Strafvollzugsarchiv

Das Strafvollzugsarchiv ist eine Institution zur Dokumentation von und Aufklärung über Recht und Rechtswirklichkeit in Gefängnissen. Es befasst sich mit

  • dem Sammeln von Gesetzesmaterialien, Gerichtsentscheidungen und Literatur
  • Forschungsarbeiten zum Gefängniswesen
  • der Publikation von Informationen über Gefängnisse
  • der Beratung von Gefangenen in Fragen des Vollzugsrechts
  • der Belieferung der Gefangenenzeitungen mit Rechtsinformationen.

Das Strafvollzugsarchiv wurde an der Universität Bremen im Zusammenhang mit den Arbeiten an der ersten Auflage des (Alternativ-) Kommentars zum Strafvollzugsgesetz (AK StVollzG) gegründet. Erster Mitarbeiter des Archivs war Denis Pécic, damals, als Lebenslänglicher, Freigänger aus dem Moritz-Liepmann-Haus in Hamburg und Mitautor des AK StVollzG. Ihm ist es zu verdanken, dass Kontakte zu den Gefangenenzeitungen hergestellt, sowie eine umfangreiche Korrespondenz mit einzelnen Gefangenen initiiert wurde (für Einzelheiten vgl. Johannes Feest, Strafvollzugsarchiv: Rückblick, Einblick, Ausblick, in: Burkhardt/Graebsch/Pollähne, Hrsg., Korrespondenzen in Sachen Strafvollzug, Rechtskulturen, Kriminalpolitik, Menschenrechte, Münster 2005, S. 276–286).

Seit dem 6. Februar 2006 existiert der eingetragene Verein Strafvollzugsarchiv e.V., dessen Ziel die „Erhaltung und Förderung der wissenschaftlichen Arbeit des Strafvollzugsarchivs an der Universität Bremen“ ist. Gegenwärtig werden die oben genannten Tätigkeiten des Archivs überwiegend ehrenamtlich durchgeführt.

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