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MeinungsführerschaftDer Begriff Meinungsführer geht auf Untersuchungen von Paul Felix Lazarsfeld und anderen Wissenschaftlern zur US-Präsidentenwahl 1940 zurück ("The People's Choice"[1]). Auf der Grundlage dieser Studie entwickelten die Autoren ein Zwei-Stufen-Fluss-Modell der Kommunikation. Als Meinungsführer ("Opinion Leaders") werden darin solche Mediennutzer bezeichnet, die Informationen aus den Medien an die Menschen aus ihrem sozialen Umfeld weitergeben, die die Medien weniger stark nutzen.[2] Heutzutage spielt der Zwei-Stufen-Fluss in der Medienwirkungsforschung eine geringere Rolle als noch in den 1960er Jahren, weil die Medien nahezu allgegenwärtig geworden sind und die meisten Menschen direkt erreichen. Andererseits hat das Meinungsführer-Konzept seit seiner Entwicklung durch Lazarsfeld und seine Kollegen zahlreiche Erweiterungen und Modifikationen erfahren. So wurde die Rolle der Meinungsführer in interpersonalen Netzwerken und in der Sozialpsychologie verstärkt untersucht.[3] Auch in der Wahlforschung und für Wahlprognosen wird das Meinungsführer-Konzept verwendet.[4] Es gibt außerdem Parallelen beispielsweise zu den Early-Adopters der Persuasionsforschung und den Avantgardisten, die in der Theorie der Schweigespirale eine wichtige Rolle beim Anstoßen von Meinungsveränderungen spielen. [Bearbeiten] Einzelnachweise
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