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Lebende SpracheDer Ausdruck Lebende Sprache meint alle die Sprachen, die derzeit von einer Sprachgemeinschaft verwendet werden. Zu den lebenden Sprachen gehören neben Deutsch, Französisch und Englisch auch viele Sprachen relativ kleiner Sprachgemeinschaften wie etwa in Europa das Färöische oder das Gälische. Die verbreitetsten lebenden Sprachen sind (je nach Quelle)
Vielfach haben sich Sprachen durch nationale Expansionen (Handel, Kolonisation) oder auch Migration zu modernen Weltsprachen ("lingua franca") entwickelt. Zu den im Gegensatz zur lebenden Sprache stehenden toten Sprachen (auch: ausgestorbene Sprache) zählen das Etruskische, die meisten keltischen Sprachen, das Ägyptische und zahlreiche indigene Sprachen Amerikas. [Bearbeiten] SonderfälleEin Sonderfall kann sich daraus ergeben, dass eine Sprache, die einmal ausgestorben war, durchaus wiederbelebt werden kann. Das bekannteste Beispiel hierfür ist das moderne Hebräisch (Ivrit), das heute als Staatssprache Israels wieder zu den lebenden Sprachen gehört. Ein anderer Sonderfall sind diejenigen Sprachen, die von keiner Sprachgemeinschaft mehr getragen werden, also auch nicht mehr von Kindern als Muttersprache erlernt werden, aber doch in einem gewissen Rahmen weiter benutzt werden. Beispiele hierfür sind das Sanskrit, das in religiösem Rahmen noch verwendet wird; Haarmann (2001) berichtet, dass es auch eine tägliche Nachrichtensendung in dieser Sprache gebe[2], oder das Ge'ez, das heutzutage nur noch die Kirchensprache der äthiopischen und eritreischen orthodoxen Kirchen ist. Ein dritter Sonderfall sind die sogenannten Plansprachen (Welthilfssprachen) [3], künstlich entwickelte Sprachen wie Esperanto oder Volapük, für die sich nur ausnahmsweise eine eigene Sprachgemeinschaft entwickelte, wie dies beim Esperanto der Fall ist. [4] Diese Sprachen werden zwar gesprochen, haben aber zumeist nur wenige oder keine (einsprachigen) Muttersprachler. [Bearbeiten] Einzelnachweise
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