Suikoden

Suikoden (jap. 幻想水滸伝 Gensō Suikoden) ist der Name einer RPG-Serie von Konami.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Chronologie

Anmerkung: Die folgenden Chronologie ist nach dem Spieltitel und dem Erscheinungsdatum in den USA sowie in Europa sortiert.

  • Suikoden (PlayStation: Japan, 15. Dezember 1995; Nord-Amerika, 1996; Europa, April 1997)
  • Suikoden (Sega Saturn: Japan, 17. September 1998)
  • Suikoden (PC: Japan, 1998)
  • Suikoden II (PlayStation: Japan, 17. Dezember 1998; Nord-Amerika: 31. August 1999; Europa,28. Juli 2000)
  • Genso Suikoden II (PC: China, 2001)
  • Genso Suikogaiden Vol. 1 - Swordsman of Harmonia (PlayStation: Japan, 21. September 2000)
  • Genso Suikogaiden Vol. 2 - Duel At Crystal Valley (PlayStation: Japan, 22. März 2001)
  • Genso Suikoden Card Stories (Game Boy Advance: Japan, 13. September 2001)
  • Suikoden III (PlayStation 2: Japan, 11. Juli 2002; Nord-Amerika: 24. Oktober 2002)
  • Suikoden IV (PlayStation 2: Japan, 19. August 2004; Nord-Amerika, 11. Januar, 2005; Europa: 21. Februar 2005)
  • Suikoden Tactics (Playstation 2: Japan, 22. September 2005; Nord-Amerika, November 2005; Europa: 23. Februar 2006)

Suikoden Tactics trägt in Japan den Namen Rhapsodia.

  • Suikoden V (PlayStation 2: Japan, 23. Februar 2006; Nord-Amerika, 21. März 2006; Europa, 21. September 2006)
  • Suikoden I&II (PSP: Japan, 23. Februar 2006)

[Bearbeiten] Charakterisierung

Die ersten Titel der Reihe basieren lose auf einem der sogenannten vier klassischen Romane Die Räuber vom Liang-Schan-Moor und übernehmen mehrere Szenen daraus, ebenso wie die Idee der „108 Sterne des Schicksals“ – der Möglichkeit 108 Kämpfer rekrutieren zu können. In allen bisherigen Titeln dreht sich die Handlung um Politik, Intrigen und Revolution.

Von anderen Rollenspielen unterscheidet sich die Suikoden-Reihe durch die 108 Sterne des Schicksals, denn ein Großteil dieser 108 (für jeden Titel zum Großteil verschiedene) Charaktere ist spielbar, sowie einem Hauptquartier (zumeist einer alten Burg), das im Laufe des Spiels in Besitz gebracht wird und sich mit der Geschichte entwickelt. Außerdem gibt es neben den „normalen“ Kämpfen in der Gruppe auch noch Duelle und Schlachten. Anders als zum Beispiel bei den Final Fantasy-Titeln stehen bei Suikoden die einzelnen Titel historisch gesehen miteinander in Verbindung. Mehrere Charaktere tauchen in verschiedenen Titeln auf, die einzelnen Spiele spielen jedoch in immer anderen Gebieten eines fiktiven Kontinents.

Einen weiteren wichtigen Teil in der Handlung spielen die 27 wahren Runen. In jedem Teil war bisher immer mindestens eine Rune mit eingebunden. Im ersten Teil von Suikoden war dies die Rune über Leben und Tod, welche auch Souleater genannt wird oder als "the most cursed" Rune bezeichnet wird.

Im zweiten Teil der Serie spielen die beiden Teile der "Rune des Anfangs" eine sehr große Rolle, welche der Hauptprotagonist Riou und sein bester Freund Jowy erhalten. In Suikoden III werden die wahren Runen des Feuers, der Erde, der Luft, des Wassers und des Blitzes näher behandelt. Während Luc die „True Wind Rune“ und Hohepriester Sasarai die "True Earth Rune" tragen, sind die restlichen drei wahren elementaren Runen im Besitz der Protagonisten Hugo, Chris und Geddoe.

Die "Rune der Bestrafung", welche seinem Träger bei Benutzung immer mehr Lebensenergie entzieht, ist ein großer Bestandteil der Geschichte von Suikoden IV.

Im neusten Suikoden, Suikoden V, wird die „Sonnen Rune“ (engl. "Sun Rune") näher behandelt beziehungsweise dessen Ableger die "Morgenrot-Rune" und die "Zwielicht Rune". Die beiden Hauptcharaktere des Spiels, der Prinz von Falena und seine Leibwächterin Lyon, besitzen kurzzeitig diese aus der Sonnenrune entstandenen Runen, um den Frieden in ihrem Heimatland wiederherzustellen. Suikoden V ist in Europa am 21. September 2006 erschienen und stellt in den Augen vieler Fans nach dem häufig als schlecht bewerteten vierten Teil den guten Ruf der Serie wieder her. Das Kampfsystem und die Kameraperspektive erinnern wieder sehr stark an die ersten beiden Suikoden-Teile.

[Bearbeiten] Erfolg

Quellenangaben
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Waren die ersten beiden Teile der Reihe, teilweise bedingt durch die große Popularität der ihnen zugrundeliegenden Sage, trotz des technisch überholten Gewandes überraschend erfolgreich, konnten die weiteren Teile diesen Erfolg nicht wiederholen.

Suikoden III, der erste Serienteil in 3D-Grafik, wurde noch als innovativ aber dramaturgisch etwas schwächer als seine Vorgänger eingestuft und verkaufte sich insgesamt (377.729[1] Exemplare allein in Japan, 190.000 in den USA) noch gut. Allerdings wurde eine in Produktion befindliche PAL-Version kurzfristig eingestampft, da es Probleme mit der Übersetzung in verschiedene europäische Sprachen gegeben hatte. Konamis Firmenstrategie sah nur vollständig übersetzte Veröffentlichungen in ganz Europa vor; eine Veröffentlichung zumindest im Vereinten Königreich mit der vorhandenen amerikanischen Übersetzung wurde ebenfalls ausgeschlossen.

Suikoden IV, welches wieder weltweit erschien, stellte einen qualitativen und stilistischen Bruch in der Serie dar. Dramaturgie, Spielbarkeit, Grafik und Umfang wurden komplett erneuert, konnten aber trotz eines interessanten Grundkonzeptes nach einhelliger Meinung der Spieler nicht mit dem direkten Vorgänger, geschweige denn den ersten beiden Teilen mithalten. Das Spiel erhielt daraufhin durchweg mittelmäßige Wertungen. Der Verkaufserfolg war dementsprechend trotz des mittlerweile stark angewachsenen Marktes mit rund 310.000[2] Exemplaren in Japan schlechter als noch beim Vorgänger. Erst ein nachgereichtes Spin-off, ein Strategie-RPG namens Suikoden Tactics, vervollständigte Suikoden IV und erklärte fehlende Teile der Handlung.

Suikoden V wiederum versöhnte zumindest die Fans, konnte aber das beschädigte Image der Serie nicht wiederherstellen. Das Spiel orientierte sich sehr stark am beliebten Suikoden II, ohne jedoch dessen Genialität und Originalität zu erreichen. Die äußerst schlichte Optik, ein extrem niedriger Schwierigkeitsgrad und das sehr traditionelle Spielsystem verfehlten jedoch den Massenmarkt, und Suikoden V verkaufte sich trotz Budget-Preises in den USA und Europa weltweit sehr schlecht; so wurden in Japan nur 194.780[3] Exemplare verkauft, in den USA ungefähr 50.000.

Zwar haben verschiedene Entwickler der Suikoden-Reihe Interesse an einem sechsten Teil geäußert, allerdings gibt es bis heute keine Ankündigung und die Zukunft der Serie ist nach zwei Verkaufsflops fraglich.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.the-magicbox.com/Chart-BestSell2002.shtml
  2. http://www.vgchartz.com/games/game.php?id=2264
  3. http://www.creativeuncut.com/topsell06.html

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