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Liste der Figurengruppen in der Berliner Siegesallee
Liste der 34[1] Figurengruppen in der ehemaligen Siegesallee im Berliner Tiergarten. Der zukünftige Verbleib der Figuren, die sich im Lapidarium in Berlin-Kreuzberg befinden, ist mit Stand Juni 2007 offen, da das Lapidarium vom Liegenschaftsfonds Berlin verkauft wurde. Die Angaben über den Verbleib und den Zustand der Figuren stammen weitgehend aus dem Werk von Uta Lehnert, siehe Literatur.
Der mehrfach erwähnte Reinhold Koser war der Direktor des historischen Programms der Siegesallee.
Abgebildet sind in der Regel die Hauptfiguren. Einige Bilder zu den Gesamtgruppen und den Nebenfiguren siehe unter Commons:Siegesallee.
Postkarte (um 1900), im Vordergrund die Gruppe mit Otto II.
| Otto I. |
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| Hauptfigur: |
Otto I. (ca. 1128 – 1184), Sohn von Albrecht dem Bären |
| Titel, Funktion: |
2. Markgraf von Brandenburg |
| Regierungszeit: |
1170 – 1184 (an der Seite des Vaters bereits seit 1144) |
| Fürstengeschlecht: |
Askanier |
| Nebenfigur links: |
Sibold, 1. Abt im Kloster Lehnin, das von Otto gestiftet wurde |
| Nebenfigur rechts: |
Pribislaw-Heinrich, letzter slawischer Fürst in Brandenburg und Christ, vorübergehend mit deutschem Königstitel, Taufpate Ottos |
| Bildhauer: |
Max Unger |
| Datum der Enthüllung: |
22. März 1898 |
| Verbleib der Figuren: |
Otto I. (Teile abgebrochen, starke Konturschäden) im Lapidarium, Berlin Kreuzberg; Pribislaw (nur Kopf erhalten) in Berliner Privatbesitz; Sibold im Hofgut Waldeck in Utting am Ammersee, ehemaliger Besitz der Familie Siebold. |
| Otto II. |
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| Hauptfigur: |
Otto II. (nach 1147 – 1205), Sohn von Otto I. |
| Titel, Funktion: |
3. Markgraf von Brandenburg |
| Regierungszeit: |
1184 – 1205 |
| Fürstengeschlecht: |
Askanier |
| Nebenfigur links: |
Johann Gans Edler Herr zu Putlitz, Stifter des Klosters Marienfließ in der Prignitz und Otto politisch eng verbunden |
| Nebenfigur rechts: |
Heinrich von Antwerpen (auch: Heinrici de Antwerpe), Domherr des Brandenburger Domkapitels; erster Chronist der Mark Brandenburg (Tractatus de captione urbis Brandenburg) |
| Bildhauer: |
Joseph Uphues |
| Datum der Enthüllung: |
22. März 1899 |
| Verbleib der Figuren: |
Lapidarium, Berlin Kreuzberg (alle mit Kriegsschäden; Kopf H. v. Antwerpens abgebrochen und wieder angesetzt) |
| Albrecht II. |
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| Hauptfigur: |
Albrecht II. (ca. 1150 – 1220), jüngster Sohn von Otto I., Bruder von Otto II. |
| Titel, Funktion: |
vierter Markgraf von Brandenburg |
| Regierungszeit: |
1205 – 1220 |
| Fürstengeschlecht: |
Askanier |
| Nebenfigur links: |
Eike von Repgow, Verfasser des Sachsenspiegels |
| Nebenfigur rechts: |
Hermann von Salza, Hochmeister des Deutschen Ordens |
| Bildhauer: |
Johannes Boese |
| Datum der Enthüllung: |
22. März 1898 |
| Verbleib der Figuren: |
Lapidarium, Berlin-Kreuzberg (Albrecht II. und Salza Köpfe abgebrochen und 1984 wieder angesetzt; Albrecht fehlende Teile; Repkow linke Hand abgebrochen, vorhanden; Salza Arm mit Urkunde fehlt) |
[Bearbeiten] Johann I. und Otto III.
| J ohann I. und Otto III. |
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| Hauptfigur: |
Doppelstandbild der Brüder Johann I. (1213 – 1266) und Otto III. (1215 – 1267), die gemeinsam regierten, Söhne von Albrecht II. |
| Titel, Funktion: |
fünfter und sechster Markgraf von Brandenburg |
| Regierungszeit: |
Johann I. 1220 – 1266 ; Otto III. 1220 – 1267 |
| Fürstengeschlecht: |
Askanier |
| Nebenfigur links: |
Simeon von Cölln (2. Gründungsstadt Berlins), Propst, als Zeuge in der ersten Urkunde Cöllns (28. Oktober 1237) genannt (mit Johann I. und Bischof Gernand von Brandenburg)[2] |
| Nebenfigur rechts: |
Marsilius, erster nachgewiesener Schultheiß von Berlin (andere Angabe: von Cölln) |
| Bildhauer: |
Max Baumbach |
| Datum der Enthüllung: |
22. März 1900 |
| Verbleib der Figuren: |
Doppelstandbild (Kopf Otto abgebrochen, 1984 wieder angefügt; weitere Teile abgebrochen) Lapidarium, Berlin-Kreuzberg; Büsten (einzelne Teile abgebrochen) Zitadelle Spandau, Pulverkammer der Bastion König. |
| Johann II. |
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| Hauptfigur: |
Johann II. (* 1237(?); †10. September 1281), Sohn von Johann I. |
| Titel, Funktion: |
(Markgraf von Brandenburg, Mitregent seines Bruders Otto IV. (mit dem Pfeil)) |
| Regierungszeit: |
(Mitregent 1266 – 1281) |
| Fürstengeschlecht: |
Askanier (Johanneische Linie) |
| Nebenfigur links: |
Graf Günther I. von Lindow und Ruppin (? – 1284);
die Grafenlinie Lindow-Ruppin war eine Nebenlinie der thüringischen Grafen von Arnstein, siehe auch Wichmann von Arnstein; der Graf bezeugte mehrere Urkunden Johanns und hat sich wahrscheinlich in dessen Gefolge aufgehalten. |
| Nebenfigur rechts: |
Konrad Belitz, auch Konrad von Beelitz (? {Ersterwähnung 1288} – 1308), Fernhändler, Kaufmann [3], Ratsmann und Bürgermeister (?[4]) von Berlin; ältester erhaltener, künstlerisch bearbeiteter Grabstein Berlins, Franziskanerkloster, heute laut Edition Luisenstadt in der Nikolaikirche [5]. |
| Bildhauer: |
Reinhold Felderhoff |
| Datum der Enthüllung: |
14. November 1900 |
| Verbleib der Figuren: |
Hauptfigur (leichte Konturschäden) und Büste Graf Günter (ohne Kopf) im Lapidarium, Berlin-Kreuzberg; Büste Konrad Belitz verschollen (sollte laut Magistratsbeschluss vom 7. Juli 1947 in das Märkische Museum überführt werden). |
| Anmerkung zur Gestaltung: |
Die Gestaltung Felderhoffs fiel völlig aus dem Rahmen, indem er gegen die gängige historisierende Kunst eine (fast moderne) großflächige typisierende Form wählte (siehe ausführlich: Felderhoff, Siegesalleegruppe). |
[Bearbeiten] Otto IV. (mit dem Pfeil)
- Hauptfigur: Otto IV. (mit dem Pfeil) (ca. 1238 – 1308) , Sohn von Johann I.
- Titel, Funktion: Markgraf von Brandenburg
- Regierungszeit: 1267 – 1308
- Fürstengeschlecht: Askanier (Johanneische Linie)
- Nebenfigur links: Johann von Kröcher, genannt Droiseke, mit Erwähnungen in mindestens 180 Urkunden bestdokumentierter märkischer Ritter und Edelmann der askanischen Zeit, ausgedehnter Landbesitz
- Nebenfigur rechts: Johann von Buch, Vertreter des Bruders Johann II., sorgte für den Freikauf Ottos aus der Gefangenschaft, obwohl der ihn als Berater entlassen hatte
- Bildhauer: Karl Begas
- Datum der Enthüllung: 22. März 1899
- Verbleib der Figuren: Hauptfigur (nur Kopf erhalten) in Berliner Privatbesitz; Büsten im Lapidarium, Berlin-Kreuzberg (von Buch ohne Kopf, verschollen)
[Bearbeiten] Waldemar (der Große)
- Hauptfigur: Waldemar (der Große) (um 1280 – 14. August 1319)
- Titel, Funktion: Markgraf von Brandenburg
- Regierungszeit: 1308 – 1319, Mitregent bereits ab 1302
- Fürstengeschlecht: Askanier (Johanneische Linie)
- Nebenfigur links: Siegfried von Feuchtwangen, Hochmeister des Deutschen Ordens (unterstützte Waldemar im Kampf gegen Polen)
- Nebenfigur rechts: Heinrich Frauenlob von Meißen, Dichter und Minnesänger (verfasste ein Loblied auf Waldemar)
- Bildhauer: Reinhold Begas
- Datum der Enthüllung: 22. März 1900
- Verbleib der Figuren: Lapidarium, Berlin-Kreuzberg (Hauptfigur Konturschäden; leichte Beschädigungen an den Sockeln der Büsten)
- Anmerkung: Da Waldemar als der bedeutendste Askanier galt, legte Wilhelm II. auf die Gestaltung dieser Gruppe besonderen Wert und übertrug die Arbeit Reinhold Begas, dem künstlerischen Direktor des Gesamtprojekts Siegesallee. Der aber vermochte dem Auftrag kein Interesse abzugewinnen (was laut Lehnert der Figur dann auch anzusehen war) und versuchte die Arbeit abzugeben. Dem Wunsch entsprach der Kaiser nicht. [6]
[Bearbeiten] Heinrich II. (das Kind)
- Hauptfigur: Heinrich das Kind (1308 – 1320)
- Titel, Funktion: Markgraf von Brandenburg
- Regierungszeit: 1319/1320
- Fürstengeschlecht: Askanier (Johanneische Linie); der letzte Askanier in der Mark Brandenburg
- Nebenfigur links: Wartislaw IV., Herzog von Pommern-Wolgast, Vormund von Heinrich (etwas unklar, denn der Wikipediartikel nennt Waldemar als Vormund)
- Nebenfigur rechts: Ritter Wedigo von Plotho („Der Bauernschlächter“) mit der Physiognomie von Heinrich Zille, der für seinen Freund August Kraus Modell stand
- Bildhauer: August Kraus
- Datum der Enthüllung: 22. März 1900
- Verbleib der Figuren: Lapidarium, Berlin Kreuzberg (Hauptfigur ohne Kopf, re. Arm, li. Bein; Wedigo (=Zille) Kopf fehlt)
- Anmerkung: Da Heinrich das Kind für die märkische Geschichte bedeutungslos blieb, war seine Aufnahme in die Siegesallee in der Historischen Planungskommission unter Reinhold Koser sehr umstritten.
[Bearbeiten] Ludwig I. von Wittelsbach (der Bayer)
- Titel, Funktion: Markgraf von Brandenburg (als Ludwig V. Herzog von Bayern)
- Regierungszeit: 1323 – 1351 [7]
- Fürstengeschlecht: Wittelsbacher
- Nebenfigur links: Johann von Buch der Jüngere, Jurist, gehörte zum Gefolge Ludwigs. (Zum Vater Johann von Buch siehe Gruppe Otto IV. Die kaiserliche Direktive, nach der kein Geschlecht zweimal vertreten sein sollte, wurde nicht nur hier durchbrochen.)
- Nebenfigur rechts: Johann II., Burggraf von Nürnberg, 1345 für kurze Zeit Statthalter von Ludwig I. (der „eigentlich erste“ Hohenzoller in der Mark). Hält im rechten Arm seinen mit einem Brackenhaupt verzierten Helm (Bracke ist ein „starker Fanghund, Symbol der Jagdgerechtigkeit; das Brackenhaupt auf dem Hohenzollernwappen ist 1317 von der Familie erkauft worden.“[8])
- Bildhauer: Ernst Herter
- Datum der Enthüllung: 7. November 1899
- Verbleib der Figuren: Standbild Ludwig und Büste Johann von Buch wahrscheinlich kriegszerstört, verschollen. Lediglich der Torso des Nürnberger Burggrafen (Kopf verschollen) ist erhalten und befindet sich im Lapidarium, Kreuzberg.
[Bearbeiten] Ludwig II. (der Römer)
- Hauptfigur: Ludwig II. der Römer (* 12. Mai 1328; †17. Mai 1365)
- Titel, Funktion: 1351 – 1365 Markgraf von Brandenburg, 1356 – 1365 (erster) Kurfürst von Brandenburg (ferner als Ludwig VI. Herzog von Oberbayern)
- Regierungszeit: 1351–1365
- Fürstengeschlecht: Wittelsbacher
- Nebenfigur links: Ritter Hasso der Rote von Wedel, hatte sich um die Bekämpfung des Falschen Waldemar verdient gemacht; zudem sollte ein Mitglied der Familie von Wedel in der Skulpturenreihe vertreten sein.
- Nebenfigur rechts: Friedrich von Lochen, seit 1346 Landeshauptmann der Altmark
- Bildhauer: Emil Graf von Schlitz genannt Görtz (Adelsgeschlecht Schlitz). Von Görtz und seine Familie war dem Kaiser freundschaftlich verbunden, er trat ansonsten bildhauerisch kaum in Erscheinung. Lehnert resümiert ihren Eindruck der Gruppe: „Ganz offensichtlich war Graf Görtz den kompositorischen Anforderungen nicht gewachsen.“[9])
- Datum der Enthüllung: 14. November 1900
- Verbleib der Figuren: Sämtliche Figuren im Zweiten Weltkrieg zerstört, verschollen
[Bearbeiten] Otto V. (der Faule)
- Hauptfigur: Otto V. (der Faule) (* 1346; †15. November 1379)
- Titel, Funktion: Markgraf und Kurfürst von Brandenburg (ferner Herzog von Oberbayern)
- Regierungszeit: 1365 – 1373
- Fürstengeschlecht: Wittelsbacher – der letzte Wittelsbacher in der Mark Brandenburg
- Nebenfigur links: Thilo von Brügge, Berliner Patrizier, Münzmeister von Berlin, Inhaber des Stadtgerichts, Vogt über sechs märkische Städte. Die Büste zeigt ihn mit Amtskette. Das umstirnte Drachenhaupt im Wappen verweist auf die rheinische Herkunft seiner Familie.
- Nebenfigur rechts: Thilo von Wardenberg (Tiele Wardenberg), Bürgermeister (möglicherweise nur Ratsherr) von Berlin, Symbolfigur des Widerstands gegen Karl IV.. Sockelinschrift: Thilo von Wardenberg, Oldermann von Berlin.
- Bildhauer: Adolf Brütt
- Datum der Enthüllung: 22. März 1899
- Verbleib der Figuren: Alle drei (mit leichten Konturschäden) im Lapidarium, Berlin-Kreuzberg
- Anmerkung: Die Gruppe gehörte zu den wenigen, die sowohl bei Auftraggebern wie auch Vertretern der „Moderne“ hohe künstlerische Wertschätzung genossen. Der Kaiser war besonders angetan von der brillant getroffenen nichtstuerischen Nonchalance[10]. Allerdings reizte der „in ziemlich lascher Haltung und mit herunterhängenden Augenlidern, kurz mit blödem Gesicht“[11] dargestellte Wittelsbacher die zeitgenössischen Kritiker der Siegesallee zu bissigen Karikaturen, siehe Siegesallee, Otto der Faule.
- Hauptfigur: Karl IV. (* 14. Mai 1316; †29. November 1378)
- Titel, Funktion: Der Titel Markgraf und Kurfürst von Brandenburg lag eigentlich bei seinem minderjährigen Sohn Wenzel von Luxemburg (1361–1419), doch führte Karl IV. die Regierungsgeschäfte für ihn aus. Wenzel fand in der Siegesallee an keiner Stelle eine Erwähnung.
- Regierungszeit: 1373 – 1378
- Fürstengeschlecht: Luxemburger
- Nebenfigur links: Dietrich von Portitz (genannt Kagelwit), Erzbischof von Magdeburg und Berater des Kaisers (siehe auch Kagelwit und die Schweinsohren)
- Nebenfigur rechts: Claus von Bismarck aus der Stendaler Patrizierfamilie von Bismarck, Magdeburger Stiftshauptmann und markgräflicher Hofmeister
- Bildhauer: Ludwig Cauer
- Datum der Enthüllung: 26. August 1899
- Verbleib der Figuren: Alle drei im Lapidarium, Berlin-Kreuzberg. Hauptfigur ohne Kopf (war 1950 noch vorhanden)
[Bearbeiten] Sigismund (Kaiser)
- Titel, Funktion: Markgraf und Kurfürst von Brandenburg (ferner u.a. römisch-deutscher Kaiser 1433–1437)
- Regierungszeit: 1378 – 1397, 1411 – 1415 (Die Lücke zwischen 1397 und 1411, die Jobst von Mähren ausfüllte, wurde in den Darstellungen der Siegesallee nicht geschlossen; der Vorschlag Kosers von 1895, mit Sigmund und Jobst eine Doppelgruppe zu installieren, wurde aus unbekannten Gründen nicht realisiert.[12])
- Fürstengeschlecht: Luxemburger
- Nebenfigur links: Lippold von Bredow, Landeshauptmann, aus dem mittelmärkischen Adelsgeschlecht Bredow im Ländchen Friesack
- Nebenfigur rechts: Bernd Ryke (heute meist: Bernd Reiche), Berliner Bürgermeister (siehe Rykestraße)
- Bildhauer: Eugen Börmel
- Datum der Enthüllung: 6. Mai 1900
- Verbleib der Figuren: Alle drei im Lapidarium, Berlin-Kreuzberg. Einzelne Teile der Hauptfigur abgebrochen; Köpfe beider Nebenfiguren abgebrochen, 1984 wieder angesetzt.
- Regierungszeit: 1415 - 1440, seit 1425 von seinem ältesten Sohn Johann verwaltet
- Fürstengeschlecht: Hohenzollern
- Nebenfigur links: Ritter Johann Graf von Hohenlohe aus dem fränkischen Adelsgeschlecht Hohenlohe, ließ bei Begründung der Hohenzollernherrschaft in der Schlacht am Kremmer Damm 1412 sein Leben.
- Nebenfigur rechts: Wend von Ileburg (Adelsfamilie Eulenburg), Landeshauptmann, kaum Bedeutung für die märkische Geschichte. Laut Lehnert Reverenzentscheidung zugunsten der dem Kaiser nahestehenden Adelsfamilie Eulenburg. Ursprünglich war Caspar Gans zu Putlitz vorgesehen[13], auch wenn er am Kremmer Damm noch gemeinsam mit den Quitzows die Hohenzollern bekämpft hatte.
- Relief: Als Besonderheit dieser Gruppe war in der Bank zwischen den beiden Büsten ein Relief eingelassen, das die Kurfürstin Elisabeth im Gebet zeigte. Das war die einzige Darstellung einer Frau in der gesamten Monumentalallee, was selbst Reinhold Koser bedauerte.
- Bildhauer: Karl Ludwig Manzel
- Datum der Enthüllung: 28. August 1900
- Verbleib der Figuren: Alle drei Figuren im Lapidarium, Berlin-Kreuzberg. Bei beiden Büsten fehlt die rechte Hand. Das Relief der Kurfürstin Elisabeth ist nicht erhalten.
[Bearbeiten] Friedrich II. (der Eiserne, der Eisenzahn)
- Hauptfigur: Friedrich II. (* 19. November 1413; †10. Februar 1471);
dargestellt als Bezwinger des städtischen Widerstands; die Urkunde in seiner Faust symbolisiert die Unterwerfung der Doppelstadt Berlin-Cölln nach dem Berliner Unwillen; die Streitaxt, die Pfeile und die zerrissenen Urkunden am Boden sollen gleichfalls auf die vom Eisenzahn gebrochene Macht der märkischen Städte hinweisen („historisch verbrämte Warnung“ Wilhelm II. an die aktuellen Stadtväter um 1900[14]).
- Titel, Funktion: Markgraf/Kurfürst
- Regierungszeit: 1440 - 1470
- Fürstengeschlecht: Hohenzollern
- Nebenfigur links: Friedrich Sesselmann, Kanzler der Mark unter Friedrich I., ab 1455 Bischof im Bistum Lebus
- Nebenfigur rechts: Wilke Blankenfelde, Bürgermeister von Berlin, zwar einer der „[...] gegen Friedrich II. revoltierenden Patrizier [...], später jedoch als geläuterter Untertan wieder in Amt und Würden eingesetzt und damit denkmalwürdig [...].“[15] Hält in seiner rechten Hand das wiederverliehene Amtssiegel.
- Bildhauer: Alexander Calandrelli
- Datum der Enthüllung: 22. Dezember 1898
- Verbleib der Figuren: Hauptfigur und Büste Blankenfelde (beide gut erhalten mit einzelnen fehlenden Teilen) im Lapidarium, Berlin-Kreuzberg; Büste Sesselmann in der Zitadelle Spandau, Pulverkammer, Bastion König (Mitraspitzen abgebrochen)
- Anmerkung: Die Physiognomie für Friedrich II. übernahm Calandrelli einfach von dem Denkmal für Friedrich I., das er 1894 für die Stadt Friesack geschaffen hatte. Dabei berief er sich auf die Familienähnlichkeit von Vater und Sohn.
- Hauptfigur: Johann Cicero (* 2. August 1455; †9. Januar 1499)
- Titel, Funktion: Markgraf/Kurfürst
- Regierungszeit: 1486 - 1499
- Fürstengeschlecht: Hohenzollern
- Nebenfigur links: Eitelwolf von Stein, (†1515), Humanist und kurfürstlicher Berater
- Nebenfigur rechts: Busso von Alvensleben (ca. 1441 - 1495), Landeshauptmann
- Bildhauer: Albert Manthe
- Datum der Enthüllung: 14. November 1900
- Verbleib der Figuren: Alle drei im Lapidarium, Berlin-Kreuzberg. Insgesamt viele kleinere, an der Hauptfigur teils starke Schäden.
[Bearbeiten] Joachim I. (Nestor)
- Hauptfigur: Joachim I. Nestor (* 21. Februar 1484; †11. Juli 1535)
- Titel, Funktion: Markgraf/Kurfürst
- Regierungszeit: 1499 - 1535, bis 1513 gemeinsam mit seinem Bruder Albrecht
- Fürstengeschlecht: Hohenzollern
- Nebenfigur links: Albrecht (1490 - 1545), Markgraf, Erzbischof von Magdeburg und Mainz
- Nebenfigur rechts: Dietrich von Bülow (†1523), Bischof von Lebus
- Bildhauer: Johannes Götz (Johann Gottfried Götz)
- Datum der Enthüllung: 28. August 1900
- Verbleib der Figuren: Alle drei im Lapidarium, Berlin-Kreuzberg. Hauptfigur gut erhalten. Büste Albrecht Bruchschäden, Teil des Gesichts abgeplatzt; an der Bülow-Büste fehlt der Kopf.
[Bearbeiten] Joachim II. (Hektor)
- Hauptfigur: Joachim II. Hektor (* 13. Januar 1505; †3. Januar 1571)
- Titel, Funktion: Markgraf/Kurfürst. Die erbbedingte vorübergehende Aufteilung der Mark zwischen Hector und seinem jüngeren Bruder Johann dem Weisen (auch Hans von Küstrin), der die Neumark als Markgrafschaft Brandenburg-Küstrin erhielt, wurde in der Siegesallee nicht thematisiert; Johann fand keine Erwähnung.
- Regierungszeit: 1535 - 1571
- Fürstengeschlecht: Hohenzollern
- Nebenfigur links: Georg der Fromme von Ansbach (1484 - 1543 oder 1545), Markgraf des Fürstentums Ansbach.
- Nebenfigur rechts: Matthias von Jagow (1480 oder 1490 - 1544 oder 1545), Bischof von Brandenburg, Reformator und Ratgeber Hektors; von ihm hatte Hektor 1539 das Abendmahl in beiderlei Gestalt empfangen.
- Relief: In der Bankmitte zwischen den Nebenfiguren vergoldetes Bronzemedaillon mit Porträtrelief Martin Luthers; Inschrift des Sockels auf Befehl Wilhelm II.: Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen.
- Bildhauer: Harro Magnussen. Das Denkmal ist das letzte in der Reihe der Siegesallee, das die Hauptperson mit einer Rüstung zeigt. Bei der Darstellung Hectors Rüstung übertrug Magnussen exakt die Einzelheiten der reichverzierten Prunkrüstung Joachims II., die im Zeughaus ausgestellt war.
- Datum der Enthüllung: 22. Dezember 1900
- Verbleib der Figuren: Hauptfigur und Büste Georg der Fromme im Lapidarium, Berlin-Kreuzberg (beide ohne Kopf und mit weiteren Schäden); Büste Jagow und Medaillon Luther verschollen.
- Anmerkung: Zentrales Thema der Gruppe war die Einführung der Reformation 1539 durch Hektor. Neben der Auswahl der Begleitfiguren unterstrichen die historische Kommission und Magnussen das Thema mit einer üppig verzierten Inschriftenkartusche am Denkmalsockel, in der unter anderem ein Abendmahlskelch und eine Oblate dargestellt war.[16]
- Hauptfigur: Johann Georg (* 11. September 1525, †8. Januar 1598)
- Titel, Funktion: Markgraf/Kurfürst
- Regierungszeit: 1571 - 1598
- Fürstengeschlecht: Hohenzollern
- Nebenfigur links: Graf Rochus zu Lynar (1525 - 1596), Hauptbaumeister der Zitadelle Spandau und der Festung Peitz
- Nebenfigur rechts: Lampert Distelmeyer (1522 - 1588), Kanzler der Mark Brandenburg
- Bildhauer: Martin Wolff
- Datum der Enthüllung: 18. Dezember 1901
- Verbleib der Figuren: Hauptfigur im Lapidarium, Berlin-Kreuzberg. Büsten in der Zitadelle Spandau. Graf Rochus an der Treppe zum Kommandantenhaus, Distelmeyer in der Zitadellenschänke. Alle drei Figuren mit diversen Beschädigungen und fehlenden Teilen.
- Hauptfigur: Joachim Friedrich (* 27. Januar 1546; †18. Juli 1608)
- Titel, Funktion: Markgraf/Kurfürst
- Regierungszeit: 1598 - 1608
- Fürstengeschlecht: Hohenzollern
- Nebenfigur links: Graf Hieronymus von Schlick aus der Familie Schlick, Präsident des geheimen Rates
- Nebenfigur rechts: Johann von Loeben (1561 - 1636) aus der Familie Loeben, Kanzler
- Bildhauer: Norbert Pfretzschner
- Datum der Enthüllung: 26. Oktober 1900
- Verbleib der Figuren: Hauptfigur und von Loeben im Zweiten Weltkrieg zerstört, verschollen. Graf Hieronymus: Torso im Lapidarium, Berlin-Kreuzberg; Kopf im Besitz der Erben des Theaterkritikers Friedrich Luft.
- Hauptfigur: Johann Sigismund (* 8. November 1572; †23. Dezember 1619)
- Titel, Funktion: Markgraf/Kurfürst
- Regierungszeit: 1608 - 1619
- Fürstengeschlecht: Hohenzollern
- Nebenfigur links: Graf Fabian von Dohna (1550 - 1622), Oberburggraf
- Nebenfigur rechts: Thomas von dem Knesebeck (1559 - 1625), Geheimer Rat und Landeshauptmann
- Bildhauer: Peter Breuer
- Datum der Enthüllung: 30. September 1901
- Verbleib der Figuren: Hauptfigur (erhebliche Kriegsschäden, Gesicht abgeplatzt) im Lapidarium, Berlin-Kreuzberg. Beide Büsten verschollen.
- Hauptfigur: Georg Wilhelm (* 3. November 1595; †1. Dezember 1640)
- Titel, Funktion: Markgraf/Kurfürst
- Regierungszeit: 1619 - 1640
- Fürstengeschlecht: Hohenzollern
- Nebenfigur links: Konrad von Burgsdorff (1595 - 1652), Oberst
- Nebenfigur rechts: Graf Adam von Schwartzenberg (1583 - 1641), Kanzler
- Bildhauer: Cuno von Uechtritz-Steinkirch
- Datum der Enthüllung: 23. Dezember 1899
- Verbleib der Figuren: Hauptfigur (rechter Arm fehlt, weitere erhebliche Schäden) und Büste Graf Adam (ohne Nase, starke Konturschäden) im Lapidarium, Berlin-Kreuzberg. Büste Konrad von Burgsdorff verschollen.
- Anmerkung zur Gestaltung: Da der zaudernde und unentschlossene Kurfürst sich den Wirren der Zeit und des Dreißigjährigen Krieges nicht gewachsen gezeigt und sich bei weiterhin aufwändiger Hofhaltung nach Königsberg zurückgezogen hatte, wählte der Bildhauer statt einer erhabenen Monumentalfigur eine dekorative, luxuriös ausstaffierte Kostümfigur. Eine ornamentale Ausstattung mit Fabeltieren und Blattwerk in der Inschriftenkartusche, pilasterartig gestaltete Bankwangen und zwei Löwenfiguren unter der Bank (Symbol für die ruhende Stärke Brandenburgs) unterstrichen die malerische Darstellung, die dem besonderen Talent des Bildhauers entsprach. (Siehe von Uechtritz-Steinkirch, Siegesallee.) Die Belehnung Brandenburgs mit Preußen in Georg Wilhelms Regierungszeit wurde nicht thematisiert.
[Bearbeiten] Friedrich Wilhelm (der große Kurfürst)
- Hauptfigur: Friedrich Wilhelm (* 16. Februar 1620; †9. Mai 1688)
- Titel, Funktion: Markgraf/Kurfürst
- Regierungszeit: 1640 - 1688
- Fürstengeschlecht: Hohenzollern
- Nebenfigur links: Reichsfreiherr Georg von Derfflinger (1606 - 1695), Generalfeldmarschall
- Nebenfigur rechts: Freiherr Otto von Schwerin der Ältere (1616 - 1679), Oberpräsident des Geheimen Rates
- Bildhauer: Fritz Schaper
- Datum der Enthüllung: 30. März 1901
- Verbleib der Figuren: Alle drei im Lapidarium, Berlin-Kreuzberg. Alle mit Schäden und Abbrüchen.
[Bearbeiten] Friedrich III. (Friedrich I. (Preußen))
- Hauptfigur: Friedrich III. (* 11. Juli 1657; †25. Februar 1713)
- Titel, Funktion: Markgraf/Kurfürst und ab 1701 als Friedrich I. zusätzlich König in Preußen
- Regierungszeit: 1688 - 1713
- Fürstengeschlecht: Hohenzollern
- Nebenfigur links: Andreas Schlüter (1664 - 1714), Bildhauer und Baumeister des Berliner Schlosses
- Nebenfigur rechts: Freiherr Eberhard von Danckelmann (1643 - 1722), Hauslehrer von Friedrich, Minister, Oberpräsident des Geheimen Rates
- Bildhauer: Gustav Eberlein
- Datum der Enthüllung: 5. Mai 1900
- Verbleib der Figuren: Alle drei im Lapidarium, Berlin-Kreuzberg. Konturschäden und abgebrochene Teile an der Hauptfigur; Büsten mit leichten Beschädigungen.
[Bearbeiten] Friedrich Wilhelm I. (Soldatenkönig)
- Titel, Funktion: Markgraf/Kurfürst, König in Preußen
- Regierungszeit: 1713 - 1740
- Fürstengeschlecht: Hohenzollern
- Nebenfigur links: Leopold von Anhalt-Dessau, Der Alte Dessauer, (1676 - 1747), Feldmarschall
- Nebenfigur rechts: Heinrich Rüdiger von Ilgen (1654 - 1728), Minister des Auswärtigen
- Bildhauer: Rudolf Siemering
- Datum der Enthüllung: 22. Dezember 1900
- Verbleib der Figuren: Alle drei im Lapidarium, Berlin-Kreuzberg. An der Hauptfigur fehlen Teile, der rechte Unterarm ist mit einer Eisenklammer am Oberarm befestigt. Beiden Büsten fehlen die Nasen. Die Büste des Ministers von Ilgen befand sich zwischen 1954 und 1988 im Park des Schlosses Britz, das Ilgen 1719 gekauft hatte. Seit 1988 steht dort eine Kopie der Büste.
[Bearbeiten] Friedrich II. (der Große)
- Hauptfigur: Friedrich II. (* 24. Januar 1712; †17. August 1786)
- Titel, Funktion: Markgraf/Kurfürst, König von Preußen
- Regierungszeit: 1740 - 1786
- Fürstengeschlecht: Hohenzollern
- Nebenfigur links: Graf Kurt Christoph von Schwerin (1684 - 1757), Generalfeldmarschall
- Nebenfigur rechts: Johann Sebastian Bach (1685 - 1750), Komponist
- Bildhauer: Joseph Uphues
- Datum der Enthüllung: 26. August 1899
- Verbleib der Figuren: Hauptfigur (rechter Arm mit Stock fehlt), ihr Sockel (gut erhalten) und Büste Graf von Schwerin (rechter Arm teilzerstört) im Lapidarium, Berlin-Kreuzberg. Büste von Bach verschollen.
[Bearbeiten] Friedrich Wilhelm II. (der dicke Lüderjahn)
- Hauptfigur: Friedrich Wilhelm II. (* 25. September 1744; †16. November 1797)
- Titel, Funktion: Markgraf/Kurfürst, König von Preußen
- Regierungszeit: 1786 - 1797
- Fürstengeschlecht: Hohenzollern
- Nebenfigur links: Graf Johann Heinrich Casimir von Carmer (1720 - 1801), Großkanzler und Justizreformer
- Nebenfigur rechts: Immanuel Kant (1724 - 1804), Philosoph
- Bildhauer: Adolf Brütt
- Datum der Enthüllung: 22. März 1900
- Verbleib der Figuren: Alle drei im Lapidarium, Berlin-Kreuzberg. Bei allen drei Figuren fehlen die Köpfe.
[Bearbeiten] Friedrich Wilhelm III.
- Hauptfigur: Friedrich Wilhelm III. (* 3. August 1770; †7. Juni 1840)
- Titel, Funktion: Markgraf/Kurfürst, König von Preußen
- Regierungszeit: 1797 - 1840
- Fürstengeschlecht: Hohenzollern
- Nebenfigur links: Gebhard Leberecht von Blücher (1742 - 1819), Generalfeldmarschall
- Nebenfigur rechts: Karl Freiherr vom und zum Stein (1757 - 1831), Minister
- Relief: auf der Bank zwischen den Assistenzfiguren Reliefbildnis des Bildhauers Johann Gottfried Schadow (1764 - 1850)
- Bildhauer: Gustav Eberlein
- Datum der Enthüllung: 30. März 1901
- Verbleib der Figuren: Hauptfigur (rechte Hand und Stock fehlen) im Lapidarium, Berlin Kreuzberg; Büste Freiherr vom Stein am Reformationsplatz Spandau, Büste Blücher verschollen; Schadow-Relief nicht erhalten.
[Bearbeiten] Friedrich Wilhelm IV.
Bei'm Enkelsohn und Auftraggeber Wilhelm II. durchgefallener Erstentwurf
[Bearbeiten] Wilhelm I. (Deutscher Kaiser)
- Hauptfigur: Wilhelm I. (* 22. März 1797; †9. März 1888)
- Titel, Funktion: Markgraf/Kurfürst, König von Preußen, erster deutscher Kaiser
- Regierungszeit: 1861 - 1888 als König von Preußen, 1871 - 1888 deutscher Kaiser
- Fürstengeschlecht: Hohenzollern
- Nebenfigur links: Helmuth Karl Bernhard Graf von Moltke (1800 - 1891), Generalstabschef
- Nebenfigur rechts: Fürst Otto von Bismarck (1815 - 1898), Reichskanzler
- Bank: Die Banklehne schmückten die Bildhauer mit einem Fries von Kornblumen und Ähren, den Lieblingspflanzen Wilhelms I.
- Bildhauer: Reinhold Begas (?) – die Nebenfiguren stammen wohl tatsächlich von Begas, während das Hauptdenkmal sehr wahrscheinlich vom Begas-Meisterschüler August Kraus entworfen und ausgeführt wurde, der bereits die Gruppe 9 mit Heinrich dem Kind modelliert hatte. Das Erstmodell Wilhelms I. von Begas war bei Wilhelm II., dem Enkelsohn des ersten deutschen Kaisers, durchgefallen. „In Verbindung mit dem Pickelhelm machte das Modell [...] einen zu soldatischen Eindruck, das heißt, es brachte die Herrscherwürde nicht angemessen zum Ausdruck.“ Kraus, der zwischen eigenen Arbeiten dem Meister immer wieder seine Arbeitskraft zur Verfügung stellte, hat dann sehr wahrscheinlich in Begas Werkstatt das zentrale Standbild ausgeführt, „die Urheberschaft jedoch erst später für sich beansprucht[...].“ [17]
- Datum der Enthüllung: 30. März 1901 (Der Erstentwurf stammt aus dem Jahr 1899)
- Verbleib der Figuren: Hauptfigur (starke Beschädigung im Gesicht) im Lapidarium, Berlin Kreuzberg; Nebenfiguren verschollen.
[Bearbeiten] Friedrich III. (Deutscher Kaiser)
- Hauptfigur: Friedrich III. * 18. Oktober 1831; †15. Juni 1888
- Titel, Funktion: Deutscher Kaiser. Sockelaufschrift: FRIEDRICH III. / DEUTSCHER KAISER / KOENIG / VON PREUSSEN
- Regierungszeit: 1888 als König von Preußen und deutscher Kaiser
- Fürstengeschlecht: Hohenzollern
- Nebenfigur links: Generalfeldmarschall Leonhard von Blumenthal
- Nebenfigur rechts: Hermann von Helmholtz, Physiker und Physiologe
- Bank: Die Banklehne schmückten die Bildhauer mit einem Fries von Eichenlaubgewinden.
- Rahmenentwurf: Architekten Ernst von Ihne und Wassermann.
- Bildhauer Adolf Brütt und Verbindung mit seinen Schülern und Franz Tübbecke.[18] Laaser Marmor
- Datum der Enthüllung: 18. Oktober 1903 (72. Geburtstag Kaiser Friedrich III.)
- Verbleib der Figuren unbekannt.
[Bearbeiten] Kaiserin Friedrich
- ↑ Nr. 33 = Egränzungsauftrag Kaiser Wilhelm II. vom 3. Oktober 1900 an Adolf Brütt; Enthüllung 18. Oktober 1903 - Nr. 34 Kaiserin Friedrich; vgl. Steckner, 1989, S. 182 - 193.
- ↑ Chronik bei Luise Berlin, 1. Eintrag [1]
- ↑ Winfried Schich: Das mittelalterliche Berlin ..., S. 175, 181
- ↑ Die vielfache und auch von Lehnert vorgenommene Zuschreibung „Bürgermeister“ können wir nicht verifizieren; die Standardwerke zur Berliner Geschichte (Ribbe ... in 2 Bänden; Stadtoberhäupter ...; Edition Luisenstadt ...) enthalten diese Angabe nicht, sondern sprechen lediglich von „Ratsmann“
- ↑ Edition Luisenstadt, Johann Wiperti [2]
- ↑ Uta Lehnert: Der Kaiser und die ..., S. 123, 124
- ↑ Die einschlägige Literatur zur Siegesallee enthält hier die Angabe 1324 (statt 1323), die auf der entsprechenden Inschrift am Sockel beruht. Diese Angabe beruht auf einem Irrtum von Reinhold Koser, dem historischen Direktor der Siegesallee. Vgl. Uta Lehnert: Der Kaiser und die ..., S. 64, Anm. 6
- ↑ Uta Lehnert: Der Kaiser und die ..., S. 238, Anm. 55
- ↑ Uta Lehnert: Der Kaiser und die ..., S. 135
- ↑ Uta Lehnert: Der Kaiser und die ..., S. 137
- ↑ Helmut Caspar (Hrsg): Die Beine der Hohenzollern ..., S. 56
- ↑ Uta Lehnert: Der Kaiser und die ..., S. 56
- ↑ Uta Lehnert: Der Kaiser und die ..., S. 147f
- ↑ Uta Lehnert: Der Kaiser und die ..., S. 150
- ↑ Uta Lehnert: Der Kaiser und die ..., S. 151
- ↑ Uta Lehnert: Der Kaiser und die ..., S. 171-174
- ↑ Uta Lehnert: Der Kaiser und die ..., S. 218, 374; siehe ausführlicher unter August Kraus
- ↑ Cornelius Steckner: Der Bildhauer Adolf Brütt, Heide 1989, S. 188f.
- Helmut Caspar (Hrsg): Die Beine der Hohenzollern, interpretiert an Standbildern der Siegesallee in Primaneraufsätzen aus dem Jahre 1901, versehen mit Randbemerkungen Seiner Majestät Kaiser Wilhelm II., Berlin Edition, Berlin 2001, ISBN 3814800869, 128 S.
- Uta Lehnert: Der Kaiser und die Siegesallee. Réclame Royale, Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-496-01189-0.
- Winfried Schich: Das mittelalterliche Berlin (1237-1411). In: Wolfgang Ribbe (Hrsg.), Veröffentlichung der Historischen Kommission zu Berlin: Geschichte Berlins. 1. Band, Verlag C.H. Beck, München 1987, ISBN 3-406-31591-7.
- Cornelius Steckner: Der Bildhauer Adolf Brütt. Schleswig-Holstein . Berlin . Weimar. Verlag Boyens & Co., Heide 1989 bes. S. 182 - 193 ISBN 3-8042-0479-1 (Schriften der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek, Hrsg. Dieter Lohmeier, Bd. 9)
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