Liste von Filmen mit homosexuellem Inhalt

Diese Liste enthält Filme mit homosexuellem Inhalt, sei es eine dargestellte Einzelperson in mehr als einer Nebenrolle oder eine gleichgeschlechtliche Begegnung.


Chronologische Filmliste
1910er | 1920er | 1930er | 1940er | 1950er | 1960er | 1970er | 1980er | 1990er | 2000er
1960 1970 1980 1990 2000
1961 1971 1981 1991 2001
1962 1972 1982 1992 2002
- 1973 1983 1993 2003
1964 - 1984 1994 2004
- 1975 1985 1995 2005
1966 1976 1986 1996 2006
1967 1977 1987 1997 2007
1968 1978 1988 1998 2008
1969 1979 1989 1999 -

Literatur | Siehe auch | Weblinks

[Bearbeiten] Chronologische Filmliste

[Bearbeiten] 1910er Jahre

Anders als die Andern (D 1919) - Regie: Richard Oswald

Eine Erpressungsgeschichte mit tödlichem Ausgang. Sexualwissenschaftlicher Pionierfilm mit Magnus Hirschfeld.

[Bearbeiten] 1920er Jahre

Michael (D 1924) - Regie: Carl Theodor Dreyer

Platonische Liebe eines Künstlers zu seinem Modell.

Parisian Love (USA 1925) – Regie: Louis J. Gasnier

Liebesdreieck zwischen einem Dandy (Lou Tellegen), einem attraktiven Einbrecher (Donald Keith) und dessen Freundin (Clara Bow).

A Wanderer of the West (USA 1927) – Regie: Robin Williamson, Joseph E. Zivelli

Western, in dem als Nebenfigur ein effeminierter Mann (Sissy-Typus) auftritt: Clarence, the store clerk.[1]

Geschlecht in Fesseln (D 1928) - Regie: Wilhelm Dieterle

Stummfilm u. a. über Sexualität im Männergefängnis.

The Broadway Melody (USA 1929) – Regie: Harry Beaumont

Oscar-preisgekrönter Revuefilm mit einem Sissy-Typus als Nebenfigur.[1]

[Bearbeiten] 1930er Jahre

Marokko (Morocco) (USA 1930) - Regie: Josef von Sternberg - Für vier Oscars nominiert.

Marlene Dietrich als Sängerin Mademoiselle Amy Jolly. Nach einem Auftritt im Frack küsst sie öffentlich eine junge Frau.[1]

Mädchen in Uniform (D 1931) - Regie: Leontine Sagan

An einem preußischen Mädcheninternat vor dem ersten Weltkrieg verliebt sich die Schülerin Manuela von Meinhardis (Hertha Thiele) in ihre Lehrerin Fräulein von Bernburg (Dorothea Wieck).

Call Her Savage (USA 1932) – Regie: Al Boasberg

Western mit einer Szene in einer Schwulenbar.[1]

Myrt and Marge (USA 1933) – Regie: Al Boasberg

Filmkomödie mit einem effeminierten Mann (Sissy-Typus) als Nebenfigur.[1]

Our Betters (USA 1933) – Regie: George Cukor

Filmkomödie mit einem Sissy-Typus als Nebenfigur.[1]

The Gay Divorcee (USA 1934) – Regie: Mark Sandrich

Oscar-preisgekrönte Astaire/Rogers-Komödie mit einem Sissy-Typus als Nebenfigur.[1]

Dracula's Daughter (USA 1936) – Regie: Lambert Hillyer

Vampirfilm mit starkem lesbischen Subtext.[1]

[Bearbeiten] 1940er Jahre

Rebecca (USA 1940) – Regie: Alfred Hitchcock

Klassischer Psychothriller. Als Nebenfigur tritt die Haushälterin Mrs. Danvers (Judith Anderson) auf, deren lesbische Bindung an die verstorbene Titelfigur vom Regisseur kaum kaschiert wird.[1]

Die Spur des Falken (The Maltese Falcon) (USA 1941) – Regie: John Huston

Detektivfilm, in dem eine Nebenfigur (Peter Lorre) mit einer parfümierten Visitenkarte beiläufig als schwul eingeführt wird.[1]

Gilda (USA 1946) – Regie: Charles Vidor

Film Noir mit schwulem Subtext.[1]

Fireworks (USA 1947) - Regie: Kenneth Anger

Experimentalfilm homoerotischer Phantasien

Cocktail für eine Leiche (Rope) (USA 1948) – Regie: Alfred Hitchcock

Kriminalfilm, dessen zwei Hauptfiguren (das Mörderpaar) an der Zensur vorbei auf subtile Weise als schwul charakterisiert werden.[1]

Red River (USA 1948) – Regie: Howard Hawks

Western mit Montgomery Clift und John Ireland, mit schwulem Subtext.[1]

[Bearbeiten] 1950er Jahre

Caged (USA 1950) – Regie: John Cromwell

Frauengefängnisfilm mit lesbischem Subtext.[1]

Ein einsamer Ort (In a Lonely Place) (USA 1950) – Regie: Nicholas Ray

Film-noir mit lesbischem Subtext.[1]

Ein Liebeslied (Un chant d'amour) (F 1950) - Regie: Jean Genet

Ein Kurzfilm über zwei Gefängnisinsassen und ihre Versuche zueinander zu kommen.

Der Mann ihrer Träume (Young Man with a Horn) (USA 1950) - Regie: Michael Curtiz

Der Jazztrompeter Rick Martin (Kirk Douglas) wird von seiner Frau Amy (Lauren Bacall) für eine andere Frau verlassen.

Young Man with a Horn (USA 1950) – Regie: Michael Curtiz

Musikerbiografie mit lesbischem Subtext.[1]

Calamity Jane (USA 1953) – Regie: David Butler

Western mit Doris Day, mit lesbischem Subtext.[1]

Johnny Guitar – Wenn Frauen hassen (Johnny Guitar) (USA 1954) – Regie: Nicholas Ray

Western mit Joan Crawford, mit lesbischem Subtext.[1]

…denn sie wissen nicht, was sie tun (Rebel Without a Cause) (USA 1955) - Regie: Nicholas Ray

Sal Mineo spielt John 'Plato' Crawford, den ersten schwulen Teenager im US-Film.[1]

Tea and Sympathy (USA 1956) – Regie: Vincente Minelli

Die Geschichte eines jungen Mannes (John Kerr) mit fragwürdiger sexueller Orientierung, dessen Familie versucht, ihn zu einem „richtigen Mann“ zu erziehen.[1]

Anders als du und ich (§ 175) / Das dritte Geschlecht (D 1957) - Regie: Veit Harlan - Wissenschaftliche Beratung: Hans Giese

Eine Mutter (Paula Wessely) will durch Verkuppelung ihren Sohn vor homosexuellen Einflüssen bewahren.
Umstrittener Spielfilm dessen Entstehung derzeit erforscht wird. Die Originalfassung unter dem Titel Das dritte Geschlecht war seinerzeit in Deutschland verboten, wurde aber in Österreich gezeigt.

Mädchen in Uniform (D/F 1958) - Regie: Geza von Radvanyi

Neuverfilmung des gleichnamigen Films von 1931 mit Lilli Palmer als Fräulein Elisabeth von Bernburg und Romy Schneider als Manuela von Meinhardis.

Manche mögen's heiß (Some like it hot) (USA 1959) - Regie: Billy Wilder

„Nobody is perfect!“ Auf der Flucht vor Gangsterbossen sind Joe (Tony Curtis) und Jerry (Jack Lemmon) als Frauen verkleidet unter den Namen Josephine und Daphne mit einer Frauen-Band unterwegs. Der Millionär Osgood Fielding III (Joe E. Brown) verehrt Daphne und Joe macht als gespielter Millionär dem Bandmitglied Sugar (Marilyn Monroe) den Hof.[1]

Ben Hur (USA 1959) – Regie: William Wyler

Sandalenfilm, in dem Stephen Boyd den Freund des Titelhelden spielt, der – an der Zensur und seinem Filmpartner Charlton Heston vorbei – in Ben Hur heftig verliebt ist.[1]

Plötzlich im letzten Sommer (USA 1959) - Regie: Joseph L. Mankiewicz

Mit Hilfe seiner Mutter und seiner Kusine als Kupplerin verschafft sich ein junger Dichter Zugang zu gleichaltrigen Männern.[1]

[Bearbeiten] 1960er Jahre

[Bearbeiten] 1960

Oscar Wilde (GB 1960) - Regie: Gregory Ratoff

Film, der sich hauptsächlich um die Anklage und den Prozess gegen Oscar Wilde (hier dargestellt von Robert Morley) wegen Sodomie dreht.

[Bearbeiten] 1961

Infam (The Children's Hour) (USA 1961) - Regie: William Wyler

Ein von einem Kind in die Welt gesetztes Gerücht zerstört das Leben der Lehrerinnen Karen Wright (Audrey Hepburn) und Martha Dobie (Shirley MacLaine).[1]

Der Teufelskreis (Victim) (USA 1961) – Regie: Basil Dearden

Ein uneingestanden schwuler Rechtsanwalt (Dirk Bogarde) verfolgt einen Erpresser, der Homosexuelle bedroht.[1]

[Bearbeiten] 1962

Sturm über Washington (Advise & Consent) (USA 1962) – Regie: Otto Preminger

Spielfilm über einen jungen US-Senator, der wegen seiner Homosexualität erpresst wird.[1]

Die Verdammten der Meere (Billy Budd) (UK 1962) - Regie: Peter Ustinov

Im Jahr 1791 macht der junge und freundliche Billy Budd (Terence Stamp) auf dem Kriegsschiff „Avenger“ die Matrosen verrückt. Nach dem Roman Billy Budd von Herman Melville.

[Bearbeiten] 1964

Gastmahl der Liebe (Comizi d'amore) (I 1964) - Regie: Pier Paolo Pasolini

Von März bis November 1963 reiste Pasolini quer durch Italien, vom industrialisierten Norden bis zum archaischen Süden, um die Menschen an ihrem Arbeitsplatz oder in der Freizeit über die Liebe und ihre sexuellen Vorlieben zu befragen.

Heimliche Freundschaften (Les Amitiés particulières) (F 1964) - Regie:Jean Delannoy

Der 17-jährige Georges wechselt auf ein christliches Internat, wo die Patres mit strenger Hand herrschen. Zunächst steht er den homosexuellen Beziehungen einiger Mitschüler kritisch gegenüber; als er jedoch den Unterstufenschüler Alexandre kennenlernt, verliebt er sich in ihn. Doch ihre Beziehung wird von den strengen Patres entdeckt…

[Bearbeiten] 1966

Der junge Törleß (D 1966) - Regie: Volker Schlöndorff

Ein Außenseiter wird Opfer sadistischer Quälereien seiner Mitschüler

[Bearbeiten] 1967

The Fox (USA 1967) – Regie: Mark Rydell

Die Geschichte zweier lesbischer Frauen, in deren abgeschiedenes Leben ein Mann eindringt.

Spiegelbild im goldenen Auge (Reflections in a Golden Eye) (USA 1967) – Regie: John Huston

US-amerikanischer Offizier mit unterdrückten homosexuellen Neigungen (Marlon Brando) erschießt das Objekt seiner Begierde (Robert Forster), als er entdeckt, dass der nicht ihm, sondern seiner Frau (Elizabeth Taylor) nachstellt.

Tanz der Vampire (The Fearless Vampire Killers) (USA/UK 1967) - Regie: Roman Polanski

Vampir Herbert, Sohn des Grafen von Krolock, ist schwul und freut sich, dass Alfred, der fesche Assistent von Professor Abronsius, mit auf das Schloss gekommen ist.

[Bearbeiten] 1968

Das Doppelleben der Sister George (The Killing of Sister George) (USA 1968) – Regie: Robert Aldrich

Die Geschichte zweier Lesben.

Teorema (I 1968) - Regie: Pier Paolo Pasolini

Ein gutaussehender Gast in einer mittelständischen Familie hat Beziehungen nicht nur mit den weiblichen Familienangehörigen. Nach seiner Abreise ändert sich das Leben aller.

Pforten des Paradieses (Gates to Paradise) (GB 1968) - Regie: Andrzej Wajda

Die Geschichte eines Kinderkreuzzuges im Jahr 1212 und seines jugendlichen Anführers, auf den sich verschiedene erotische Interessen richten.

Zwei Freundinnen (Les Biches) (F/I 1968) - Regie: Claude Chabrol

Lesbische Liebe zwischen der reichen Frédérique (Stéphane Audran) und der armen Why (Jacqueline Sassard).

Jagdszenen aus Niederbayern (D 1968) - Regie: Peter Fleischmann

Abram kehrt nach einer Strafe wegen § 175 StGB in sein Dorf zurück.

Flesh (USA 1968) - Produzent: Andy Warhol, Regie: Paul Morrissey

Die Sorgen und Nöte des Strichers Joe, seine Familie zu ernähren. Männer und Frauen nehmen seine Dienste in Anspruch. Mit Candy Darling.
Ein Novum im Filmgeschäft: Der Hauptdarsteller Joe Dallesandro läuft den halben Film lang nackt herum.

[Bearbeiten] 1969

Asphalt-Cowboy (Midnight Cowboy) (USA 1969) - Regie:John Schlesinger

Joe Buck (Jon Voight) kommt nach New York um als Gigolo Geld zu verdienen und trifft auf den heruntergekommenen und lungenkranken Schwulen Ratso Rizzo (Dustin Hoffman).
Schlesingers Versuch, eine filmische Verbindung aus Hollywood-Mainstream und Underground-Kultur zu schaffen, gelang vorzüglich. So treffen die beiden Hauptdarsteller auch auf eine Riege Warholscher Superstars. Es darf nicht unerwähnt bleiben, dass der Film trotz eines X-Rated-Zertifikats jeweils einen Oscar in diversen Kategorien bekam, wodurch er filmhistorisch betrachtet einmalig ist.

Monique (GB 1969) – Regie: John Bown

Die Geschichte eines bisexuellen französischen Au pair-Mädchens.

Unter der Treppe (Staircase) (GB 1969) - Regie Stanley Donen

Rex Harrison und Richard Burton spielen in dem Film, entstanden nach dem gleichnamigen Theaterstück von Charles Dyer, ein alterndes, schwules Paar, das sich gegenseitig permanent anzickt und doch nicht von einander lassen kann.
Der Film überrascht mit seiner Besetzung: Zwei eher als Frauenhelden bekannte Schauspieler spielen die schwulen Hauptrollen.

[Bearbeiten] 1970er Jahre

[Bearbeiten] 1970

Das Bildnis des Dorian Gray (Dorian Gray) (Großbritannien/Italien/Bundesrepublik Deutschland 1970) – Regie: Massimo Dallamano

Voyeuristische Oscar Wilde-Verfilmung mit einer lesbischen Nebenhandlung. Mit Helmut Berger.

Die Harten und die Zarten (The Boys in the Band) (USA 1970) – Regie: William Friedkin

Porträt einer Gruppe schwuler Freunde, die sich auf einer Geburtstagsfeier treffen. Nach dem Broadwaystück Boys in the Band von Matt Crowley.
Erstmals bestand das gesamte Personal eines Films aus schwulen Rollen; der Film zeigt schwule Erwachsene in New York, die sich ihren Platz im Leben erkämpft haben.

Myra Breckinridge (USA 1970) – Regie: Michael Sarne

Die Geschichte einer transsexuellen Frau (dargestellt von Raquel Welch), nach einem Roman von Gore Vidal.

Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt (D 1970) – Regie: Rosa von Praunheim

Selbstkritik an Schwulen und Initiator der 2. Schwulenbewegung im deutschsprachigen Raum.
(Bei der Erstausstrahlung in der ARD im Januar 1973 schaltete sich der Bayerische Rundfunk aus dem Sendeverbund aus und sendete ein Ersatzprogramm).

Das Privatleben des Sherlock Holmes (The Private Life of Sherlock Holmes) (Großbritannien 1970) – Regie: Billy Wilder

Kriminalkomödie mit Robert Stephens und Colin Blakely, in der Sherlock Holmes eine homoerotische Beziehung mit seinem Assistenten Dr. Watson angedichtet wird.

Something for Everyone (USA 1970) – Regie: Harold Prince

Schwarze Kriminalkomödie über einen bisexuellen jungen Butler (Michael York) im Hause einer österreichischen Grafenfamilie.

The Vampire Lovers (Großbritannien 1970) – Regie: Roy Ward Baker

Gruselfilm nach Joseph Sheridan Le Fanu mit einem lesbischen Vampir als Hauptfigur.

[Bearbeiten] 1971

Tod in Venedig (I, F 1971) - Regie: Luchino Visconti

Der Komponist Gustav von Aschenbach (Dirk Bogarde) verliebt sich in Venedig in den Jugendlichen Tadzio (Bjørn Andresen), der für ihn unerreichbar ist und stirbt an einer tödlichen Seuche.

Die bitteren Tränen der Petra von Kant (D 1971) - Regie: Rainer Werner Fassbinder

Die erfolgreiche, aber verbitterte Modedesignerin Petra von Kant (Margit Carstensen) verliebt sich in die arme Karin (Hanna Schygulla).

Menschen hinter Gittern (Fortune and Men's Eyes) (Kanada/USA 1971)

Gefängnisfilm mit einer Reihe von homosexuellen Charakteren.

Pink Narcissus (USA 1971) - Regie: James Bidgood

Ein schwuler Junge gibt sich seinen narzisstischen Träumereien hin.

Sunday, Bloody Sunday (UK 1971) - Regie: John Schlesinger

Dreieckstragödie zwischen der auf Kinder aufpassenden Alex Greville (Glenda Jackson), dem bisexuellen Künstler Bob Elkin (Murray Head) und dem Mediziner Dr. Daniel Hirsh (Peter Finch).

[Bearbeiten] 1972

Cabaret (USA 1972) - Regie: Bob Fosse

Der Student Brian Roberts (Michael York) ist mit der Tänzerin Sally Bowles (Liza Minnelli) liiert. Beide werden zum Objekt der Begierde des bisexuellen reichen Baron von Heune (Helmut Griem).[1]

Damals im Sommer (That Certain Summer) (USA 1972) – Regie: Lamont Johnson

Einer der ersten US-amerikanischen Fernsehfilme mit homosexueller Thematik. Die Geschichte eines Teenagers, dessen geschiedener Vater homosexuell ist.

Ludwig II. (F/I/D 1972) - Regie: Luchino Visconti

Über das Leben des nach Quellenlage (Tagebucheinträge, Briefe etc.) schwulen Königs Ludwig II. von Bayern (Helmut Berger).
Der Film wurde nach einmaliger Aufführung aus kommerziellen Gründen wegen politischer Proteste aus Bayern wegen der gezeigten Homosexualität Ludwigs um eine Dreiviertelstunde gekürzt. Eine weitere Kürzung konnte der Regisseur gerichtlich verhindern. 1980 wurde eine vollständige Fassung wiederhergestellt und ist seit dem Jahre 2000 auf DVD erhältlich.

Pink Flamingos (USA 1972) – Regie: John Waters

Horrorkomödie mit der Drag Queen Divine in der Hauptrolle.

[Bearbeiten] 1973

An American Family (USA 1973) – Regie: Alan Raymond, Susan Raymond

12-stündiger Fernseh-Dokumentarfilm über das Schicksal einer Familie mit fünf Kindern, von denen eines schwul ist. Der Film, eine PBS-Produktion, schrieb in den USA Fernsehgeschichte, weil er erstmals ein großes Publikum mit unparteiischen Informationen über die Lebenswirklichkeit eines Homosexuellen versorgte.

Score (USA 1973) - Regie: Radley Metzger

Das Ehepaar Elvira (Clare Wilbur) und Jack (Gerald Grant) lebt in der amerikanischen Provinz. Auf der Suche nach sexuellen Abenteuern begegnen sie dem frisch verheiratete Paar Betsy (Lynn Lowry) und Eddie (Calvin Culver), das sie verführen. Bei einem abendlichen Treffen führen Marihuana und unterschiedlichste Verkleidungen (Modell, Nonne, Cowboy und Seemann) zu doppelten homosexuellen Kontakten.
Der Film erschien in zwei unterschiedlich expliziten Versionen, um es den Kinobetreibern zu ermöglichen, die Vorführung an ihre Zielgruppe anzupassen, und ist ein klassischer Vertreter des Porno Chic.

Zärtlichkeit der Wölfe (D 1973) - Regie: Ulli Lommel

Der Film basiert frei auf der Geschichte des schwulen Serienmörders Fritz Haarmann, spielt aber in Bochum in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Haarmann wird dargestellt von Kurt Raab, in einer weiteren Rolle erscheint Rainer Werner Fassbinder, der den Film auch produziert hat.

[Bearbeiten] 1975

Faustrecht der Freiheit (D 1975) - Regie: Rainer Werner Fassbinder

Franz „Fox“ Biberkopf (Rainer Werner Fassbinder), ein arbeitsloser Schausteller, wird durch Max (Karlheinz Böhm) in eine Runde vornehmer Schwuler eingeführt. Dort lernt er Eugen (Peter Chatel), Sohn einer bankrotten Unternehmersfamilie, kennen und sie verlieben sich. Sie nehmen sich zusammen eine Wohnung, die vom kultivierten Eugen und auf Kosten von Franz, der gerade im Lotto gewonnen hat, eingerichtet wird.

Hundstage (Dog Day Afternoon) (USA 1975) - Regie: Sidney Lumet - Oscar für Bestes Original-Drehbuch

Sonny Wortzig (Al Pacino) initiiert einen Banküberfall um seinem transsexuellen Freund Leon (Chris Sarandon) eine Operation zu zahlen. Es läuft nicht alles wie geplant, und es kommt zur Geiselnahme. Nach einer wahren Begebenheit.
Nach dem Drehbuch sollte Pacino einen Mann küssen. Pacino weigerte sich und das Buch wurde umgeschrieben.

Rocky Horror Picture Show (USA 1975) - Regie: Jim Sharman

Verfilmung des Musicals The Rocky Horror Show von Richard O’Brien mit Tim Curry in der Rolle des außerirdischen Transvestiten Dr. Frank-N-Furter.

[Bearbeiten] 1976

Car Wash (USA 1976) - Regie: Michael Schultz

Drag-Queen Lindy (Antonio Fargas) arbeitet in einer Autowaschanlage.

Der Fangschuß (D/F 1976) - Regie: Volker Schlöndorff

Folgen einer Zurückweisung einer Frau durch einen Mann, der mit ihrem Bruder verbunden ist, vor dem Hintergrund eines Bürgerkrieges.

Johan (F 1976) - Regie: Philippe Vallois

Quasi-dokumentarische Darstellung der schwulen Szene im Paris der 70er Jahre.
Obwohl der Film vor der Freigabe schon um einige Szenen gekürzt wurde, kam er nur zensiert in die Kinos. Durch einen Zufallsfund erhielt 1996 das Französische Filmarchiv die unzensierte Version des Films.

Sebastiane (GB 1976) - Regie: Derek Jarman

Martyrium des Hl. Sebastian (schwule Version) in lateinischer Sprache mit Untertiteln.

We Were There (USA 1976) – Regie: Pat Rocco

Dokumentarfilm über die Gay Pride Feiern in San Francisco und Los Angeles 1976

[Bearbeiten] 1977

Alexander: The Other Side of Dawn (USA 1977) – Regie: John Erman

Ein weiterer früher US-amerikanischer Fernsehfilm mit homosexueller Thematik. Die Geschichte eines Strichjungen in Hollywood.

Die Konsequenz (D 1977) - Regie: Wolfgang Petersen

Das Paar Thomas Manzoni (Ernst Hannawald) und Martin Kurath (Jürgen Prochnow) wird von seiner Umwelt verraten.
(Bei der Erstausstrahlung in der ARD schaltete sich der Bayerische Rundfunk aus dem Sendeverbund aus und sendete ein Ersatzprogramm).

Warum nicht? (Pourquois pas!) (Frankreich 1977) – Regie: Coline Serreau

Spielfilm über das Zusammenleben eines schwulen Mannes (Sami Frey), eines bisexuellen Mannes (Mario Gonzáles) und einer heterosexuellen Frau (Christine Murillo).

[Bearbeiten] 1978

Ein Käfig voller Narren (La Cage aux Folles) (I/F 1978) - Regie: Edouard Molinaro

Der Sohn von Renato Baldi (Ugo Tognazzi) will die Tochter eines konservativen Politikers heiraten. Der Nachtclubbesitzer Renato und sein Partner, der Travestiestar Albin Mougeotte (Michel Serrault), sind gezwungen, eine heterosexuelle Beziehung zu präsentieren.

Schöner Gigolo, armer Gigolo (D 1978) - Regie: David Hemmings

Regisseur David Hemmings spielt hier auch eine der Hauptrollen: Hermann Kraft, der sich in der Weimarer Republik den Nazis anschließt. Sein offensichtlicher Geliebter Otto (Werner Pochath) ist eifersüchtig auf Hermanns Interesse an Paul (David Bowie) und schlägt Paul die Nase blutig. Hermann versucht seine Homosexualität zu verbergen, doch diese ist ein offenes Geheimnis. Als er bei einer Abendgesellschaft gefragt wird, ob er sich für Frauen interessiere, zieht er sich verärgert zurück. Später beoabachtet er, wie Paul seine Freundin Cilly küßt, und ohrfeigt ihn dafür.
Marlene Dietrich ist als „Baroness von Semering“ in ihrer letzte Spielfilmrolle zu sehen.

Das verrückte California-Hotel (California Suite) (USA 1978) - Regie: Herbert Ross

Michael Caine spielt Sidney Cochran, den schwulen Ehemann des Filmstars Diana Barrie (Maggie Smith).

Word is Out (USA 1978) - Regie: Rob Epstein

Dokumentarfilm über die schwule Befreiungsbewegung der 1970er Jahre.

Du er ikke alene (You are not alone) (DK 1978) - Regie: Lasse Nielsen

In einem Internat entwickelt sich zwischen dem pubertierenden Sohn des Schulleiters und einem etwa zwei jahre älteren Schüler Bo eine homoerotische Beziehung.

[Bearbeiten] 1979

Das Ende des Regenbogens (D 1979) - Regie: Uwe Frießner

Der 17jährige Stricher Jimmi findet keinen anständigen Job. Durch einen Zufall landet er in einer Wohngemeinschaft, die ihm Unterschlupf geben will.
Ausgezeichnet mit 2 Bundesfilmpreisen und Film des Monats der Jury der Evangelischen Filmarbeit.

Die geheimnisvolle Sekte (Écoute voir) (F 1979) - Regie: Hugo Santiago

Catherine Deneuve als lesbische Privatdetektivin, die stark an Humphrey Bogart erinnert.

Manhattan (USA 1979) - Regie: Woody Allen

Yale (Meryl Streep) verlässt Isaac Davis (Woody Allen) wegen einer anderen Frau.

[Bearbeiten] 1980er Jahre

[Bearbeiten] 1980

Cruising (USA 1980) - Regie: William Friedkin

US-Thriller mit Al Pacino als Undercover-Cop Steve Burns, der in der New Yorker S/M-und Lederschwulenszene einen Serienmörder jagt.
Dem Kinostart folgten massive Proteste von einigen Gruppen schwuler Aktivisten wegen der stereotypen Darstellung schwuler Lebensweisen. Auch das offene Ende, welches bezüglich der sexuellen (Neu-)Orientierung von Burns keine definitiven Schlüsse zulässt, ebensowenig wie man erfährt, ob der Killer seiner gerechten Strafe zugeführt wird, und der überraschende Mord am Nachbarsjungen - einem Sympathieträger in der Geschichte – trugen zur Kontroverse um den Film bei.

Noch ein Käfig voller Narren (La Cage aux folles II) (F/I 1980) - Regie: Edouard Molinaro

Fortsetzung von Ein Käfig voller Narren.

Taxi zum Klo (D 1980) - Regie: Frank Ripploh

Naturalistische Liebesgeschichte zwischen dem Lehrer Frank und seinem Freund Bernd.

[Bearbeiten] 1981

Zorro mit der heissen Klinge (Zorro, the gay blade) (USA 1981) - Regie: Peter Medak

Mit George Hamilton als Zorro und dessen schwulem Zwillingsbruder Bunny Wigglesworth, der für den verletzten Helden einspringt.

[Bearbeiten] 1982

Making Love (USA 1982) - Regie: Arthur Hiller

Der Arzt Zack (Michael Ontkean) entdeckt seine unterdrückte Liebe zu einem anderen Mann (Harry Hamlin). Making Love gilt als der erste US-amerikanische Film, in dem ein gleichgeschlechtliches Paar ein Happy End erlebt.

Personal Best (USA 1982) - Regie: Robert Towne

Die Geschichte eines lesbischen Paares. Mit Mariel Hemingway.

Querelle (D 1982) - Regie: Rainer Werner Fassbinder

Nach dem gleichnamigen Roman von Jean Genet.

Victor/Victoria (USA 1982) - Regie: Blake Edwards

Victoria Grant (Julie Andrews) wird von einem schwulen Freund dazu überredet, sich als (männlicher) Travestiekünstler auszugeben. Ein Gangsterboss verliebt sich in sie und gerät in Verdacht schwul zu sein.
Komödie, Remake von Viktor und Viktoria (D 1933)

Zwei irre Typen auf heißer Spur (Partners) (USA 1982) - Regie: James Burrows

Nach einer Mordserie an Schwulen ermittelt der heterosexuelle Polizist Benson (Ryan O'Neal) gemeinsam mit dem homosexuellen Kerwin (John Hurt).

[Bearbeiten] 1983

Begierde (The Hunger) (USA 1983) - Regie: Tony Scott

Lesbische Liebe zwischen der Vampirin Miriam Blaylock (Catherine Deneuve) und der Ärztin Sarah Roberts (Susan Sarandon).

Lianna (USA 1983) - Regie: John Sayles

Eine glücklich verheiratete Frau hat eine Affäre mit einer College-Professorin und erkennt, dass sie lesbisch ist.

Silkwood (USA 1983) - Regie: Mike Nichols

Karen Silkwood (Meryl Streep) untersucht Vertuschungen in einer Brennelementefabrik. Mit einer intelligent eingebauten Lovestory mit Dolly Pelliker (Cher).

Der vierte Mann (De vierde man) (NL 1983) - Regie: Paul Verhoeven

Gerard Reve (Jeroen Krabbé), ein schwuler katholischer Schriftsteller, gerät in die Fänge einer mörderischen Witwe.

Windhunde (Streamers) (USA 1983) - Regie: Robert Altman

Vier junge Rekruten sollen in den Vietnamkrieg. Einer von ihnen ist homosexuell, was zu großen Diskussionen führt. Mit Matthew Modine und Mitchell Lichtenstein.

Yentl (USA 1983) - Regie & Hauptdarstellerin: Barbra Streisand

Das Mädchen Yentl gibt fürs Talmud-Studium vor, ein Junge namens Anshel zu sein. Haddas, die Angebetete ihres Freundes, verliebt sich in Anshel, und er/sie heiratet Haddas sogar, damit es kein anderer tun kann.

[Bearbeiten] 1984

Another Country (UK 1984) - Regie: Marek Kanievska

Auf einem englischen Elite-Internat der 1930er sind romantische gleichgeschlechtliche Affären geduldet, solange keiner darüber spricht. Als „es“ bei Guy Burgess (Rupert Everett) ans Tageslicht dringt, kommt es zu Repressalien. Der Film basiert auf dem ausgezeichneten gleichnamigen Stück von Julian Mitchell. In einer weiteren Rolle spielt Colin Firth.

Before Stonewall: The Making of a Gay and Lesbian Community (USA 1984) - Regie: John Scagliotti, Greta Schiller, Robert Rosenberg

Englischsprachiger Dokumentarfilm mit Archivmaterial, Filmausschnitten und persönlichen Erinnerungen, welcher die Geschichte der Gay-Community vor dem Stonewall-Aufstand betrachtet.

Hotel New Hampshire (The Hotel New Hampshire) (UK/CDN/USA 1984) - Regie: Tony Richardson

Die Geschichte einer skurrilen Familie, die trotz aller Schicksalsschläge nie aufgibt. Mit Jodie Foster, Rob Lowe und Beau Bridges sowie Paul McCrane als schwuler Sohn/Bruder.

Ein Mann wie EVA (D 1984) - Regie: Radu Gabrea

Der Film erzählt die Geschichte eines Filmemachers, der sowohl mit Frauen als auch Männern Affären hat, und basiert sehr frei auf dem Leben von Rainer Werner Fassbinder. Das Besondere: Der fiktive (männliche) Filmemacher EVA (in Anspielung auf RWF) wird von der Schauspielerin Eva Mattes dargestellt, die mit Perücke und falschem Bart ausgestattet agiert.

Wer war Harvey Milk? (The Times of Harvey Milk) (USA 1984) - Regie: Rob Epstein

Doku über die Ermordung des schwulen San Francisco'er Politikers Harvey Milk.

Wiener Brut - „Begegnungen der schrillen Art“ (A 1984) - Regie: Hans Fädler

Ein Kultfilm aus dem Wiener Underground mit damaliger Promi-Besetzung. Die junge Bewährungshelferin Hilde lernt im besetzten Haus die Welt „sozial gefährdeter“ Jugendlicher und Außenseiter kennen. Der schwule Lyn wird zum Butler der Prinzessin Maria Carolina, einer Nichte der ehemaligen Kaiserin. Die Aristokratie gerät in Panik, weil der Kokainlieferant Alfonso von der Polizei geschnappt wurde. Sie planen einen Umsturz und die Eliten des Landes sind damit einverstanden. Lyn gibt seine Hausbesetzerfreunde als benötigte Terroristengruppe Schwarzer Freitag aus. Mit: Arthur Singer, Wendy Singer, Thomas Schmuth, Martin Wiech, Johannes Weidinger, Peter Turrini, Herbert Adamec, Marie-Thérèse Escribano und Hansi Lang.

[Bearbeiten] 1985

Buddies (USA 1985) - Regie: Arthur J. Bressan jr.

Der erste Spielfilm, der AIDS thematisiert.

Desert Hearts (USA 1985) – Regie: Donna Deitch

Die Geschichte des lesbischen Coming-out einer verheirateten Professorin (Helen Shaver) in den USA der 1950er Jahren.

Früher Frost (An Early Frost) (USA 1985) - Regie: John Erman

Michael führt eine glückliche Beziehung mit einem Mann, bis bei ihm AIDS diagnostiziert wird.

Ein Käfig voller Narren III - Jetzt wird geheiratet (La Cage aux folles 3 - 'Elles' se marient) (F/I 1985) - Regie: Georges Lautner

Letzte Fortsetzung von Ein Käfig voller Narren.

Der Kuss der Spinnenfrau (El Beso de la mujer araña) (USA 1985) - Regie: Hector Babenco

Der homosexuelle Luis (William Hurt) und der marxistische Revolutionär Valentín (Raul Julia) sitzen in einer Gefängniszelle, erzählen sich Filme, die in gewissem Sinne eine Allegorie zu ihrer eigenen Situation darstellen. Sie kommen sich näher, und das schwierige Liebesverhältnis, sowie die Opferbereitschaft Luis', werden zum Symbol des Films.

Mein wunderbarer Waschsalon (My Beautiful Laundrette) (GB 1985) - Regie: Stephen Frears

Ein junger pakistanischer (Gordon Warneck) und ein englischer Londoner (Daniel Day-Lewis) möbeln gemeinsam einen Waschsalon auf und werden nebenbei zum Liebespaar.

Westler (D 1985) - Regie: Wieland Speck

Deutsch-deutsche schwule Liebesgeschichte in Zeiten der Mauer.
Der Film wurde teilweise mit versteckter Kamera in Ost-Berlin gedreht.

[Bearbeiten] 1986

Abschiedsblicke (Parting glances) (USA 1986) - Regie: Bill Sherrwood

Einer der ersten Filme, der den Einbruch des sog. „AIDS“ in das schwule Leben thematisiert.

Anne Trister – Zwischenräume (CDN/CH 1986) - Regie: Léa Pool

Drama um die Liebe einer jungen Malerin zu einer Kinderpsychiaterin.

Das Gesetz der Begierde (La ley del deseo) (E 1986) - Regie: Pedro Almodóvar

Tina (Carmen Maura), die vor ihrer geschlechtsangleichenden Operation Tino hieß, lebt mit ihrer Geliebten und deren Tochter zusammen. Tinas Bruder Pablo ist Regisseur und liebt Juan. Antonio (Antonio Banderas) wiederum liebt Pablo und tötet Juan. Schrilles Melodram.
Der Film gewann auf der Berlinale 1987 unter dem damaligen deutschen Titel „Das Gesetz des Begehrens“ den ersten Teddy Award in der Kategorie: Bester Spielfilm.

[Bearbeiten] 1987

Brille mit Goldrand (Gli Occhiali d'oro) (I/F 1987) - Regie: Giuliano Montaldo

Die Geschichte einer jüdischen Familie und eines schwulen Arztes im Italien zur Zeit des Faschismus. Mit Rupert Everett.

Maurice (GB 1987) - Regie: James Ivory

Zur Zeit des viktorianischen Englands verlieben sich Maurice Hall (James Wilby) und Clive Durham (Hugh Grant) aus der Oberschicht ineinander. Ihre Beziehung bleibt, vor allem wegen Clive, rein platonisch. Maurice trifft dann auf den Wildhüter Alec Scudder (Rupert Graves). Nach einem Roman von E.M. Forster.

I've Heard the Mermaids Singing (Kanada 1987) - Regie: Patrizia Rozema

Eine schüchterne Galerieangestellte erzählt, wie es zum Eclat mit ihrer lesbischen Chefin kam.

[Bearbeiten] 1988

Das Kuckucksei (Torch Song Trilogy) (USA 1988) - Regie: Paul Bogart

Drama von Harvey Fierstein um das Leben des Travestie-Stars Arnold. Mit Matthew Broderick.

[Bearbeiten] 1989

Coming Out (DDR 1989) - Regie: Heiner Carow

Ein Lehrer (Matthias Freihof) wird mit seiner unterdrückten Homosexualität konfrontiert.
Dieser Film war der erste und einzige DDR-Film, der sich mit dem Thema Homosexualität befasste. Seine Erstaufführung war am 9. November 1989.

Common Threads: Stories from the Quilt (USA 1989) – Regie: Rob Epstein

Dokumentarfilm über den AIDS Memorial Quilt.

Flames of Passion (Kurzfilm, UK 1989) - Regie: Richard Kwietniowski

Ein Kurzfilm über zwei Pendler, die sich auf ihrem täglichen Weg zur Arbeit näher kommen.

[Bearbeiten] 1990er Jahre

[Bearbeiten] 1990

Longtime Companion (USA 1990) - Regie: Norman René

Der Ausbruch von AIDS in der New Yorker Schwulenszene Anfang der achtziger Jahre. Oskar-Nominierung für den Hauptdarsteller Bruce Davison.

Paris is Burning (USA 1990) – Regie: Jennie Livingston

Dokumentarfilm über Drag-Nights in der New Yorker Unterschicht.

Rock Hudson (USA 1990) - Regie: John Nicolella

Filmbiographie des heimlich schwulen Schauspielers Rock Hudson, die zeigt, wie er aufgrund seiner Karriere seinen Freund verlässt und später an AIDS erkrankt.

Tongues Untied (USA 1990) – Marlon Riggs

Dokumentarfilm über die Identitätssuche schwuler Afro-Amerikaner.

[Bearbeiten] 1991

Caught Looking (Kurzfilm, GB 1991) - Regie: Constantine Giannaris

Science-Fiction-Kurzfilm über die virtuelle Zukunft des Sex.

Edward II (GB 1991) - Regie: Derek Jarman

Nach einem Drama von Christopher Marlowe um den homosexuellen englischen König Eduard II..

Grüne Tomaten (Fried Green Tomatoes) (USA 1991) - Regie: John Avnet

Zwei Frauen eröffnen ein eigenes Geschäft (Whistle Stop Cafe) und sichern sich so eine von Männern und der damaligen Südstaaten-Gesellschaft unabhängige Beziehung.

The Lost Language of Cranes (GB 1991) - Regie: Nigel Finch

Ein junger Mann outet sich als schwul. Während seine Freunde ihn unterstützen, verläuft das Outing bei den Eltern problematisch...

My Private Idaho - Das Ende der Unschuld (My Own Private Idaho) (USA 1991) - Regie: Gus Van Sant

Ein Stricher (River Phoenix) verliebt sich in seinen Kollegen (Keanu Reeves).

North of Vortex (GB 1991) - Regie: Constantine Giannaris

Schwules Roadmovie.

Relax (Kurzfilm, GB 1991) - Regie: Chris Newby

Steve hatte vor seiner Beziehung zu Ned mehrere Sexualpartner. Nun wartet er auf das Ergebnis eines HIV-Tests.

[Bearbeiten] 1992

The Crying Game (GB/JP 1992) - Regie: Neil Jordan - Oscar für Bestes Original-Drehbuch

IRA-Mitglied Fergus (Stephen Rea) soll der Freundin seines beim Fluchtversuch umgekommenen toten Häftlings, dem britischen Soldaten Jody (Forest Whitaker), eine Nachricht überbringen, verliebt sich jedoch in Dil (Jaye Davidson). Im Bett stellt er erschrocken fest, dass „sie“ ein Transvestit ist, fühlt sich aber immer noch zu „ihr“ hingezogen.

Funkelnder Stern (Kira kira hikaru) (Japan 1992) - Regie: Joji Matsuoka

Shoko and Mutsuki heiraten, um ihrer beider besorgten Eltern zu beruhigen - aber sie ist schon ein Stück über das „passende“ Heiratsalter hinaus, und er liebt einen College-Studenten.

Ich bin meine eigene Frau (D 1992) - Regie: Rosa von Praunheim

Die Lebensgeschichte Charlotte von Mahlsdorfs - Überlebender zweier totalitärer Systeme (Nationalsozialismus, Kommunismus), Sammler, Mitinitiator der deutschen GLF und homosexueller Transvestit.

The Living End (USA 1992) - Regie: Gregg Araki

Die HIV-positiven Luke und Jon begeben sich auf eine letzte Reise mit dem Motto „Fuck the world“.

Wilde Nächte (Les Nuits fauves) (F/I 1992) - Regie und Hauptrolle: Cyril Collard

In Paris wird 1986 der promiske und bisexuelle Jean mit seiner HIV-Infektion konfrontiert, lebt jedoch sein Leben weiter. In einer Dreiecksbeziehung kämpft seine Freundin Laura (Romane Bohringer) bedingungslos gegen Sami (Carlos López) um ihn.

Straßenkinder (Where the Day Takes You) (USA 1992) - Regie: Marc Rocco

Porträt einer Gruppe von Straßenkindern in Los Angeles. Es geht um Drogen, männliche Prostitution und Gewalt. Teenager Little J (Balthazar Getty) erschießt in Notwehr einen Freier.

Der verlorene Soldat (Voor een verloren soldaat) (NL 1992) - Regie: Roeland Kerbosch

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs entsteht eine romantische Beziehung zwischen einem niederländischen Knaben und einem kanadischen Soldaten.

[Bearbeiten] 1993

Wittgenstein (GB 1993) - Regie: Derek Jarman

Verfilmung des Lebens eines der bedeutendsten Philosophen der Neuzeit

Das Leben - ein Sechserpack (Six Degrees of Separation) (USA 1993) - Regie: Fred Schepisi

Der schwule Hochstapler Paul (Will Smith) schockiert New Yorks High Society.
Nach dem Drehbuch sollte Smith einen Mann küssen. Er weigerte sich strikt. Der Kuss wurde gestrichen.

…und das Leben geht weiter (And the Band Played On) (USA 1993) - Regie: Roger Spottiswoode

Starbesetzter Spielfilm über die Geschichte von AIDS von den Anfängen bis zum Entstehungsjahr.
Alle beteiligten Stars spendeten ihre Gagen der AIDS-Hilfe und -Forschung.

Blue (GB 1993) - Regie: Derek Jarman

Eine Auseinandersetzung des Regisseurs mit Aids - er stirbt ein Jahr später an der Krankheit.

Das Hochzeitsbankett (Hsi Yen / The Wedding Banquet) (TW/USA 1993) - Regie: Ang Lee

Ein Taiwaner, der mit seinem Freund in New York lebt, soll eine Scheinehe eingehen. Da reisen die Eltern an …

Liebe und andere Grausamkeiten (Love & Human Remains) (CDN 1993) - Regie: Denys Arcand

Tragikomische Geschichte um den schwulen Ex-Soapstar David (Thomas Gibson).

Prinz in Hölleland (D 1993) - Regie: Michael Stock

Alternatives Filmprojekt einiger Bewohner einer Wagenburg im Berliner Stadtteil Kreuzberg, welches Einblick in die schwule Punkszene vermittelt.

Labyrinth – Liebe ohne Ausweg (Entangled) (CDN 1993) - Regie: Max Fischer

Die Eifersucht des Hauptcharakters (Judd Nelson) führt zum Tod eines Unschuldigen. Sein schwuler Geliebter (Pierce Brosnan) rächt ihn.

[Bearbeiten] 1994

Bonsoir (F 1994) - Regie: Jean-Pierre Mocky

Die lesbische Caroline (Claude Jade) soll wegen ihrer Beziehung zu Gloria (Corinne Le Poulain) enterbt werden. Alex Ponttin (Michel Serrault) hilft ihr.

Der bewegte Mann (D 1994) - Regie: Sönke Wortmann

Norbert Brommer (Joachim Król) verliebt sich schüchtern in den Hetero Axel Feldheim (Til Schweiger). Nach zwei Comics von Ralf König.

Einsam Zweisam Dreisam (Threesome) (USA 1994) - Regie: Andrew Fleming

Collegestudent Eddy (Josh Charles) hat in einer bisexuellen Dreierbeziehung sein Coming Out.

Entsagung (Forsaken) (Kurzfilm, Norwegen / USA 1994) - Regie: Frank Mosvold

Ein schwuler Jugendlicher ist hin- und hergerissen zwischen seinen Gefühlen und seiner Religion.

Erdbeer und Schokolade (Fresa y Chocolate) (Kuba 1994) - Regie: Tomas Gutiérrez Alea

Ein schwuler Kulturbeamter versucht einen linientreuen Studenten zu verführen.

Go Fish (USA 1994) - Regie: Rose Troche

Die junge Lesbe Camille 'Max' West ist auf der Suche nach der großen Liebe.

Heavenly Creatures (NZ/UK/D 1994) - Regie: Peter Jackson

Die sich unverstanden fühlenden Teenager Pauline (Melanie Lynskey) und Juliet (Kate Winslet) träumen sich in ein Reich des Mittelalters. Sie werden der Homosexualität bezichtigt und sollen auseinandergebracht werden. Die beiden planen einen Mord, um dies zu verhindern.
Nach einer wahren Begebenheit aus den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts

Houseboy - Mein schriller Sommer (Lie Down With Dogs) (USA 1994) - Regie: Wally White

Der schwule New Yorker Studienabsolvent Tommie (Wally White) nimmt eine Stelle als Houseboy an, um sich Sommerferien in Provincetown zu verdienen.

Midnight Dancers (Sibak) (Philippinen 1994) - Regie: Mel Chionglo

Zwei Brüder arbeiten als Tänzer in einer Schwulenbar in Manila. Sie geben an, das nur des Geldes wegen zu machen, aber langsam kommen Zweifel an dieser Version der Geschichte...

No Ordinary Love - Lust und Laster in L.A. (USA 1994) - Regie: Doug Witkins

Not Angels But Angels (Tschechien 1994) - Regie: Wiktor Grodecki

Das Leid der (teils schwulen, teils heterosexuellen) Stricher in Prag.

Out: Stories of Lesbian and Gay Youth in Canada (Kanada 1994) - Regie: David Adkin

Dokumentation über das Coming out Jugendlicher, die sowohl positive als auch negative Erfahrungen aufzeigen. Auch Lehrer und Eltern kommen zu Wort.

Philadelphia (USA 1994) - Regie: Jonathan Demme - Oscars in den Kategorien Bester Hauptdarsteller und Bester Song

Der schwule AIDS-kranke Andrew Beckett (Tom Hanks) klagt mit Hilfe seines Anwalts Joe Miller (Denzel Washington), der anfangs eher eine Abneigung gegen Schwule hat, gegen seine Kündigung.

Der Priester (Priest) (UK 1994) - Regie: Antonia Bird

Der junge Priester Greg Pilkington (Linus Roache) strauchelt zwischen seinem Glauben und seiner Liebe zu einem Mann.

Priscilla – Königin der Wüste (The Adventures of Priscilla, Queen of the Desert) (AUS 1994) - Regie: Stephan Elliott

Drei Drag Queens sind in einem Bus unterwegs durch die australische Wüste und haben in einem kleinen Ort eine Panne.

Sis: The Perry Watkins Story (USA 1994) – Regie: Chiqui Cartagena

Dokumentarfilm über einen offen schwulen Sergeanten in der U. S. Army.

Die Summe der Gefühle (The Sum of Us) (AUS 1994) - Regie: Geoff Burton, Kevin Dowling

Der offen schwul lebende Jeff (Russell Crowe) wohnt bei seinem Vater Harry (Jack Thompson). Dieser ist auf der Suche nach einer Beziehung und will auch seinem Sohn dabei helfen.

Eine unerhörte Affäre (A Village Affair) (UK 1994) - Regie: Moira Armstrong

Geschichte einer lesbischen Liebe.

Vier Hochzeiten und ein Todesfall (Four Weddings and a Funeral) (UK 1994) - Regie: Mike Newell

Die Geschichte einiger Freunde (darunter auch ein schwules Paar), die gemeinsam vier Hochzeiten und einen Todesfall erleben. Mit Hugh Grant, Andie MacDowell, u. a.

[Bearbeiten] 1995

Antonias Welt (Antonia) (NL/B/UK 1995) - Regie: Marleen Gorris

Danielle, die Tochter der durchsetzungsstarken Außenseiterin Antonia, entdeckt ihre Homosexualität und geht eine Beziehung mit Lara, der Lehrerin ihrer Tochter Thérèse, ein.

Carrington - Liebe bis in den Tod (UK/F 1995) - Regie: Christopher Hampton

England ab 1915 im Umfeld der Bloomsbury Group: Die Malerin Dora Carrington (Emma Thompson) unterhält eine offene Beziehung zu dem schwulen Schriftsteller Lytton Strachey (Jonathan Pryce) und dessen Schwarm Major Ralph Partridge (Steven Waddington), welcher auf Stracheys Bitte Doras Ehemann wird.

It's My Party (USA 1995) - Regie: Randal Kleiser

Der unheilbar AIDS-kranke Nick Stark (Eric Roberts) feiert eine letzte Party mit all seinen Freunden.

Jeffrey (USA 1995) - Regie: Christopher Ashley

Just nachdem Jeffrey (Steven Weber) aus Angst vor AIDS dem Sex für immer abgeschworen hat, trifft er in dem HIV-positiven Steve (Michael T. Weiss) seinen Traummann.

Kaffee, Milch und Zucker (Boys on the side) (USA 1995) - Regie: Herbert Ross

Die lesbische Nachtclubsängerin Jane (Whoopi Goldberg) hat von New York City die Nase voll, gründet mit der Immobilienmaklerin Robin (Mary-Louise Parker) eine Fahrgemeinschaft und gabelt unterwegs noch ihre Freundin Holly (Drew Barrymore) auf, die gerade mit ihrem Freund Streit hatte. In einem kleinen Ort gründen sie eine Wohngemeinschaft.

Der kleine Tod (La Petite mort) (Kurzfilm, F 1995) - Regie: François Ozon

Der schwule Künstler Paul lebt mit seinem Freund Martial zusammen. Als sein Vater im Sterben liegt, sieht er ihn zum ersten Mal seit sechs Jahren wieder.

Kommt Mausi raus?! (D 1995) - Regie: Alexander Scherer, Angelina Maccarone

Die vom Land kommende 20jährige Kati (Julia Richter), genannt Mausi, hat in der Großstadt Hamburg ihr Coming Out.

Menmaniacs (D/USA 1995) - Regie: Jochen Hick

Dokumentation über den alljährlichen schwulen Reisezyklus zu den Fetisch-Wahlen „International Mr. Leather“ und „Mr. Drummer“.

Sebastian - Freundschaft oder Liebe? (När alla vet) (Norwegen / Schweden 1995) - Regie: Svend Wam

Der 16-jährige Sebastian verliebt sich in seinen besten Freund Ulf.

Stonewall (UK/USA 1995) - Regie: Nigel Finch

Spielfilm über das Stonewall In