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Reclams LiedführerDer Reclams Liedführer ist – trotz seines Umfanges von 1.024 Seiten – ein handlicher Musikführer, der erstmals 1973 vom Verlag Philipp Reclam jun. in Stuttgart herausgegeben wurde. Er widmet sich dem künstlerischen Solo-Lied und seiner „epischen Schwester“, der Ballade. Der Liedführer ist nach Stilbereichen, Ländern und Komponisten geordnet. Die 4., durchgesehene Auflage dieses von Werner Oehlmann verfassten Werkes ist 1993 erschienen. Die nachfolgenden Aussagen beziehen sich auf diese 4. Auflage. [Bearbeiten] Aufbau/InhaltDer Band enthält auf 1.024 Seiten einen Einleitungsteil, den Lexikonteil und einen Anhang. Der Einleitungsteil (S. 5–17) besteht aus dem Vorwort und einer Einleitung. In seinem Vorwort schreibt Werner Oehlmann u. a.: „Der Liedführer behandelt das solistische Kunstlied von seinen mittelalterlichen Anfängen bis zur Gegenwart. Er will dem Sänger sowie dem Konzert- und Rundfunkhörer einen Überblick über die europäische Liedliteratur verschaffen ...“ Der Lexikonteil (S. 19–920) ist untergliedert in die Abschnitte „Vom Mittelalter bis zum Ende des Barock“, „Aufklärung und Klassik“, „Romantik“, und „20. Jahrhundert“. Er enthält keine Biografien, wohl aber musikgeschichtliche Einordnungen und – selbstverständlich – Werkbeschreibungen der Komponisten. Dabei sind die Komponisten chronologisch nach Geburtsjahren angeordnet. Dieser Teil beginnt mit Minnesang und Meistersang (11. Jahrhundert) und schließt im Abschnitt „Liedformen der Gegenwart“ (S. 855-920) mit Aribert Reimann (*1936). Jeder hervorragende Liedkomponist wird ausführlich mit seinen Liedschöpfungen (Solo-Lieder, Balladen) vorgestellt. So stehen etwa für Franz Schubert (S. 174–314) 141 Seiten, für Robert Schumann (S. 337–397) 61 Seiten, für Johannes Brahms (S. 438–493) 56 Seiten, für Hugo Wolf (S. 494–553) 60 Seiten und für Richard Strauss (S. 645–674) 30 Seiten zur Verfügung. Insgesamt 470 Notenbeispiele erläutern die verbalen Aussagen. Der Anhang enthält Literaturangaben (S. 921–923), jeweils in alphabetischer Reihenfolge) ein Verzeichnis der Liedtitel und Liedanfänge (S. 925–978) und der Komponisten und Dichter (S. 979–1020). Er schließt mit dem Inhaltsverzeichnis (S. 1021–1024). [Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Siehe auch |