Ringstraße

Als Ringstraße wird im Allgemeinen eine Straße bezeichnet, die annähernd ringförmig um einen Stadt- oder Ortskern führt, und die alte Kernstadt im Kreis ihrer Vorstädte widerspiegelt. Erweitert bezieht sich der Begriff auf weitere Außenringe außerhalb des moderneren Stadtzentrums.

[Bearbeiten] Historische Ringstraßen

Im 19. Jahrhundert entstanden Ringstraßen häufig an Stelle ehemaliger Stadtbefestigungen, die aufgrund des urbanen Wachstumsprozesses der Stadt obsolet geworden waren und als Verkehrshindernis galten. Der entsprechende französische Name Boulevard verweist etymologisch auf das deutsche Wort Bollwerk.

Die bekanntesten Ringstraßen dieser Form sind:

Weitere im 19. Jahrhundert entstandene Ringstraßen gibt es unter anderem in folgenden und in zahlreichen anderen Städten.

[Bearbeiten] Ringautobahnen und andere Außenringe

Eine modernere Variante der Ringstraße ist die Ringautobahn, die eine Stadt oder ein Ballungsgebiet in einem größeren Radius weiträumig umschließt. Bekannt sind u. a.:

Eine besondere Ringstraße ist der Hringvegur, die Hauptverkehrsverbindung in Island. Sie verläuft rund um die Insel und hat eine Gesamtlänge von 1339 km.

Heutzutage werden des Weiteren zahlreiche kleinere bzw. Anwohnerstraßen Ringstraße benannt, wie etwa die zu Zeiten der DDR entstandene Ringstraße Templin.

Als Ringstraße bezeichnet man auch den bundesstraßenähnlichen Weg rund um Island (auf der Insel ist das Innere unbewohnbar). Die isländische Bezeichnung ist eine wörtliche Übersetzung: Hringvegur.

[Bearbeiten] Siehe auch


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