformation heranzukommen. Freier Zugriff und freie Nutzung sind da willkommen. - Leider werden die Wikipedianer hartnäckig als "Wikis" bezeichnet und man erfährt, es gelte das Prinzip, dass man eine einzelne Wikipedia-Seite nicht mehr als dreimal pro Tag editieren soll (wohl eine Fehlinterpretation der en:Wikipedia:Three-revert rule).
- „Wikipedia: Porno statt Wissen“, PCtipp, Nr. 10, 26.09.2005
Anm.: Ein wenig reisserisch wird hier die vergangene Geschichte der gottlob missglückten Umleitung der Schweizer Web-Domain Wikipedia.ch rekapituliert – inklusive des vorläufigen Happyends.
- In der Rubrik "Kummerkasten" der Schweizer Monatszeitschrift gibt es Tipps zum Download und Installation der Wikipedia für PDA und über die Verwendung der Wapedia für Handy und PDA.
- Urs Bertchy: „Tool of the Month: Wikis - Self-Made-Enzyklopädien“, Developerworld, Nr. 5, 23.9.2005
„Die Online-Enzyklopädie Wikipedia gehört zu den jünsten Erfolgstories des Internets [...] Mittlerweile gibt es kaum mehr eine Webplattform, für die nicht eine passable Wiki-Lösung existiert ...“
- Nadja Schnetzler: „Wiki-Biele-Bienne“, Bieler Tagblatt, 09.2005
„Natürlich gibt es auch einen Eintrag zum Thema Biel/Bienne [...] Wenn alle mitmachen, haben wir innert Kürze einen hervorragenden, vielseitigen und vollständigen Eintrag über Biel/Bienne, der alle schönen Seiten unserer vielseitigen und bunten Stadt aufzeigt. Und genau dies könnte unser ganz individueller Beitrag zu einem attraktiven Stadtmarketing sein. Gratis und Franko und ganz ohne Steuergelder.“ ...schöner kann man's nicht gesagt/geschrieben haben.
- Markus Springer und O. Spies: „Schreibfaule Lutheraner. Die freie Internet-Enzyklopädie »Wikipedia« wächst rasant - bei Glaubensthemen bleiben Fragen offen“, Sonntagsblatt Bayern, Nr. 38, 18.09.2005
„Vor allem Menschen aus Freikirchen und Katholiken scheinen sich derzeit in Wikipedia als Autoren zu engagieren. Lutheraner erweisen sich als eher schreibfaul. [...] Bei allgemein-religiösen Themen erweist sich Wikipedia als überwiegend christlich geprägt. Die Sichtweisen anderer Religionen werden oft nur unzureichend berücksichtigt.“
- Andreas Rentsch: „Wächter des Wissensschatzes.“ Sächsische Zeitung, 13.09.2005 „Ein 14-jähriger Sachse gehört zu den jüngsten Mitarbeitern der Online-Enzyklopädie Wikipedia. Dabei nimmt er es sogar mit Profis auf.“
- Helmut Merschmann "Das vernünftige Ungeheuer im Netz" in: Das Parlament (Aus Politik und Zeitgeschichte), Nr. 37 / 12.09.2005. Bei der Online-Enzyklopädie Wikipedia ersetzen viele User den einen Experten.
- „Microsoft will Wikipedia Konkurenz machen“, Kleine Zeitung, 12.09.2005 „Encarta 2006 - Der US-Softwarekonzern bringt ein neues elektronisches Nachschlagewerk auf den Markt.“
- Helmut Spudich: „Wissensmanagement mit Wikipedia“, Mit dem Erfolg der "freien Enzyklopädie" öffnet sich noch eine größere Dimension: für das "Wiki"-Prinzip der Wissensvermittlung, Der Standard, 10.09.2005
- Regina Bruckner: „Gesammeltes Wissen im Web“, Wiener Zeitung 09.09.2005
„Das Internet als unerschöpfliche Informationsquelle – die wichtigsten Online-Nachschlagewerke im Überblick“
- Gisela Peters: „Rund 400 neue Stichwörter pro Tag. Das umfangreichste Online-Nachschlagewerk zählt zu den fünfzig größten Seiten im WWW“, Die Zahnarztwoche (DZW), Nr. 35, 2005
- Helmut Merschmann: „Welt Weites Wissen“, Freitag, 02.09.2005
- Urs Hafner: „Wikipedia. Im blauen Rausch“, WOZ, 01.09.2005
„An manchen Einträgen haben offenbar Leute mitgearbeitet, die sich in der Materie nicht gut auskennen oder sich mit der positivistischen Aufzählung von «Fakten» begnügen. Viele Texte wirken selbst in abgeschlossenem Zustand wie ein eklektizistischer Bau, an dem zu viele ArchitektInnen herumgebastelt haben. [...] Wikipedias dezentrale und antihierarchische Struktur hat aber auch einen aufklärerischen Effekt: Hier wird Wissen nachgeführt, zur Debatte gestellt und so gleichsam entsakralisiert. [...] Wie die französische «Encyclopédie» des 18. Jahrhunderts wird auch Wikipedia scheitern, aber nicht vor, sondern erst mit ihrer Vollendung. Sie wird dann abgeschlossen sein, wenn alle Worte und Zahlen blau sind: Dann wird alles auf alles verweisen, alles alles und zugleich nichts bedeuten, ein einziges grosses blaues Rauschen.“ Hick...
- Ulf Schönert: „Mitschreiben, bitte! Paradies für Klugscheißer oder größtes Wissensprojekt der Menschheit? Das Internetlexikon Wikipedia ist beides - und es wird täglich besser“, Stern, 25.8.2005, S. 146-148
Zweiseitiger schöner, sehr positiver Artikel, der kaum Fehler, dafür Fotos von drei Usern enthält, von denen ausnahmsweise nur einer Jimbo Wales heißt. Und Brockhaus kommt ausnahmsweise mal nicht zu Wort.
- Jan Freitag: „Die neue Meinungsmacht“, Neues Deutschland, 18. August 2005
„Jeder kann zur hundertsprachigen Gemeinschaft von Wikipedia zählen – die »freie Enzyklopädie« ist ein Weblog und somit aus Sicht von Fachleuten das Kommunikationsmedium von morgen. Einfach wikipedia.de in die Suchleiste tippen und man ist ein Blogger in spe.“
- Meldung zu Wiki Press und Kurz-Interview mit Directmedia-Geschäftsführer Ralf Szymanski, Börsenblatt. Magazin für den deutschen Buchhandel, 33/2005, S. 9
- Steffen Kraft: „Die Vandalen stoppen“. Interview mit Benutzer:LeonWeber in: Süddeutsche Zeitung, 16. August 2005, S. 43 (Rubrik JETZT.DE).
„Labern, löschen, Lücken füllen – im Internet-Lexikon Wikipedia geht fast alles. Hier schreiben die Surfer die Einträge selbst. [...] Damit das [sic] deutsche Wikipedia nicht zur Spielwiese für Vandalen verkommt, kontrollieren etwa 200 Administratoren die Wortgefechte. Der jüngste von ihnen ist 14 Jahre alt und heißt Leon Weber. [...] "Was war deine heikelste Aktion?" "Als ich den Nutzer „Thomas7“ gesperrt habe, gab es Beschwerden. Er hat beim Eintrag „Studentenverbindung“ einen Privatkrieg angezettelt und immer wieder Korrekturen von anderen gelöscht. [...] Er wollte zwar, dass die Enthaltungen als Stimmen gegen seinen Rauswurf gezählt werden. War mir aber egal." “ PDF
- Gero von Randow: „Wiki heißt schnell. Was das Internet-Lexikon Wikipedia kann und was nicht“, Die Zeit, 11.08.2005
„Gleichwohl, massive Angriffe von Agitatoren, Spinnern oder Schmutzfinken auf die Integrität mancher Texte führten auf dem Wiki-Kongress am Wochenende zu dem systemfremden Vorschlag, dass die Administratoren Änderungssperren verhängen können sollten. An diesem Punkt schlüge das Prinzip um: Der Wiki-Eintrag wäre tot, und es ergäbe Sinn, die Qualität eines ausgereiften Beitrags mit dem eines Brockhaus-Artikels zu vergleichen. Das Ergebnis steht keineswegs fest.“
- Klaus Gürtler (AP): „Veni, vidi, Wiki“, Manager-Magazin, 10.08.2005.
- Thomas Mrazek: „Wikipedia - viel genutzte Quelle - Lizenzbestimmungen“, journalist, 10.08.2005
„Manche Journalisten machen es sich zu einfach [mit dem Zitieren aus Wikipedia].“
- Lorenz Matzat: „Wikipedia entwickelt sich von selbst“, Neues Deutschland, 09.08.2005
- Barbara Gärtner: „Jedem Menschen Zugang zu einer Enzyklopädie ermöglichen. Ein Gespräch mit dem Wikipedia-Gründer Jimmy Wales“, Stuttgarter Nachrichten, 09.08.2005
- Thomas Maier: "Wissen auf die Schnelle", aktuell - Zeitung für die Bundeswehr, 08.08.2005
- Barbara Gärtner: „Wikimania. Die Wissen-Globalisierer“, stern, 8.8.2005
„... aus dem Freiwilligen-Lexikon [ist] längst eine soziale Bewegung geworden ...“
- Steffen Krafft: „Wikimedia-Konferenz. Arbeitsbienen der Aufklärung“, SZ, 8.8.2005
„Hier wird keine Armee für die Info-Revolution aufgestellt. Die Terrasse erinnert eher an einen Bienenstock. Kaum zu glauben, dass die rund 300 Konferenzteilnehmer die gleichen Menschen sein sollen, die sich im Netz seitenlange Verbalschlachten liefern. [...] Für die meisten "Wikipedians" ist die Arbeit an der Online-Enzyklopädie harte Arbeit. Den größten Korrekturbedarf gibt es bei Tippfehlern. [...] Doch selbst für das dröge Alltagsgeschäft haben sich in Deutschland rund 150 Administratoren gefunden, der jüngste gerade einmal 14 Jahre alt. Diese Wikimanie lässt sich nicht mehr mit der Technik-Begeisterung von Computer-Heinis erklären. Dafür schreiben inzwischen zu viele Menschen an dem Nachschlagewerk mit. Der Frauenanteil liegt mit gut 20 Prozent vergleichsweise hoch.“
- Dieter Grönling: „Die Verwalter des Wissens“, taz, 08.08.2005
„Weltweit wächst das Wissen der Menschheit und verdoppelt sich etwa alle zwei Jahre. Im Internet will die Enzyklopädie Wikipedia mit diesem Wachstum Schritt halten, in allen Sprachen, kostenlos.“
- Das ganze Wissen der Welt, FAZ, 8.8.2005.
"Manche Verleger reagieren erschrocken, andere kennen uns noch gar nicht. Die dritte Gruppe von Verlegern ist smart und weiß, daß hier etwas Großes passiert", sagt Jimmy Wales, der Gründer der freien Internet-Enzyklopädie Wikipedia. Der Amerikaner ist eine Herausforderung für Verlage und Autoren, seit er die Idee verfolgt, das ganze Wissen der Welt allen Menschen frei zugänglich zu machen. Aus der scheinbar verrückten Idee des finanziell unabhängigen Idealisten ist eine Bewegung geworden, wie es sie nur im Internet geben kann. [...] Die klassischen Verlage nehmen Wikipedia inzwischen ernst. Klaus Holoch, Sprecher des Verlags Bibliographisches Institut und FA Brockhaus AG, kritisierte in einem Interview mit dem Deutschlandradio die mangelnde Qualität der freien Enzyklopädie.
- Thomas Thiel: „Wikipedia. Wir sind Sprengstoff!“, FAZ, 07.08.2005
Thiel fehlt die "Verläßlichkeit" der Informationen.
- Petra Ahne: "Wikiwiki, aber sicher", Berliner Zeitung, 06.08.2005
„Jimmy Wales befindet sich in diesen Tagen in Frankfurt am Main und besucht den ersten internationalen Kongress von Wikimedianern, Menschen, die für den freien Informationsfluss im Internet sind und am Lexikon Wikipedia, dem bekanntesten Produkt der Bewegung, mitarbeiten. [...] Der aber auch weiß, dass deren Stärke zu ihrer Schwäche werden kann: Schnell (auf hawaiianisch: "wikiwiki") kann das Lexikon um neue Einträge ergänzt, aktualisiert werden. Schnell kann jemand Blödsinn hinterlassen.“
- Patrick Körber: „Ein bisschen wie Kommunismus“, Wiesbadener Kurier, 06.08.2005
„Wo sich Jimbo Wales im Haus der Jugend auch hinwendet, er ist umgeben von surrenden Fernsehkameras und blitzenden Fotoapparaten. Die Journalisten kommen aus allen möglichen Ländern von Finnland, China bis zu den USA. [...] Wenngleich Wales so viele Journalisten auf sich zieht, wie zuletzt der Dalai Lama in Wiesbaden, ist er doch für die Wikipedia-Gemeinde kein Guru. "Er macht sich klein, deshalb ist er groß", meint ein Wikipedianer aus Holland.“
- Daniel Schnettler: „Wikipedia entert Google und Co.“, Handelsblatt, Freitag, 05.08.2005
- Holger Dambeck: „Wikpedia. Umsonst ist morgen“, Manager magazin, 05.08.2005
[Anm. Wie lange läßt der Chefredakteur diesen Artikel umsonst?]
- Steffen Kraft: „Kauft Lexika! "Wikipedia"-Gründer Jimmy Wales über seine Internet-Enzyklopädie.“, SZ, 05.08.2005
- Hans Weitmayr: „Wikipedia und der Stein der Weisen“, WirtschaftsBlatt, 05.08.2005
- Lutz Wendler: „Jeder kann die Welt erklären. Wikipedia - die unglaubliche Erfolgsgeschichte des Internet-Lexikons“, Hamburger Abendblatt, 05.08.2005
„Wie beim Gesellschaftsspiel "Trivial Pursuit" steht das Triviale gleichberechtigt neben dem Hehren.“
- Hendrik Werner: „Online-Kataloge: Vernetztes Wissen“, Die Welt, 4. August 2005
„... das freie Internet-Lexikon Wikipedia [hat sich] mit dem Online-Katalog der Deutschen Bibliothek verschwistert ...“
- Constantin Gillies: „Weltkongreß der Alleswisser. Die globale Wikipedia-Gemeinde feiert ihr kostenloses Internet-Lexikon in Frankfurt/Main“, Die Welt, 4. August 2005.
„Kaum eine Hausarbeit, kein Referat könnte heute ohne Wikipedia entstehen, und kaum ein Zeitungsartikel. [...] Keine Frage: Das Nachschlagewerk demonstriert eindrucksvoll das idealistische Potential des Web. Doch genauso eindrucksvoll zeigt Wikipedia die typischen Schwächen eines Do-it-yourself-Projekts: Wenn jeder mitmachen darf, wird alles beliebig. [...] Darüber hinaus kämpft das Laien-Lexikon mit Qualitätsproblemen. Wer ein Thema recherchiert, mit dem er sich selbst auskennt, entdeckt meistens Fehler. [...] Die Begeisterung der Hobbyautoren scheint ebenfalls nachzulassen. Zuletzt mußten die Organisatoren sogar Sachpreise für neue Beiträge ausloben.“
- Diana Kuhl: Interview: „Nicht zu vergleichen“, Kölnische Rundschau, 04.08.2005
„Frage: Ist Wikipedia eine Konkurrenz für Brockhaus? Holoch: Absolut nicht. Diese beiden Dinge sind überhaupt nicht zu vergleichen. Der große Unterschied ist die Qualität. Bei Brockhaus verkaufen wir zigfach geprüftes und verbrieftes Wissen, bei Wikipedia findet man, wie das Bildungsportal „bildungsklick.de“ herausfand, eine Million Rechtschreibfehler! Das ist schon ein Hammer.“
- Panagiotis Kolokythas: „Zu viele Rechtschreibfehler?“, SZ, 03.08.2005
„Bereits im Mai hatte das Portal [Bildungsklick.de] die freie Enzyklopädie als Vorschlagewerk bezeichnet. Jetzt wurden Wikipedia-Artikel auf Rechtschreibfehler hin überprüft. Konkret wurden im Juni 2005 insgesamt 12 Artikel ausgewählt, die von dem Deutschen Bildungsserver als Quellen für den Gebrauch an Schulen empfohlen werden. [...] "Das Ergebnis: Keiner der geprüften Artikel war frei von Rechtschreibfehlern. Deren Anzahl sei sogar "erschreckend hoch". Hochgerechnet auf alle rund 250.000 Beiträge käme man - bei im Schnitt vier Fehlern pro Text - auf rund eine Million Rechtschreibfehler." Bildungsklick.de gesteht ein, dass einer Auswahl von zwölf aus insgesamt zirka 250.000 Texten keine statistische Relevanz beizumessen ist.“
*** siehe dazu auch die Rubrik Websites auf dieser Seite ***
- Thomas Maier/DPA: „In vier Jahren die Welt erobert“, Stern, 3.8.2005 zum Wikipedia-Kongress
- Gregor Kessler: „Die Datengeister, die ich rief“, Financial Times Deutschland, 3.8.2005, setzt sich kritisch mit der Qualität der Artikel auseinander.
- „Wikipedia-Fans aus aller Welt treffen sich“, Rheinische Post, 02.08.05
- Christoph Albrecht-Heider: „Die Woche“, FR, 31.07.2005
"Liebe Kolleginnen und Kollegen von der Brockhaus Enzyklopädie und der Encyclopedia Britannica, es tut uns leid, aber wir müssen es sagen: Wikipedia ist klasse. Steht im Netz, wird in Windeseile aktualisiert, ist umsonst. [...] Das Online-Lexikon ist die beste Internet-Erfindung, seit es Google gibt. [...]"
- Stefanie Rüggeberg: „Zum Wissen gibt es die Gemeinschaft gratis dazu“, Die Welt, 30. Juli 2005
„Gerade die Fehlerquote wird oft als Schwachstelle von Wikipedia bemängelt - zumal jeder Nutzer, Inhalte ändern kann, ohne sich dafür einloggen zu müssen. Doch diese Kritik sieht Wales gelassen: "Wikipedias Stärke ist die permanente Selbstkontrolle. Dadurch bereinigen sich Fehler." Perfektion widerspricht ohnehin dem Ziel des Internet-Lexikons. Langfristig wünscht sich Jimmy Wales, daß der Geist seines weltumspannenden Projekts auch in armen Regionen wie Afrika ankommt.“
- Wolfgang Krischke: „Rezension. Der Schwachpunkt ist die Qualität“, FAZ, 29. Juli 2005, Nr. 174, S. 39
"Ein Schwachpunkt ist die mangelnde Qualitätssicherung der Einträge. Möller, der selbst zu den aktivsten Mitarbeitern bei Wikipedia gehört, schildert neben den Erfolgen auch solche Probleme. Schade ist, daß er den Leser nicht durch konkretere Informationen über das Innenleben der Wikipedia stärker an seinem internen Wissen teilhaben läßt und so ein Beispiel für die Transparenz liefert."
- Gerhard Mészáros: „Wikipedia: Wann ist George Bush gestorben?“, Die Presse, 28. Juli 2005
- Michael Jacobs: „Freibeuter in der virtuellen Wiki-Welt“, Allgemeine Zeitung Mainz, 27. Juli 2005
"Zeit für eigene Eintragungen, wie etwa seine Lexikon-Erläuterungen zum Zigarettenautomaten, Geier Sturzflug oder Heidi Klum, bleibt Klempert nur noch wenig. Meist ackert er als "Textgärtner", der den orthographischen und grammatikalischen Wildwuchs in der Wiki-Welt zurechtstutzt. Denn die Wissensbörse boomt: 600 000 Nutzer greifen täglich auf die Seite zurück."
- Frank Liebermann: Der anarchische Almanach. In: Junge Freiheit, 22. Juli 2005
Nach einer ausführlichen Darstellung der Wikipedia samt historischem Kontext geht der Artikel auf die Bedeutung des Projekts aus der politischen Perspektive der Jungen Freiheit ein und ruft die Leser zur Mitarbeit auf: Noch immer meiden viele Menschen das Internet [...]. Die Folgen sind immer dieselben: Chancen werden verschlafen. Wie aktiv bereits die politische Linke ist, zeigt sich, wenn man bei Wikipedia unter junge freiheit nachschlägt. Sämtliche Klischees und Vorurteile sind hier breit beschrieben. Auch anderen geht es nicht besser. Burschenschaften haben "... zu ihrer teilweise dunklen Vergangenheit trotz positiver Ansätze und offizieller Verfassungstreue bisher keine überzeugende Abgrenzung vollzogen", Abtreibungen "... führen nur selten zu Komplikationen" und Fidel Castro gilt als "...uneigennütziger Held der sozialen Revolution nicht nur in Kuba".
Es geht aber auch anders. Der Gründer der Deutschlandbewegung, Alfred Mechtersheimer, ist kurz, präzise und seriös charakterisiert. [Anmerkung: Seine rechtsextremen Aktivitäten werden in dem Artikel Alfred Mechtersheimer durchaus ausführlich beschrieben.] Selbst der Fall des aus der CDU ausgeschlossenen CDU-Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann ist im Vergleich zu anderen Medien seriös beschrieben, sogar Verweise auf das Buch von Fritz Schenk und seine Solidaritätskampagne fehlen nicht.
Bei Wikipedia müssen die Konservativen stärker aktiv werden. Mit einfachen Mitteln lassen sich jeder einseitigen Information oder gar Propaganda Argumente entgegensetzen. Im Vergleich zu anderen Medien setzt sich bei Wikipedia das bessere Argument durch. Redakteure oder Zensoren gibt es nicht. Die dominante linke Repression hat keine Möglichkeiten, Diskussionsbeiträge zu unterdrücken.
Gerade das Medium einer Enzyklopädie macht ein Handeln notwendig. [...] Lehrer empfehlen Schülern Wikipedia als Nachschlagewerk, Journalisten recherchieren Informationen und ganz normale Bürger schlagen Themen nach, über die sie etwas erfahren wollen. Daher sollten gerade die Konservativen darauf achten, daß Informationen über sie seriös und richtig dargestellt werden, und gegebenenfalls sofort aktiv werden.
- Wikipedia setzt "Kopfgeld" aus, Der Standard, 13. Juli 2005
- Thomas Wanhoff: Welttreffen der Autoren, Frankfurter Neue Presse, 12. Juli 2005
- Manuel Wirsing: Wiki-Bürger erobern Frankfurt, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12. Juli 2005
- Barbara Mürdter: „Die Königin von England“ und „Wikisprech, 1. Lektion“, taz, 9. Juli 2005, taz mag, S. IV
- Marcus Franken: "Willkommen im Wikiversum", Berliner Zeitung, 9. Juli 2005, Magazin, S. 3
- Heiner Kiesel: „Wikis erobern die Welt“, Berliner Morgenpost, 6. Juli 2005, S. 20 u. Welt kompakt S. 24
- Heiner Kiesel: „Der Ketwurst eine Chance geben“, Die Welt, 5. Juli 2005
Die Energie der Wikis ist enorm und ihre Fortschritte sind beeindruckend. Sicherheit gibt es trotz aller Mühe bislang nicht.
- Susanne Ehlerding: 'Bloggt „Bild“', Berliner Zeitung, 2. Juli 2005, S. 37
- Erik Möller: Medienpflege im Web. Wiki-Inhalte mit externen Anwendungen bearbeiten. C't, Nr. 14, 2005, S. 190-195
- Lorenz Matzat: „Internet in Reinform“, Neues Deutschland, 28. Juni 2005
- Marcus Franken: „Willkommen im Wikiversum“, VDI-Nachrichten, 24. Juni 2005, Nr. 25, S. 3
- Jo Wüllner: "Wir haben nur die Marke", Frankfurter Rundschau, 24.06.2005
FR: "Wikipedia wächst atemberaubend. Wo sind die Grenzen? Ist das ein unendlich skalierbares Projekt?" Wales: Ich weiß es nicht. Ich habe einige Voraussagen. Ich bin sicher, die deutsche Wikipedia wird in den nächsten zwei Jahren von heute 250 000 Artikeln auf 500 000 bis 600 000 wachsen. FR: "Sind wir hier so fleißig?" Wales: Ja, sicher, aber ob das ein deutsches Charakteristikum ist, weiß ich nicht. Das Wachstum der englischsprachigen Wikipedia ist ähnlich gewesen.
- Thomas Knüver: „Der gute Mensch des Internets“, Handelsblatt, 22.06.05
»Wer bei Wikipedia einen Artikel schreiben möchte, kann das einfach so tun, ohne Anmeldung. Kann so Qualität entstehen? Wales’ gepflegter Fünf-Tage-Bart verzieht sich zum Grinsen. Sein Rat: „Suchen Sie sich einen Bereich aus, in dem Sie sich auskennen. Fragen Sie sich dann: Genügt mir der Wikipedia-Text? Meist werden Sie feststellen, dass die Qualität ausreicht.“« [Anm.: aber nur in der englischen Ausgabe...]
- Brigitte Meiners: „Ein Füllhorn: Jeden Tag ein Stück Wissen mehr - Faszination Internet-Enzyklopädie: Der Jeveraner Gregor Helms ist ein leidenschaftlicher Wikipedianer.“ Jeversches Wochenblatt, 18. Juni 2005.
- Philipp Hertzog: „Wikis treffen Häuptling“, Sächsische Zeitung, 7. Juni 2005
- Judith Lembke: „Der Diderot aus Alabama“ und „Jeder ist seines Lexikons Schmied“, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4. Juni 2005, Nr. 127
- Elke Wittich: „Gott weiß alles. Und die Online-Enzyklopädie Wikipedia auch.“ Jungle World, 01. Juni 2005, Nr. 22
»Wikipedia demonstriert die Möglichkeit, hochqualitative Inhalte zu schaffen und zu verwalten«, erklärt der Vizepräsident von Yahoo!, David Mandelbrot, »das Wachstum dieses freien Angebots zu unterstützen, deckt sich mit unserem Ziel, Menschen beim Suchen und Nutzen von Online-Inhalten zu helfen.«
- Noelani Afif: „Gigantisches Wissenspuzzle“, Focus, 28. Mai 2005, Nr. 22
- Das „verlorene Jahrzehnt des Internets ist vorbei“, Der Standard, 23. Mai 2005. "Eigentlich ist es komplett gegen jede Intuition, dass so viel guter, richtiger, objektiver Inhalt [in Wikipedia] von einer so großen Gruppe erzeugt werden kann. Unsere Message mit der 'Nica' war: Wir beweisen, dass etwas derart Unintuitives möglich ist und alle herkömmlichen Paradigmen über kollektive Zusammenarbeit verändern kann."
- Thomas Klink: „Das Rätsel um die 193.17.243.1“ [Ole] Schröder wehrte sich gestern gegen den Verdacht. "Ich habe keine Einträge in Wikipedia vorgenommen", sagte er. Barmstedter Zeitung, 21. Mai 2005
- Matthias Zehnder: „Wikipedia boomt, Wikinews hingegen floppt“, Mittelland Zeitung, 17. Mai 2005
- Matthias Zehnder: „Wikipedias Schwäche Die Grenzen der durch Internetbenutzer selbst entworfenen Inhalte“, St. Galler Tagblatt, 11.05.2005
- Tobias Hürter: „Wikipedia – Kondensiertes Wissen im Zeitalter des Internet“, Technology Review, Heft 5/2005
- Steffan Heuer und Jörg Trojan: „Die Dot-Kommune“, brand eins, Heft 04 Mai 2005, ein kritisch-skeptischer Artikel, der sich hauptsächlich auf Larry Sangers Befürchtungen stützt.
- Anja Ebersbach und Markus Glaser: Wiki. Aktuelles Schlagwort. Informatik Spektrum 2/28/2005. Springer, 131 - 135, ISSN 1432-122X, ISSN 0170-6012, 22.04.2005 Online
- Der Standard: Encarta nutzt in Zukunft das Wikipedia-Prinzip, 19.04.2005
- ComputerBild: "Online-Wissen gratis überspielen: Wikimedia. Wikimedia: Der Verein verschenkt Wissen: ...", 18.04.2005
- Panagiotis Kolokythas: „Online-Lexika. Encarta Online goes Wikipedia.“ Süddeutsche Zeitung, 12.04.2005
- 20Minuten, Microsoft schaut bei »Wikis« ab. „Der Erfolg der freien Wissensenzyklopädie Wikipedia scheint auch Microsoft beeindruckt zu haben ...“ und
Wiki-Downloads: „2,7 GB mit 204.000 Artikel auf dem Stand vom 3. März 2005 zum Download bereit.“ 12.4.2005 [Anm.: Jemand müsste den lieben Journalisten einmal doch noch den Unterschied zwischen einer »Wiki« und der Wikipedia besser erklären ...]
- Der Standard:Wikipedia-DVD zum kostenlosen Download, 12.4.2005 „Unterdessen scheint die Verkaufsversion ein voller Erfolg zu sein, so sei die erste Auflage in Höhe von 10.000 Stück nach Angaben des Verlags bereits nach drei Tagen ausverkauft gewesen...“
- Der Standard: Microsoft will von Wikipedia lernen, „UserInnen sollen Inhalt beisteuern können - Rechtefrage momentan noch unklar“, 11.04.2005
- Computerworld.ch über Wikimania 2005, 8.4.2005 und neu im Web: Wikipedia auch als Gratis-DVD-Download, 12.4.2005
- PM-Magazin: Deutschsprachige Wikipedia feiert zweihunderttausendsten Artikel, „...Während für die Erstellung der ersten 100.000 Artikel dreieinhalb Jahre nötig waren, vergingen bis zum 200.000 Artikel dank der beständig wachsenden Zahl der Helfer nur noch acht Monate ...“, 8.4.2005
- Der Standard: Die Wiki-Kultur und das freie Wissen. Erste internationale Wikimedia Konferenz angekündigt. 6.4.2005
- Reiner Thies: "Wikipedia wächst. Viele Lexikon-Einträge aus Oberberg", Kölner Stadtanzeiger, 05.04.2005.
- PC Professionell, [5], Special: Internet der Zukunft - Wikis, Was ist Wikipedia!? 4/2005, S. 78. „Die Online-Enzyklopädie Wikipedia hat sich inzwischen einen guten Ruf als Nachschlagewerk erarbeitet. Immerhin finden sich darin über eine Million Artikel in 70 Sprachen, die von freiwilligen Nutzern auf dem aktuellen Stand gehalten werden.“
- Rheinische Post: „Wissen muss frei bleiben. Im Internet ist viel zu erfahren über Hückeswagen und den Kreis. Dafür sorgen auch Mitarbeiter am Online-Lexikon www.wikipedia.de. Sie haben sich in einer Projektgruppe Oberberg zusammengefunden“, 30.3.2005
- Simone Liebelt: „Wikipedia-Projekt Oberberg: Oberberger erstellen Lexikon im Lexikon“, Oberberg Aktuell, 30.3.2005. „Dr. Jörg Kopp rief das Projekt "Oberberg - Ein Lexikon im Lexikon" ins Leben.“
- Karin Ganslmayer: Lexika Online vs. Offline, Chip 03/2005, S. 100: „In Ausstattung und Qualität gibt es kaum Unterschiede zwischen Brockhaus multimedial 2005 und Wikipedia.“
- Lisa Sitterle: „Umfassende Arbeit über Lörrach in Wikipedia“, Badische Zeitung, 22.03.2005. hier zum Artikel
- Bernd Ellermann: „Neues chemisches Element - Perversium: Wissenschaftlicher Unsinn in der Wikipedia“, Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 10, 11.03.2005, Post scriptum Seite 68
- Andreas Böhme: „Viele wissen mehr als einer“ und Thorsten Wellmann: „Google hilft mit Speicherplatz aus“, WAZ, 11.03.2005. "Der Klick ist kostenlos aber meist nicht umsonst. […] Den etablierten Lexika-Verlagen erwächst eine ernstzunehmende Konkurrenz."
- Kurt Sagatz, „Schlag nach im Internet. Online-Nachschlagewerke im Alltagstest", Der Tagesspiegel, 11.02.2005. "Wikipedia überzeugt in vielen Bereichen, vor allem zeitnahe Aktualisierungen und Weblinks sind vorbildlich. Eine Einschränkung bleibt dennoch: Wikipedia ist anders als der Brockhaus höchstens eingeschränkt zitierfähig. „Wikipedia wird von engagierten Laien erstellt, da kann es schon einmal vorkommen, dass nicht alle Informationen zutreffen“, sagt Michael Menges [Brockhaus]." (Bleibt sprachkritisch anzumerken: Kennt man beim Tagesspiegel den Unterschied zwischen zitierbar und zitierfähig?)
- Stefan Krempl: „Wissen von unten“, Süddeutsche Zeitung, 04.02.2005. Variante des NZZ-Artikels vom 14.01.2005. Diese Häme ist neu: „Dazu komme ein gutes Stück "Google-Magie": Jeder könne Inhalte des Nachschlagewerks verwenden und auf seiner eigenen Website spiegeln. Im Gegenzug müsse er sie verlinken, was zu hohen Platzierungen in Suchmaschinen führt. Kein Wunder, dass Wikipedia im Web populärer ist als die meisten Presseorgane.“
- Fabian Winiger: Wikipedia für unterwegs, PCtipp, Feb. 2005, S. 57. Ausführliche und illustrierte Anleitung um die (Zitat: ) Taschenenzyklopädie Wikipedia vom www.pctipp.ch herunterzuladen, öffnen, brennen, installieren.
- Thomas Jüngling: Die Erweiterung des globalen Wissens, Welt am Sonntag, 23. Januar 2005
- R. Roletschek: Eberswalder Blitz, Ausgabe MOL (S. 8 bzw. 3. PDF-Seite) vom 22.01.2005. Bericht vom 21C3 und der Wikipedia sowie Erläuterung des Begriffes 'Hacker' nach Definition CCC - Bild mit Jimbo, Achim Raschka und Arnomane; inhaltliche und Tippfehler stammen nicht von mir :-( Die Redaktion schafft es immer wieder, Fehler zu produzieren, wenn keine drin sind...
- Stefan Krempl, Neue Zürcher Zeitung, 14. Januar 2005, S. 59: Unter dem unverfänglichen Titel Selbstverwaltung des Wissens steht ein Bericht [6] (Zugriff nur mit Passwort möglich), der u. a. die von Jimmy Wales verfochtene Doktrin kritisiert, dass sich jedermann als Artikelschreiber betätigen könne. Hoffnungsvoller Schlußsatz: "Aber vielleicht frisst die Wikipedia-Revolution ja doch noch ihre Kinder."
- Marcus Franken: "Wikipedia. Freies Wissen für alle. Die Internet-Enzyklopädie setzt sich auch in Deutschland durch." Rheinischer Merkur, Nr. 02, 13.01.2005
- Jürgen Siebert: "Miszellen" (Glosse), PAGE, 02/2005, S. 114, ISSN 0935-6274. Jürgen Siebert berichtet über seine Erfahrungen mit der Wikipedia (Benutzer:Hitext) und lobt vor allem ihre Aktualität.
- Carsten Scheibe: "WikiReader Digest": Wöchentliches Wissen-Update, Stern, 05. Januar 2005
[Bearbeiten] Meldungen über Presseagenturen
- 23. November 2005 Berti Kolbow/dpa: Lexika für jeden: Die Wiki-Software macht's möglich [7]
- 5. August 2005 dpa „Wikipedia will in zehn Jahren weltumspannendes Netz schaffen“ [8], [9]
- 1. Juli 2005 Christiane Link/dpa „Die Wikimanie greift um sich“ bzw. „Preisgekrönte Enzyklopädie zum Mitmachen“ [10] [11]
- 23. Mai 2005 dpa "Experte: Internet-Enzyklopädien ergänzen Wissenschaftsjournalismus" bei vielen Medien wiedergegeben: [12], [13], [14], [15]
- 19. Mai 2005 dpa Wikipedia-Eintrag von Rüttgers manipuliert
- 4. Mai 2005 dpa "Yahoo! unterstützt freie Enzyklopädie Wikipedia"
[Bearbeiten] auf Websites (von größerer Bekanntheit)
jüngste Meldung oben
- Deutschlandradio: „Ab in den Untergrund!“ Deutschlandradio, (22.12.2005)
„Während andere 15-Jährige Gangsta-Rap hören oder Graffitis sprühen, fotografiert Cornelius Kibelka lieber U-Bahnen. Der "metrophile" Schüler hat seine Leidenschaft im Netz veröffentlicht und wurde als Vielschreiber einer der Administratoren der Online-Enzyklopädie Wikipedia.“
- Netzeitung: „Wikipedia-Mitgründer plant neues Projekt“, (21.12.2005)
„Larry Sanger, Mit-Gründer der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia, war schon lange der Ansicht, man sollte die Meinung von Experten höher gewichten, als die einfacher Internet-Nutzer. [...] Voraussichtlich im Januar soll das Projekt online gehen, die Liste der Unterstützer ist laut Sanger bereits lang und reicht vom Amerikanischen Historischen Museum über die Uno bis hin zum amerikanischen Nationalen Rat für Wissenschaft [United States National Research Council]. Zehn Millionen Dollar hat Sanger für «Digital Universe» gesammelt [...] Entscheidend könnte auch sein, wie die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und Öffentlichkeit organisiert wird – und wie viele Experten tatsächlich zur Mitarbeit bereit sind.“
- intern.de, „Schon wieder Wikipedia“, 21.12.2005
„[...] Sogar Wikipedia Deutschland, rechtlich nicht existent, aber in der Lage Pressemitteilungen zu veröffentlichen, lässt sich dort über die Tumbheit unverständiger Journalisten aus. Sicher ist die damit verbundene Kritik nicht immer ungerechtfertigt, aber aus PR-Sicht ist dieses Vorgehen eine Todsünde.“
- intern.de: „Wikipedia gerichtstauglich?“ (20.12.2005)
„In den letzten Wochen ist die Zuverlässigkeit der Online-Enzyklopädie Wikipedia häufiger angezweifelt worden. Der amerikanische Anwalt Evan Brown weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass etwa seit einem Jahr Wikipedia auch bei einigen US-Gerichten als Informationsquelle akzeptiert wurde. Er kann immerhin 8 Urteile angeben, in denen Wikipedia als Quelle für Hintergrundinformationen vom Gericht akzeptiert wurde.“
- Onlinekosten.de, Volker Briegleb / afp: „Wikipedia wird fälschungssicher“,(20.12.2005)
„Nach der Affäre um einen falschen Artikel soll es die kostenlose Online-Enzyklopädie Wikipedia in Zukunft auch in einer unveränderbaren Version geben. [...]“ (Inhalt gleich mit Spiegel-Online Artikel)
- Heise Newsticker, Torsten Kleinz: „Wikipedia auf der Suche nach Stabilität“, (20.12.2005)
„Die Wikipedia kämpft mit einem Umschwung der öffentlichen Wahrnehmung: Statt wie vor den Ereignissen der vergangenen Tage und Wochen an den besten Artikeln, wird das Projekt nun an seinen schlechtesten Artikeln gemessen. Mit der Einführung stabiler Artikelversionen soll das tägliche Hin und Her in der Wikipedia für den unbeteiligten Leser eingeschränkt werden. Hat ein Artikel eine gewisse Qualität erreicht, soll er zur "stabilen Version" erklärt werden. Zwar wird weiterhin eine bearbeitungsfähige Version des Artikels existieren, die Änderungen sollen aber erst nach einer Überprüfung in die stabile Version einfließen. Wie diese Option letztlich implementiert wird, ist aber noch völlig offen. „Es gibt verschiedene Programmieransätze“, erklärt Wikipedia-Sprecher Arne Klempert auf Anfrage von heise online.“
- Spiegel Online: „Jimmy Wales. Wikipedia will Texte einfrieren“, (19.12.2005)
„Die Wikipedia zieht aus der Affäre um unberechtigte Behauptungen in Bezug auf die Kennedy-Morde ihre Konsequenzen: Am Ende des von ehrenamtlichen Autoren getragenen Artikel-Schreibprozesses soll künftig eine "feste", unveränderliche Version stehen. [...] Wikipedia wurde 2001 gegründet und hat nur drei feste Mitarbeiter. Die Online-Enzyklopädie umfasst nach eigenen Angaben zwei Millionen Artikel in 200 Sprachen, die fast ausschließlich von Freiwilligen erstellt wurden. Nach einer gerade im Wissenschaftsmagazin "Nature" veröffentlichten Untersuchung ist das Lexikon in der Regel fast so verlässlich wie eine herkömmliche Enzyklopädie. Dabei wurden jeweils 42 Artikel zu wissenschaftlichen Themen aus Wikipedia und der Encyclopaedia Britannica verglichen. In beiden Werken wurden je vier schwere Fehler entdeckt, dazu 162 leichtere in der Wikipedia und 123 leichtere in der Britannica.“
- golem.de: „Wikipedia: Differenzierter Seitenschutz gegen Vandalismus. Keine Änderung der Grundsatzpolitik geplant“, (18.12.2005)
„Um künftig bei besonders kontroversen Themen die Vandalismusgefahr zu senken, hat die US-Wikipedia mit der so genannten Semi-Protection [16] ein sanftes Inhaltsschutzverfahren verabschiedet. Bislang konnten Artikel nur komplett für Änderungen gesperrt werden.“
- Heise News-Ticker: „Nature: Wikipedia nahe an Encyclopaedia Britannica“, (14.12.2005)
„Wie hoch die Qualität der freien Enzyklopädie wirklich ist, wollten Wissenschaftler für das renommierte Wissenschaftsmagazin Nature herausfinden. Dabei schneidet die Wikipedia erstaunlich gut ab [...] Das Ergebnis: In beiden Quellen wurden jeweils vier schwerwiegende Fehler entdeckt – ein überraschender Gleichstand. In der B-Note, den Faktenfehlern, Auslassungen und missverständlichen Formulierungen, musste sich das knapp fünf Jahre alte Online-Projekt dem altehrwürdigen Konkurrenten geschlagen geben. 162 solcher Fehler fanden sich bei Wikipedia und 123 bei der Encyclopaedia Britannica. [....] Unterdessen versuchen erklärte Wikipedia-Gegner auf der Welle der Wikipedia-Kritik mitzuschwimmen. [...] Die Firma Infochannel [...], die mit einem Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia am Widerstand der Community gescheitert war, beschreibt auf einer neuen Webseite mit dem Titel Wikimania, dass sie in Wahrheit das Wikipedia-Logo entwickelt habe. Weiterhin werden markenrechtliche Schritte gegen die Wikipedia angekündigt. Eine entsprechende Markenanmeldung liegt bereits beim Deutschen Patent- und Markenamt vor.“
- Golem.de „Sammelklage gegen Wikipedia in Vorbereitung?“, (13.12.2005)
„Der Wikipedia-Artikel QuakeAID [17] bringt WikipediaClassAction.org mit der Organisation QuakeAID in Verbindung.“
- Spiegel Online, Frank Patalong: „Der Sünder sagt "sorry" “, (12.12.2005)
„Dass es auch noch ausgerechnet Daniel Brandt [18] sein musste, der Brian Chase aus seiner Anonymität trieb, wird die Wiki-Gemeinde doppelt schmerzen: Brandt betreibt eine Anti-Wikipedia-Webseite, auf der er Fehler des Online-Lexikons brandmarkt. Das sind in Anbetracht der Zehntausenden von Einträgen noch immer beeindruckend wenige, was Kritikern wie Brandt normalerweise den Wind aus den Segeln nimmt.“
- Netzeitung: Wikipedia: Keine Abkehr vom Prinzip“ (9.12.2005) Interview mit Kurt Jansson.
„Netzeitung: Es gab die Meldung, es dürften jetzt nur noch 1500 Artikel pro Tag angelegt werden.
Jansson: „Wie sage ich das jetzt freundlich ... Das war ein Vorschlag, der auf irgendeiner Mailingliste mal auftauchte, mehr nicht. Die Zahl ist nicht richtig, es gibt keine Beschränkung. Manchmal würde ich mir wünschen, dass mehr nachgefragt wird, bevor über die Wikipedia geschrieben wird.“
- fm4.orf.at, Martin Blumenaus Journal: „Die Wikipedia-Demokratie“ (06. Dezember 2005)
„Nun ist auch dem bislang durchaus noch gut vor sich hinwerkelndem Wikipedia sein eigener Ansatz über den Kopf gewachsen.“ [...] „Der Vorteil: ich sehe keine real-historische Entsprechung, also auch keine gescheiterten Vorgänger-Modelle. Das könnte also klappen.“
- Heise Newsticker: „Wikipedia nicht mehr ganz offen“ (6.12.2005)
„Die Affäre um einen verleumderischen Artikel im freien Enzyklopädieprojekt Wikipedia hat unvermutet weitgehende Konsequenzen. In der englischsprachigen Ausgabe wurde die Erstellung neuer Artikel für nicht angemeldete Nutzer zunächst unterbunden. [...] Eine Übernahme des Experiments in die deutschsprachige Wikipedia-Community steht im Augenblick nicht auf dem Plan. [...] Für die Zukunft kann Bauer Einschränkungen nicht ganz ausschließen: "[...] Es ist nicht auszuschließen, dass in Zukunft andere Editionsprinzipien angewandt werden, um das Erreichte zu sichern.“
- Spiegel-Online: „Wikipedia verschärft die Regeln“,(6.12.2005) „Wales sagte, im Falle Seigenthalers habe "das System versagt". Man sei noch dabei zu überprüfen, was da schiefgegangen sei. In jedem Fall sei der Eintrag kaum gelesen worden, weil zu ihm keine Links von irgendwelchen anderen Wikipedia-Artikel führten - deshalb sei sie der Aufmerksamkeit der freiwilligen Kontrolleure entgangen. Nun dürfen anonyme Nutzer zwar noch Einträge ändern, aber keine neuen mehr erstellen.“
- ORF futurezone:„Wikipedia verschärft Nutzungsregeln“, (6.12.2005)
„Nachdem immer öfter Fehler und jüngst auch ein "Rufmord" in der Online-Enzyklopädie Wikipedia kritisiert werden, ändert Gründer Jimmy Wales die Regeln. Künftig dürfen nur noch registrierte Nutzer neue Artikel anlegen, auch die Neutralität der Einträge wird diskutiert.“
- Netzeitung: „Wikipedia ändert die Regeln“, (6.12.2005) „Bei Wikipedia kann nicht mehr jeder Beiträge anlegen. Der Gründer der Online-Enzyklopädie hat nach mehreren peinlichen Fehlern die Regeln geändert.“
- Heise News-Ticker: "Wikipedia im Kampf der Weltanschauungen" (28.11.2005) Bericht über massenhafte URV in DDR-Artikeln, die offenbar aus DDR-Lexika übernommen wurden.
- br-online des Bayerischen Rundfunks: [19], (26.11.2005 Artikel und Sendung im Netradio des Bayern 3)
Ein kurzer Bericht über die Enzyklopädie. Gabriele Hornsteiner wurde über Administratorenfunktion interviewt.
- SWR: „Das Wissen der Welt auf einen Klick“, (14.11.2005, 3 Artikel)
Der dreiteilige Artikel des SWR stellt im ersten Teil die Wikipedia als Enzyklopädie vor. In Teil zwei gibt es Tipps zur richtigen Benutzung unseres Online-Nachschlagewerks. Der dritte Teil widmet sich dem Wikipedianer, dem "unbekannten Wesen" als Person, vorgestellt am Beispiel von Benutzer:Flominator, einem Aktivisten aus der Wikipedia:Qualitätssicherung.
- Juristisches Internetprojekt Saarbrücken: „Wikipedia geht in Druck“ (3.12.2005)
- Spiegel Online, Holger Dambeck: „Wikipedia geht in Druck“, (2.11.2005)
„Wales erklärte, es sei nicht geplant, Artikel "einzufrieren", um so Vandalismus zu verhindern. [...] Eine Software-Änderung zum Jahresende soll Vandalismus jedoch erschweren. Dann wird es nach Wales Angaben grundsätzlich möglich sein, dass Änderungen an besonders kontrovers diskutierten Artikeln erst mit einer gewissen Verzögerung online gehen.“
- ORF futurezone:Bildungsexplosion im Internet, (20.10.2005):
"Mit 13 Millionen im September 2005 hat sich die Benutzerzahl des freien Lexikons Wikipedia gegenüber dem Vergleichsmonat 2004 fast vervierfacht. Die Bildungsuser sind älter und gebildeter als der Schnitt im Netz."
- Spiegel online: „Wikipedia-Gründer ist entsetzt über Qualität“, (18.10.2005)
"Ein renommierter US-Journalist hat sich die englische Ausgabe der Wikipedia vorgenommen und darin "Müll" gefunden, Einträge, die er "schlimmer als schlecht" nennt. Das Erstaunliche: Wikipedia-Gründer Jimmy Wales stimmte ihm zu."
- Netzeitung: Wikipedia diskutiert über Artikel-Qualität, (18.10.2005)
Die Netzeitung berichtet von einem selbstkritischen Jimbo Wales, der mit der Qualitiät von Wikipedia-Artikeln nicht zufrieden sei. Natürlich bei Artikeln aus dem englischen Namensraum. Außerdem wird über einen vermeintlichen Mangel an Selbstkritik bei Wikipedia berichtet: "Die britische Online-Zeitung «The Register» schreibt in einem Kommentar, Wikipedia habe es bislang an der Fähigkeit zur Selbstkritik gefehlt. «Apple- und Firefox-Fans sind vielleicht fanatisch (...) Wikipedia-Fans sind auf einem religiösen Kreuzzug»,..."
- Heise News-Ticker: Wahnsinn siegt bei Wikipedia, (14.10.2005)
„Beim dritten Schreibwettbewerb der deutschsprachigen Wikipedia behielt der Wahnsinn die Oberhand: Nach zwei Wochen Beratung wählte die fünfköpfige Jury den Artikel über dieses Thema zum Sieger.“
- wienweb und Telepolis [20]: „Wikipedia wächst und wächst“, (8.10.2005)
„Das Projekt der Online-Enzyklopädie Wikipedia wächst mit beeindruckender Geschwindigkeit. Allein in den letzten drei Monaten kamen 50.000 neue Artikel dazu.“
- ORF: „Wer entscheidet, was wir wissen?“, (8.10.2005)
„In Kooperation mit Brockhaus wurde am Donnerstag das 20-bändige "ORF-Lexikon für Österreich" präsentiert. [...] "Eine Enzyklopädie duldet - streng genommen - überhaupt keine Auslassung", schrieb Denis Diderot [...] Daran gemessen kommt wohl Wikipedia eher dem enzyklopädischen Ideal nahe.“
- kobinet:
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