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Schwedische Sprache

Schwedisch (svenska)

Gesprochen in

Schweden und Finnland
Sprecher 9 Millionen
Linguistische
Klassifikation
Offizieller Status
Amtssprache von Schweden (de facto), Finnland, EuropĂ€ische Union
Sprachcodes
ISO 639-1:

sv

ISO 639-2:

swe

SIL:

swe

Verbreitung der schwedischen Sprache
Verbreitung der schwedischen Sprache

Schwedisch (Eigenbezeichnung:  svenska ?/i) ist eine der skandinavischen Sprachen und gehört zu den germanischen Sprachen. Damit ist das Schwedische auch Teil der indogermanischen Sprachfamilie.

Schwedisch ist de facto die Amtssprache in Schweden sowie teilweise auch in Finnland. In Finnland legt ein Sprachgesetz fest, dass es auf nationaler Ebene eine gleichberechtigte Amtssprache neben Finnisch ist und auf kommunaler Ebene in Gemeinden mit einem gewissen schwedischsprachigen Bevölkerungsanteil alleine oder neben Finnisch Amtssprache ist. In Schweden ist der offizielle Status der schwedischen Sprache noch nicht durch ein Gesetz festgelegt. Die schwedische Regierung hat jedoch im MĂ€rz 2008 eine Gesetzesinitiative gestartet mit dem Ziel eines neuen Sprachgesetzes zum 1. Juli 2009. Dieses wĂŒrde Schwedisch auch offiziell zur Amtssprache in Schweden machen.

Schwedisch wird von etwa 8,5 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, von denen etwa 8 Millionen in Schweden und knapp 290.000 als finnlandschwedische Minderheit (5,5 % der Bevölkerung) in Finnland leben.

In Finnland gibt es in den Landschaften Uusimaa (Nyland) und ItĂ€-Uusimaa (Öster-Nyland) einige ĂŒberwiegend schwedischsprachige Gemeinden und in Pohjanmaa (Österbotten) sowohl einige ĂŒberwiegend schwedischsprachige als auch mehrere einsprachig schwedische Gemeinden. Die schwedischsprachigen Schulkinder in den einsprachig schwedischen und den zweisprachigen Gemeinden werden in ihrer Muttersprache unterrichtet. FĂŒr die finnischsprachigen Kinder ist Schwedisch ein Pflichtfach als Fremdsprache. In Turku (Åbo) befindet sich die einzige rein schwedischsprachige UniversitĂ€t Finnlands, die Åbo Akademi.

Die autonome Inselgruppe Åland ist die einzige offiziell einsprachige Region im sonst zweisprachigen Finnland: Hier wird nur Schwedisch gesprochen, und Finnisch ist in den Schulen nur ein Wahlfach (Englisch aber ein Pflichtfach). Das hier gesprochene ÅlĂ€ndisch, das dem Reichsschwedischen zugeordnet wird, weist EinflĂŒsse aus dem NorrlĂ€ndska und GutamĂ„l auf.

Von der ehemaligen schwedischsprachigen Volksgruppe in Estland, den so genannten Estlandschweden oder KĂŒstenschweden (Anfang der 1940er Jahre um 8.800), blieben seit ihrer Massenemigration nach Schweden wĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs fast nur Ă€ltere Menschen. In neuerer Zeit sind aber einige Estlandschweden zurĂŒckgekehrt, und heute wird Schwedisch in den Schulen der ehemals schwedischsprachigen Landesteile unterrichtet. Überdies wird Schwedisch von etwa einer Million Einwanderern in Schweden gesprochen.

Das frĂŒher auf Gotland gesprochene (heute nahezu ausgestorbene) Gutnisch oder GutamĂ„l gilt als eine eigenstĂ€ndige germanische Sprache. Es darf nicht mit GotlĂ€ndisch (gotlĂ€ndska) verwechselt werden, welches ein vom Gutnischen beeinflusster schwedischer Dialekt ist.

Die Sprachkennung nach der Norm ISO 639 ist sv (ISO 639-1) beziehungsweise swe (ISO 639-2).

Schweden können sich relativ problemlos mit Norwegern und (wenn jene sich MĂŒhe geben, deutlich zu sprechen) DĂ€nen unterhalten. Hierbei gibt es allerdings regionale Unterschiede. So verstehen die Schweden im SĂŒden, vor allem in Schonen, wegen der nahen Verwandtschaft ihres Dialekts mit dem DĂ€nischen die DĂ€nen relativ gut. Einwohner in Westschweden (beispielsweise in VĂ€rmland oder Dalarna) haben dagegen große Probleme mit dem DĂ€nischen, dafĂŒr aber kaum Schwierigkeiten mit dem Norwegischen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ursprung und Entwicklung

WĂ€hrend des Mittelalters unterlag die schwedische Sprache, genauso wie auch die norwegische Sprache, deutlichen EinflĂŒssen aus dem Mittelniederdeutschen der Hanse. In der Neuzeit kamen EinflĂŒsse des Hochdeutschen hinzu, teils durch den Handel mit den LĂ€ndern des deutschen Sprachraumes und dem Baltikum, teils durch den DreißigjĂ€hrigen Krieg und die daher zurĂŒckkehrenden Soldaten, welches besonders offensichtlich durch die vielen Lehnwörter im MilitĂ€rjargon wird. Doch auch die Dominanz der deutschen Sprache in manchen Wissenschaften prĂ€gte den schwedischen Wortschatz.

Umgekehrt hinterließ die schwedische Sprache wĂ€hrend der schwedischen Herrschaft ĂŒber Teile Norddeutschlands, im Raum Stade und Vorpommern deutliche EinflĂŒsse auf die niedersĂ€chsische Sprache und die ostniederdeutsche Sprache. Speziell das NordniedersĂ€chsische, Mecklenburgische und Westpommersche wurden stark davon beeinflusst.

[Bearbeiten] Alphabet

Das schwedische Alphabet besteht aus 29 Buchstaben. Das W kommt in Lehnwörtern vor und galt bis 2006 nicht als eigener Buchstabe, sondern als Schreibvariante des V. Nach dem Z folgen noch Å, Ä, Ö, die als eigenstĂ€ndige Buchstaben gezĂ€hlt werden und nicht wie im Deutschen als Varianten von A und O. Die schwedischen WörterbĂŒcher sind deswegen entsprechend geordnet und fĂŒr Deutsche anfĂ€nglich etwas verwirrend. So stehen z.B. garn und gĂ€rna nicht hintereinander, sondern mehrere Seiten weit auseinander.

[Bearbeiten] Phonologie

Das Schwedische zeichnet sich durch sein ausgeprĂ€gtes Vokalsystem aus. LĂ€nge und KĂŒrze der Vokale sind bedeutungsunterscheidend. In einer Silbe ist entweder der Vokal oder der auf den Vokal folgende Konsonant lang, die Verbindung von kurzem Vokal mit kurzem Konsonanten ist im Schwedischen unbekannt. Mit den Vokalen [ə], [ʉː] und [É”] besitzt das Schwedische drei Mittelzungenvokale.

[Bearbeiten] Vokale

Vokalphoneme in Standardschwedisch

[Bearbeiten] Konsonanten

Bilabial Labiodental Dental Alveolar Palatal Velar Glottal
Plosive p b t d k g
Approximanten v l r j h
Frikative f s ɕ ɧ
Vibranten
Nasale m n Ƌ

[Bearbeiten] Aussprache

[Bearbeiten] Allgemeine Ausspracheregeln

Diese Ausspracheregeln sind allgemeiner Art, es gibt immer einzelne Ausnahmen. Vokale werden vor einem einzelnen Konsonanten lang, vor zwei Konsonanten kurz ausgesprochen. Bei folgenden Buchstaben unterscheidet sich der Lautwert vom Deutschen:

Buchstabe Lautwert Beschreibung Beispiel
a [a] kurzes a wie in kalt  matt ?/i [matː] matt; flau
[ɑː] langes dunkles a  mat ?/i [mɑːt] Essen
e [ɛ] kurzes e wie in Bett  hell ?/i [hɛlː] Heil
[eː] langes e wie in Beet  hel ?/i [heːl] ganz
[ĂŠ] vor r als offener Ă€-Laut  herr ?/i [hĂŠrː] Herr
g [j] vor e, i, y, Ă€ und ö sowie nach l und r wie deutsches j gĂ€st [jɛst] Gast, Ă€lg [ɛlj] Elch
[g] sonst wie deutsches g  god ?/i [guːd] gut
k [ɕ] vor e, i, y, Ă€ und ö Ă€hnlich wie deutsches ch in ich kyrka [ˈɕyrˌka] Kirche
[k] sonst wie deutsches k  kon ?/i [kuːn] Kegel; Konus
o [ɔ] kurz meist wie o in offen  moll ?/i [mɔlː] Moll
[ʊ] teils wie u in und  bott ?/i [bʊt] gewohnt
[uː] lang meist wie u in Stuhl  fot ?/i [fuːt] Fuß
[oː] teils wie o in Ofen son [soːn] Sohn
r [r] gerolltes r  rov ?/i [ruːv] Raub
s [s] stets als stimmloses s wie in Hass  sot ?/i [suːt] Ruß
u [É”] Ă€hnlich einem zentralen im Mund gesprochenen, „geschlossenen“ o  full ?/i [fÉ”l] voll
[ʉː] zwischen deutschem u und ĂŒ  ful ?/i [fʉːl] hĂ€sslich
v [v] wie deutsches w  vĂ„t ?/i [voːt] nass
y [ʏ] Ă€hnlich wie deutsches ĂŒ in HĂŒtte  syll ?/i [sʏll] Schwelle
[yː] wie deutsches ĂŒ in HĂŒte  syl ?/i [syːl] Ahle
Ă„ [ɔ] wie o in offen  lĂ„ng ?/i [lɔƋː] lang; hoch
[oː] wie o in Ofen  mĂ„l ?/i [moːl] Ziel
Ă€ [ɛ] kurzes e wie in Bett  hĂ€ll ?/i [hɛlː] Platte; Steinplatte
[ɛː] langes offenes e wie in gĂ€hnen  hĂ€l ?/i [hɛːl] Ferse
[ĂŠ] vor r als offener Ă€-Laut  Ă€rt ?/i [Ă€Êˆ] Erbse
[Êː] vor r als langer offener Ă€-Laut  hĂ€r ?/i [hÊːr] hier; Heer
ö [Ɠ] wie ö in Hölle  nött ?/i [nƓtː] abgenutzt
[Þː] wie ö in Höhle  nöt ?/i [nÞːt] Nuss
[Ɠː] vor r als langes offenes ö  Ă¶ra ?/i [ˈƓːˌra] Ohr

Buchstabenverbindungen:

Buchstabenverbindung Lautwert Beschreibung Beispielwort
dj, gj, hj, lj [j] wie deutsches j djur [jʉːr] Tier, gjuta [ˈjʉːˌta] gießen, hjul [jʉːl] Rad, ljus [jʉːs] Licht
kj, tj [ɕ] zwischen dem deutschen ch in ich und sch  kjol ?/i [ɕuːl] Rock, tjuv [ɕʉːv] Dieb
rd, rl, rn, rs, rt [ɖ], [É­], [Éł], [ʂ], [ʈ] mit r verschmelzen diese Konsonanten zu einem retroflexen, also mit zurĂŒckgebogener Zungenspitze gesprochenem Laut bord [buːɖ] Tisch,  sorl ?/i [soːɭ] Gemurmel,  garn ?/i [gaÉł] Garn, först [fĆ“Ê‚t] erster, kort [kɔʈ] kurz
sch, sj, skj, stj, -sion, -tion [ɧ] Ă€hnlich einer gleichzeitigen Aussprache von dt. sch wie in rasch und dt. ch wie in Bach schack [ɧak] Schach, sjuk [ɧʉːk] krank, skjuta [ˈɧʉːta] schießen, stjĂ€rna [ˈɧéˌɳa] Stern, mission [miˈɧuːn] Mission, station [staˈɧuːn] Station
sk [ɧ] vor e, i, y, À, ö Àhnlich einer gleichzeitigen Aussprache von dt. sch wie in rasch und dt. ch wie in Bach skön [ɧÞːn] schön

[Bearbeiten] Betonung und Satzmelodie

Wie in den meisten europĂ€ischen Sprachen kann der Satzakzent verwendet werden, um Wörter hervorzuheben oder eine Frage auszudrĂŒcken.

Anders als beispielsweise im Deutschen oder im Englischen, wo es auf der Wortebene prinzipiell nur einen Druckakzent gibt, werden im Schwedischen Worte sowohl mit einem Druckakzent als auch mit einem melodischen Wortakzent gesprochen. Der Druckakzent ist (vereinfacht gesagt) die Betonung des Wortes, der melodische Wortakzent dagegen die Melodie, mit der das Wort ausgesprochen wird. Der Druckakzent unterscheidet z.B. Betonung von Silben in Wörtern:

Im Schwedischen gibt es zwei melodische Wortakzente: Akzent 1 (oder akut accent) und Akzent 2 (auch grav accent). Grob gesagt bezeichnet Akzent 1 eine „fallende“ Wortaussprache, Akzent 2 bezeichnet die fĂŒr den schwedischen „Singsang“ verantwortliche, auf der (in der Regel) zweiten Silbe eines Wortes nochmals kurz ansteigende Wortaussprache. Der fallende Akzent 1 entspricht quasi der Betonung im Deutschen. Ihn haben meist einsilbige Wörter (evtl. auch wenn sie durch Vor- oder Nachsilben erweitert sind) und Lehnwörter. Den musikalischen Akzent 2 haben die meisten einheimischen zweisilbigen oder mehrsilbigen Wörter, auch infolge von Zusammensetzung. Wie beim Druckakzent kann auch der melodische Wortakzent im Schwedischen distinktiv, d.h. bedeutungsunterscheidend, sein:

Hierbei unterscheiden sich folgende TonhöhenverlĂ€ufe: Beim ersten Beispielwort liegt der Hauptdruck auf der ersten Silbe, die zweite Silbe hat eine niedrigere Tonhöhe und einen geringeren Druck (vgl. z.B. im Deutschen die unterschiedliche Aussprache von ‚heute’ als Aussage und als Frage: heute! vs. heute?). Beim zweiten Beispielwort besitzt die erste Silbe den Hauptdruck, die Tonhöhe sinkt dabei, jedoch steigt die Tonhöhe auf der zweiten Silbe wieder an. Der melodische Wortakzent, den es auch im Norwegischen gibt, variiert bisweilen regional: wenn mehr als zwei Silben vorhanden sind, steigt der Ton dann je nach Dialekt an unterschiedlichere Stelle wieder an. Ähnliche prosodische Merkmale auf der Wortebene kommen auch in oberdeutschen Dialekten vor: Schweizerdeutsche Regiolekte weisen z.B. charakteristische Wortmelodien auf, Ă€hnlich denen des schwedischen „Singsang“.

GegenĂŒber den eindeutigen Tonsprachen, in denen die Silbentonhöhe auf der Ebene der Wortbedeutung unterscheidend ist, ist der variable Tonhöhenverlauf in der schwedischen Sprache auch auf der Satzebene pragmatisch distinktiv, sprich, er bestimmt, ob es sich bei einem Satz um eine Frage, eine Aussage oder einen Befehl handelt.

Siehe auch: Akzente in den skandinavischen Sprachen

[Bearbeiten] Dialekte

Schwedische Dialekte
Schwedische Dialekte
  • NorrlĂ€ndska mĂ„l — Norrland
1. Överkalix, Norrbotten; junge Frau
2. BurtrÀsk, VÀsterbotten; alte Frau
3. AspÄs, JÀmtland; junge Frau
4. FĂ€rila, HĂ€lsingland; alter Mann
5. Älvdalen, Dalarna; alte Frau
6. GrÀsö, Uppland; alter Mann
7. Sorunda, Södermanland; junger Mann
8. Köla, VÀrmland junge Frau
9. Viby, NĂ€rke; alter Mann
  • GotlĂ€ndska mĂ„l — Gotland
10. Sproge, Gotland; junge Frau
11. NĂ€rpes, Österbotten; junge Frau
12. DragsfjĂ€rd, Åboland; alter Mann
13. BorgÄ, Nyland; junger Mann
14. Orust, BohuslÀn; alter Mann
15. Floby, VÀstergötland; alte Frau
16. Rimforsa, Östergötland; alte Frau
17. Årstad-Hedberg, Halland; junger Mann
18. Stenberga, SmÄland; junge Frau
19. JÀmshög, Blekinge; alte Frau
20. Bara, SkÄne; alter Mann
20. Norra Rorum, SkÄne; Jugendlicher

[Bearbeiten] Grammatik

[Bearbeiten] Wortarten

Im Schwedischen gibt es – abhĂ€ngig von theoretischen Positionen – bis zu 15 Wortarten. Die Wortarten, die in den meisten schwedischen Grammatiken vorkommen, sind: Verb, Substantiv, Adjektiv, Pronomen, Adverb, Numerale, PrĂ€position, Konjunktion/Subjunktion und Interjektion. DarĂŒber hinaus definieren manche Grammatiken auch Eigennamen, die Infinitivpartikel att, Partizipien (Svenska Akademiens Grammatik) sowie Artikel und Verbpartikel als eigene Wortarten im Schwedischen.

[Bearbeiten] Verben

Verben werden in Bezug auf die Kategorien Tempus (PrÀsens, PrÀteritum), Modus (Indikativ, Konjunktiv und Imperativ) und Diathese (Aktiv, Passiv) flektiert.

Finite Verbformen des Schwedischen sind PrÀsens Indikativ, PrÀsens Konjunktiv, PrÀteritum Indikativ, PrÀteritum Konjunktiv und Imperativ. Infinite Verbformen des Schwedischen sind Infinitiv, Supinum, Partizip PrÀsens und Partizip Perfekt.

Die Verben werden nach ihren Stammformen in vier Konjugationsklassen eingeteilt: Die Klassen 1–3 umfassen schwache Verben:

Gruppe Infinitiv PrÀteritum Supinum Partizip Perfekt ErklÀrung
1 ropa ropade ropat ropad Schwache Verben, deren Stamm auf unbetontes -a endet
2
ringa
löpa
vÀlja
ringde
löpte
valde
ringt
löpt
valt
ringd
löpt
vald
Schwache Verben, deren Stamm auf Konsonant endet
3 tro trodde trott trodd Schwache Verben, deren Stamm auf langen, betonten Vokal endet

Die Klasse 4 umfasst starke Verben, deren Stammformen durch einen Vokalwechsel (Ablaut) geprĂ€gt sind:

Gruppe Infinitiv PrÀteritum Supinum Partizip Perfekt ErklÀrung
4
Ă€ta
binda
falla
skriva
Ät
band
föll
skrev
Ă€tit
bundit
fallit
skrivit
Ă€ten
bunden
fallen
skriven
Beispiele fĂŒr einige Ablautklassen

DarĂŒber hinaus gibt es unregelmĂ€ĂŸige Verben, die keiner der Klassen zugerechnet werden, wie z.B. dö – dog – dött – Ø; se – sĂ„g – sett – sedd u.a.

[Bearbeiten] Tempus

Die finiten Tempusformen des Verbs sind PrĂ€sens und PrĂ€teritum. Weitere Tempusformen (Perfekt, Plusquamperfekt, Futur I und Futur II) werden mittels Zusammensetzungen von Hilfsverben und infiniten Verbformen gebildet.

  • Das PrĂ€sens wird auf drei Arten gebildet:
    • bei Verben, deren Wortstamm auf einen Vokal endet, durch das Suffix -r (Bsp.: tro-r)
    • bei Verben, deren Wortstamm auf einen Konsonanten endet, durch die Suffixe -ar oder -er. Hierbei gibt es GesetzmĂ€ĂŸigkeiten, die einem das Finden der richtigen PrĂ€sensendung erleichtern können. So haben starke Verben, deren Wortstamm auf einen Konsonant endet, grundsĂ€tzlich das Suffix -er (Bsp.: Ă€t-er, drick-er). Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ein Verb, dass im PrĂ€sens das Suffix -ar erhĂ€lt, kein starkes Verb sein kann, also regelmĂ€ĂŸig flektiert wird. (Bsp.:rop-ar, tal-ar, vis-ar). Die Zahl der Ausnahmen von dieser Regel ist vernachlĂ€ssigbar gering. FĂŒr das Suffix -er gilt allerdings, dass man aus ihm keine Aussage ĂŒber die Verbgruppe ableiten kann. Verben mit dem PrĂ€sens-Suffix -er können sowohl stark als auch schwach sein. (Bsp.: ring-er, köp-er, aber auch vĂ€lj-er, Ă€t-er).
    • bei einigen wenigen Verben, deren Wortstamm auf -r endet, ist das PrĂ€sens mit dem Wortstamm identisch. Das PrĂ€sens wird also durch einfachen Wegfall des Infinitiv-a gebildet. (Bsp.: hör von höra oder gör von göra).
  • Das PrĂ€teritum wird gebildet:
    • in der ersten Konjugationsklasse durch das Suffix -ade: ropade
    • in der zweiten Konjugationsklasse
      • durch das Suffix -de, wenn der Verbstamm auf stimmhaften Konsonanten endet: ringde
      • durch das Suffix -te, wenn der Verbstamm auf stimmlosen Konsonanten endet: köpte
      • dabei ist Aufhebung eines ursprĂŒnglichen Umlauts möglich: valde
    • in der dritten Konjugationsklasse durch das Suffix -dde: trodde
    • in der vierten Konjugationsklasse durch Ablaut ohne Suffix: Ă„t, band, föll, skrev u.a.
  • Das Perfekt wird durch die Kombination des Hilfsverbs ha (im PrĂ€sens) mit dem Supinum gebildet. Die Bildung des Supinums orientiert sich dabei wieder an den Konjugationsklassen:
    • in der ersten Konjugationsklasse durch AnhĂ€ngen von -at an den Wortstamm (Bsp.: har rop-at)
    • in der zweiten Konjugationsklasse durch AnhĂ€ngen von -t an den Wortstamm (Bsp.: har ring-t)
    • in der dritten Konjugationsklasse durch AnhĂ€ngen von -tt an den Wortstamm (Bsp.: har tro-tt)
    • in der vierten Konjugationsklasse durch AnhĂ€ngen von -it an den (allerdings je nach Ablautklasse verĂ€nderten) Wortstamm (Bsp.: har druck-it)
  • Das Plusquamperfekt wird durch die Kombination des Auxiliarverbs ha (im PrĂ€teritum) mit dem Supinum gebildet.
  • Das Futur I wird durch eine Kombination der Hilfsverben ska oder komma att (im PrĂ€sens) mit dem Infinitiv gebildet: ska/kommer att ropa/ringa/köpa/vĂ€lja/Ă€ta
  • Das Futur II wird durch eine Kombination der Hilfsverben ska oder komma att (im PrĂ€sens) mit dem Infinitiv des Hilfsverbs ha und dem Supinum des Vollverbs gebildet: ska/kommer att ha ropat/ringt/köpt/valt/Ă€tit

Zu beachten ist, dass sich die Verwendung des PrĂ€teritums und des Perfekts grundsĂ€tzlich vom Deutschen unterscheidet. WĂ€hrend in der deutschen Umgangssprache das Perfekt eine absolut dominierende Rolle spielt und das PrĂ€teritum fast verdrĂ€ngt hat, so gibt es im Schwedischen noch ziemlich genaue Regeln dafĂŒr, wann welches Tempus verwendet wird. So wird bei einer eindeutigen Zeitangabe in der Vergangenenheit (z.B. gestern oder am vergangenen Sonntag) immer die Verbform PrĂ€teritum verwendet (Bsp.: IgĂ„r köpte jag en banan. = Gestern kaufte ich eine Banane.).

[Bearbeiten] Modus

Das Schwedische kennt drei Modusformen: Indikativ, Imperativ und Konjunktiv.

Der Imperativ hat zwei Verbformen:

  • Bei Verben, die im Indikativ PrĂ€sens auf -ar oder -r enden, ist der Imperativ identisch mit dem Infinitiv: ropa, tro, gĂ„
  • Bei Verben, die im Indikativ PrĂ€sens auf -er enden, entspricht der Imperativ dem Wortstamm: ring, köp, vĂ€lj, Ă€t.

Der Konjunktiv hat zwei Stammformen (Konjunktiv PrÀsens und Konjunktiv PrÀteritum), die aber nur bei wenigen Verben vorkommen.

  • Konjunktiv PrĂ€sens kommt heute nur in idiomatischen Wendungen und in der liturgischen Sprache der Kirche vor, z.B. Leve konungen! (Es lebe der König!); Gud give att inget hĂ€nder (Gott gebe, dass nichts passiert); Herren vĂ€lsigne dig (Der Herr segne dich).
  • Konjunktiv PrĂ€teritum gibt es bei Modalverben sowie beim Verb vara (vore). Ansonsten wird anstelle des Konjunktivs PrĂ€teritum der Indikativ PrĂ€teritum oder die Kombination des Hilfsverbs skulle (=Konjunktiv von ska) mit dem Infinitiv verwendet. Die Umschreibung mit skulle + Infinitiv wird manchmal als eigener Modus (Konditionalis) betrachtet.

[Bearbeiten] Diathese

Das Schwedische kennt zwei Formen der Diathese: Aktiv (siehe oben) und Passiv.

Passiv

Wie im Deutschen sind auch im Schwedischen viele transitive Verben passivfÀhig.

FĂŒr die Bildung des Passivs gibt es zwei Möglichkeiten. Die hĂ€ufiger benutzte Form wird durch HinzufĂŒgung der Endung -s beim Hauptverb erzeugt, die weniger frequente Form wird mit Hilfe des passivbildenden Hilfsverbs bli(va) konstruiert. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, fĂŒr das Passiv eine Ersatzform mit „vara“ zu benutzen.

Beispiele in verschiedenen Tempora:

  • Das Kind isst den Apfel. Barnet Ă€ter Ă€pplet.
  • Der Apfel wird von dem Kind gegessen. Äpplet Ă€ts av barnet.
  • Das Kind hat den Apfel gegessen. Barnet har Ă€tit Ă€pplet.
  • Der Apfel ist von dem Kind gegessen worden. Äpplet har Ă€tits av barnet.
  • Das Kind hatte den Apfel gegessen. Barnet hade Ă€tit Ă€pplet.
  • Der Apfel war von dem Kind gegessen worden. Äpplet hade Ă€tits av barnet.
  • Das Kind wird den Apfel essen. Barnet kommer att Ă€ta Ă€pplet.
  • Der Apfel wird von dem Kind gegessen werden. Äpplet kommer att Ă€tas av barnet.
  • Das Kind wird den Apfel gegessen haben. Barnet kommer att ha Ă€tit Ă€pplet.
  • Der Apfel wird von dem Kind gegessen worden sein. Äpplet kommer att ha Ă€tits av barnet.

Beispiele mit „bli(va)“

  • Äpplet blir Ă€tet av barnet.
  • Äpplet har blivit Ă€tet av barnet.
  • Äpplet blev Ă€tet av barnet.
  • Äpplet hade blivit Ă€tet av barnet.
  • Äpplet kommer att bli Ă€tet av barnet.
  • Äpplet kommer att ha blivit Ă€tet av barnet.

Die Ersatzkonstruktion mit bliva + Partizip Perfekt betont die den Ablauf der Handlung. Da das Partizip Perfekt (PP) in den oben genannten BeispielsÀtzen adjektivisch gebraucht wird, muss es wie ein Adjektiv an das korrespondierende Nomen angepasst werden.

  • Maten blev Ă€ten.
  • Äpplet blev Ă€tet.
  • Äpplena blev Ă€tna.

Eine weitere Ersatzmöglichkeit fĂŒr das Passiv ist die Konstruktion vara + PP, die mehr das Ergebnis einer Handlung betont

Beispiel mit „vara“

Das Auto war repariert, als wir zurĂŒckkamen. – Bilen var reparerad, nĂ€r vi kom tilbaka

Bei Verben mit zwei Objekten (bitranistive Verben) können beide Objekte zum Subjekt des Passivsatzes werden, z.B.:

  • Akademien tilldelade författaren ett stipendium.

> Författaren tilldelades ett stipendium av akademien. oder

> Ett stipendium tilldelades författaren av akademien.

Nichtpassivische Verwendung der s-Form des Verbs

Die s-Form des Verbs wird nicht nur im Passiv verwendet, sondern auch in anderen ZusammenhÀngen:

  • um eine reflexive Bedeutung auszudrĂŒcken, z.B.
    • upprepas sich wiederholen
    • förĂ€ndras sich verĂ€ndern
  • oder eine reziproke (gegenseitige) Bedeutung, z.B.
    • skiljas sich scheiden lassen
    • trĂ€ffas sich treffen
  • oder die gemeinsame unterliegende Bedeutung von „jemandem immer einen Schaden zufĂŒgen“, z.B.
    • bitas beißen, bissig sein
    • retas necken, Ă€rgern
    • knuffas drĂ€ngeln

Verba Deponentia

Im Schwedischen existiert eine Reihe von Deponentia, das heißt Verben, die ausschließlich in s-Form auftreten, aber keinen Passiv ausdrĂŒcken. Einige Beispiele:

  • andas atmen
  • hoppas hoffen
  • trivas sich wohlfĂŒhlen
  • skĂ€mmas sich schĂ€men
  • svettas schwitzen
  • vĂ€snas lĂ€rmen
  • Ă„ldras (sichtbar) Ă€lter werden, altern
  • finnas vorhanden sein, geben (es gibt: det finns)

[Bearbeiten] Substantive

[Bearbeiten] Genus

Bei den Substantiven muss zunÀchst zwischen Utrum (en-Wörtern) und Neutrum (ett-Wörtern) unterschieden werden.

Beispiele:

en bÄt ein Boot
en hÀst ein Pferd
ett hus ein Haus
ett djur ein Tier

Dabei werden schwedische Substantive meist frei eingeteilt, man kann also nicht durch logisches Geschlecht (Sexus) oder spezifische Endungen einteilen, welchem Genus ein Substantiv angehört.
Als Faustregel gilt: Ein einzelnes, lebendes Individuum ist Utrum (Ausnahme z.B.: ett lejon – ein Löwe). (Diese Regel gilt nicht andersherum!)

Beispiele:

Individuum Sammelbegriff
en hÀst - ein Pferd ett djur- ein Tier
en björk - eine Birke ett trÀd - ein Baum


[Bearbeiten] Bestimmte Form – Unbestimmte Form

Substantive können in unbestimmter und bestimmter Form auftreten. Im Gegensatz zum Deutschen werden die Artikel bei der bestimmten Form nicht vorangestellt, sondern als Suffix an das Substantiv angehÀngt:

Beispiele:

bÄten das Boot
hÀsten das Pferd
huset das Haus
djuret das Tier

Dabei kann es allerdings zu nötigen Anpassungen kommen, welche den Klang beeinflussen, beispielsweise bei „en lĂ€rare“, wo das Suffix (-en) durch den Vokal auf -n beschrĂ€nkt wird, wodurch „lĂ€raren“ entsteht, wobei gleichgĂŒltig ist, welcher Vokal die Endung bildet. So wird auch aus „ett piano“ mit dem Suffix -t „pianot“.

[Bearbeiten] Plural
Gruppe Singular unbestimmt Singular bestimmt Plural unbestimmt Plural bestimmt ErklÀrung
1 en lampa lampan lampor lamporna En-Wörter, die auf -a enden
2
en pojke
en bil
pojken
bilen
pojkar
bilar
pojkarna
bilarna
En-Wörter, die auf -e oder Konsonant enden.
Die grĂ¶ĂŸte Gruppe.
3
en gÀst
en son
en telefĂłn*
ett land
gÀsten
sonen
telefĂłnen
landet
gÀster
söner
telefĂłner
lÀnder
gÀsterna
sönerna
telefĂłnerna
lÀnderna
En-Wörter, die auf Konsonant enden
En-Wörter, die den Stammvokal umlauten
En-Wörter, auf der letzten Silbe betont
Ett-Wörter, die den Stammvokal umlauten
4 ett stÀlle stÀllet stÀllen stÀllena Ett-Wörter, die mit einem Vokal enden
5
ett hus
en lÀrare
huset
lÀraren
hus
lÀrare
husen
lÀrarna
Ett-Wörter, die mit einem Konsonant enden
En-Wörter, die auf -are, -iker oder -ier enden


* en telefon: Der Akzent in der Tabelle dient nur zur Veranschaulichung der Betonung. Beachte, dass die Betonung immer auf der selben Silbe bleibt!

Besonderheiten

Endet ein En-Wort auf unbetontes -el und -en dann fÀllt das -e- in den anderen Formen weg.
Endet ein En-Wort auf unbetontes -er dann fÀllt das -e- im Plural weg.

en cykel - cykeln - cyklar - cyklarna
en faster - fastern - fastrar - fastrarna

Einige wenige Wörter lassen sich in keine der oben genannten fĂŒnf Gruppen einordnen.
Das hĂ€ufigste dĂŒrfte „Mann“ sein: en man - mannen - mĂ€n - mĂ€nnen

[Bearbeiten] Genitiv

Das heutige Schwedische kennt - Ă€hnlich wie das Englische - mit der Ausnahme des Genitivs keine Kasusflexion mehr. Die syntaktische Stellung der Nomina im Satz wird also nur noch durch die Wortstellung oder durch PrĂ€positionen ausgedrĂŒckt.

Der Genitiv wird durch einfaches AnfĂŒgen des Suffixes -s gebildet, das allerdings entfĂ€llt, wenn das Substantiv bereits auf -s endet. Nach dem Genitiv steht das Substantiv, welches in Relation steht, immer in der unbestimmten Form.

Beispiel:

Karin Ă€r hans kusin. Karin ist seine Cousine. („han“ („er“) mit dem Suffix -s)
Lars Àr Hans far. Lars ist Hans' Vater. (Vorsicht vor Verwechselungen hierbei!)
Hans Àr Lars son. Hans ist Lars' Sohn. (Vorsicht, denn obwohl rs als sch gesprochen wird, wird kein -s angehÀngt!)

[Bearbeiten] Possessivpronomen

Das Possessivpronomen ist der Genitiv des Personalpronomen; es bezeichnet den Besitzer einer Sache. Das Schwedische unterscheidet eine reflexive und eine nicht reflexive Form des Possessivpronomens.

[Bearbeiten] Nicht-reflexive Formen

Das Possessivpronomen muss an das Genus des Wortes, auf das es sich bezieht, angeglichen werden.

mein min bil mitt hus mina bilar, mina hus
dein din bil ditt hus dina bilar, dina hus
sein hans bil hans hus hans bilar, hans hus
ihr hennes bil hennes hus hennes bilar, hennes hus
unser vÄr bil vÄrt hus vÄra bilar, vÄra hus
euer er bil ert hus era bilar, era hus
ihr (deren) deras bil deras hus deras bilar, deras hus

FĂŒr die Personalpronomen den und det gibt es ebenfalls ein Possessivpronomen: dess. Diese Form wird im Alltagsgebrauch aber eher nicht benutzt.

Regel:

  • Possessivpronomen der 3. Person Singular oder Plural (hans, hennes, dess, deras) werden nicht verĂ€ndert.
  • Possessivpronomen der 1. und 2. Person Singular und Plural (min, din, sin und vĂ„r, er) werden ersetzt durch mitt, ditt, sitt und vĂ„rt, ert wenn sie sich auf ett-Wörter beziehen, bzw. durch mina, dina, sina und vĂ„ra, era wenn sie sich auf im Plural stehende Substantive (en und ett) beziehen.

(NB: Die schwedische Modehauskette Hennes & Mauritz hat ihren Namen von einem DamenmodegeschĂ€ft namens „Hennes“ (dt: ~FĂŒr Sie) in VĂ€sterĂ„s, das im Jahr 1968 das Stockholmer Jagd- und WaffengeschĂ€ft von Mauritz Widforss aufkaufte, um zukĂŒnftig auch Herrenbekleidung zu verkaufen)

[Bearbeiten] Reflexive Formen

FĂŒr die 3. Person (sowohl Singular als auch Plural) gibt es im Schwedischen darĂŒber hinaus noch ein reflexives Possessivpronomen:

sein/ihr/deren (eigenes) sin bil sitt hus sina bilar, sina hus

Diese Form wird benutzt, wenn das Possessivpronomen beim Objekt eines Satzes steht und der Besitzer Subjekt des Satzes ist. Es lĂ€sst sich im Deutschen am besten mit der/die/das eigene ĂŒbersetzen.

Beispiele:
Han kommer med sin son. Er kommt mit seinem Sohn. (dem eigenen!)
Han kommer med hans son. Er kommt mit seinem Sohn. (dem des Freundes z.B.)

Hon kommer med sitt barn. Sie kommt mit ihrem Kind. (dem eigenen!)
Hon kommer med hennes barn. Sie kommt mit ihrem Kind. (dem der Freundin z.B.)

Beachte! Das reflexive Possessivpronomen sin/sitt/sina steht niemals zusammen mit dem Subjekt!

Beispiele
Han kommer med sin fru. Er kommt mit seiner Frau. (der „eigenen“)
Han och hans fru kommer inte idag. Er und seine Frau kommen heute nicht. („Er und seine Frau“ sind doppeltes Subjekt des Satzes)

Jag kÀnner Sven och hans bror. Ich kenne Sven und seinen Bruder
Hans bror arbetar i Lund. Sein Bruder arbeitet in Lund

[Bearbeiten] Alleinstehende Possessivpronomen

Wie auch im Deutschen können Possessivpronomen alleine stehen, ohne dass ihnen ein Subjekt folgt.

Beispiele:
Om du behöver en bÄt, kan du fÄ lÄna min.
Wenn du ein Boot brauchst kannst du meines leihen.

Har du en cigarett till mig? Jag glömde mina.
Hast du eine Zigarette fĂŒr mich? Ich habe meine vergessen.

Per lÄnade Olav sin bÄt. Hans var trasig.
Per lieh Olav sein (eigenes) Boot, Seines (Olavs) war kaputt

[Bearbeiten] Adjektive

[Bearbeiten] Deklination

Die Beugung von Adjektiven in der unbestimmten Form verhĂ€lt sich sehr einfach, ist jedoch mit Ausnahmen gespickt. GemĂ€ĂŸ der Regel werden Adjektive, die sich auf ein Utrum-Substantiv im Singular beziehen, nicht flektiert.

Im Deutschen werden Adjektive nur dekliniert, wenn sie als Attribute benutzt werden. Ein wichtiger kontrastiver Unterschied zum Deutschen besteht darin, dass im Schwedischen Adjektive auch dekliniert werden mĂŒssen, wenn sie prĂ€dikativ benutzt werden. Das macht sich auch bei der Passivbildung (siehe oben) bemerkbar.

Beispiele:

Det Ă€r en stor bil. Das ist ein großes Auto.
Det Àr en ny jacka. Das ist eine neue Jacke. (IrregulÀre Form bei neutralen Substantiven! Siehe unten)

Adjektive, die sich auf ein neutrales Substantiv beziehen, erhalten das Suffix -t in der unbestimmten Form.

Beispiele:

Hon bor i ett stort hus. Sie wohnt in einem großen Haus.
Jag har ett nytt jobb. Ich habe eine neue Arbeit(sstelle). (IrregulÀre Form! Siehe unten)

Bezieht sich das Adjektiv auf eine Pluralform, ob bestimmt oder unbestimmt, wird dem Adjektiv der Suffix -a zuteil.

Beispiele:

Gustav berÀttade mÄnga roliga historier. Gustav erzÀhlte viele lustige Geschichten.
Jag kan aldrig svara pÄ svÄra frÄgor. Ich kann nie schwere Fragen beantworten.

Doch, wie gesagt, existieren irregulÀre Formen bei der Deklination von Adjektiven, die sich auf ein singulÀres, unbestimmtes, neutrales Substantiv beziehen.

IrregulÀre Formen:

Utrum Neutrum Plural GesetzmĂ€ĂŸigkeit
en ny jacka ett nytt jobb flera nya jackor (jobb) Nach einem Vokal folgt ein Doppel-t in der neutralen, unbestimmten Form.
en röd bil ett rött hus flera röda hus (bilar) Wenn ein Adjektiv auf -d endet, wird daraus ein Doppel-t in der neutralen, unbestimmten Form.
en vit bil ett vitt hus flera vita bilar (hus) Wenn ein Adjektiv auf -t endet, wird daraus ein Doppel-t in der neutralen, unbestimmten Form.
en svart bil ett svart bord flera svarta bilar (bord) Wenn ein Adjektiv auf -rt endet, bleibt jenes -rt bestehen.
en hÄrd sÀng ett hÄrt paket flera hÄrda sÀngar (paket) Wenn ein Adjektiv auf -rd endet, wird daraus ein -rt in der neutralen, unbestimmten Form.
en rund boll ett runt bord flera runda bollar (bord) Wenn ein Adjektiv auf -nd endet, wird daraus ein -nt in der neutralen, unbestimmten Form.
en mogen tomat ett moget Àpple flera mogna bananer (Àpplen) Wenn ein Adjektiv auf -en endet, wird daraus ein -et in der neutralen, unbestimmten Form und das unbetonte -e- verschwindet im Plural.
en enkel frÄga ett enkelt mattetal flera enkla frÄgor (mattetal) Siehe unteres Beispiel!
en vacker dag ett vackert tyg flera vackra dagar (tyger) Wenn ein Adjektiv auf -el oder -er endet, wird daran ein -t gehÀngt in der neutralen, unbestimmten Form, und das unbetonte -e- verschwindet im Plural.

Die Beugung der Adjektive in der bestimmten Form ist weit regelmĂ€ĂŸiger und einfacher. In der bestimmten Form wird das Suffix -a (man erinnere sich an den Plural) angehĂ€ngt. Wenn das Substantiv eine mĂ€nnliche Person oder ein mĂ€nnliches Tier ist, kann im Singular statt des -a auch ein -e angehĂ€ngt werden.

Beispiele:

Singular Plural
den gröna bilen de gröna bilarna
det gröna Àpplet de gröna Àpplena
den gröne mannen de gröna mÀnnen

Dabei mĂŒssen die bestimmten (oder demonstrativen) Artikel immer zusĂ€tzlich zu dem an das Substantiv angehĂ€ngten bestimmten Artikel vorhanden sein, da sich das Adjektiv direkt vor das bestimmte Substantiv stellt.

Außerdem enden Adjektive immer auf -a in folgenden FĂ€llen:

Nach allen Possessivpronomen (min, din, hans etc.)

min gröna bil mein grĂŒnes Auto mina gröna bilar meine grĂŒnen Autos
mitt gula Ă€pple mein gelber Apfel mina gula Ă€pplen meine gelben Äpfel

Nach allen Genitivformen:

Eriks fina bil Eriks schönes Auto Perssons fina bilar Perssons schöne Autos
Pojkens gula Àpple des Jungen gelber Apfel Flickornas röda rosor der MÀdchen rote Rosen

Auch in der bestimmten Form existieren allerdings irregulĂ€re Formen, doch nur bei den Adjektiven „liten“ („klein“) und „gammal“ („alt“):

Unbestimmte Form Bestimmte Form
liten en liten flicka
ett litet hus

flera smÄ barn
den lilla flickan
det lilla huset
de smÄ barnen
gammal en gammal bil
ett gammalt hus
flera gamla bilar
den gamla bilen
det gamla huset
de gamla bilarna

PrÀdikative Verwendung

  • Das Auto ist rostig. Bilen Ă€r rostig.
  • Die Autos sind rostig. Bilarna Ă€r rostiga.
  • Froh ging er in die Stadt. Glad gick han till stan.
  • Froh gingen sie in die Stadt. Glada gick de till stan.

[Bearbeiten] Komparation

Das Schwedische kennt in der Komparation die gleichen Stufen wie die deutsche Sprache, also Positiv, Komparativ und Superlativ. Den Elativ mit „zu“ bildet die schwedische Sprache mit „för“. Man kann fĂŒr die Komparation fĂŒnf RegelmĂ€ĂŸigkeiten aufstellen:

Positiv Komparativ Superlativ Elativ
Regel A glad gladare gladast för glad
Regel