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Abkürzung: WP:KW

Karten für die Wikipedia!

Wikipedia braucht viele Karten. Dieser Artikel gehört zu den Hilfeseiten innerhalb der Wikipedia, die sich mit dem Erstellen von Karten und der Verarbeitung von Geodaten befassen. Für alle Kartenprojekte sollten Klasse statt Masse im Vordergrund stehen!

Weitere Links zum Thema Karten finden sich in der Linkleiste Redaktion Bilder rechts.

ANMERKUNG: Aufgrund der umfangreichen Thematik und ihrer "Reichweite" bitte Ergänzungen für die genannten Seiten zunächst auf den entsprechenden Diskussionsseiten angeben. Unterschreibe dort bitte mit --~~~~


Inhaltsverzeichnis


[Bearbeiten] Einführung

Diese Seite erklärt Schritt für Schritt, wie man Karten mit dem Programm GMT (Generic Mapping Tools) erstellt.

Zu einem Artikel in der Wikipedia eine Karte herzustellen ist oft eine aufwendige Angelegenheit. In der Regel muss man eine Karte, die als Vorlage dienen soll, mit Hilfe eines Scanners digitalisieren. Anschließend muss die eingescannte Karte vektorisiert und mit den notwendigen Informationen ergänzt werden. Wenn man zusätzlich die Topografie (Berge, Täler, …) darstellen will, dann wird dies oft eine schwierige Angelegenheit.

Mit Hilfe von GMT können Karte wesentlich einfacher erzeugt werden. Über ein vektorbasiertes Grafikprogramm kann man anschließend die erzeugte Karte individuell ergänzen. Die nachfolgenden Beispielkarten sind auf der Grundlage von GMT entstanden. Zahlreiche weitere Beispiele sind auf Wikipedia Commons zu finden.

[Bearbeiten] Das Programm

[Bearbeiten] Was ist GMT?

Wie schon der Wikipedia-Artikel erklärt, ist GMT eine kostenfreie Open-Source-Software-Sammlung, die aus über 60 Programmen besteht, von denen man jedoch für die eigentliche Kartenherstellung nur eine Handvoll braucht. In GMT sind bereits geografische Datensätze (Küstenlinien, Grenzen, Flüsse und Seen) enthalten, die je nach Auflösung entsprechend hochwertige Ergebnisse liefern können. Für die Darstellung von weiteren Karteninformationen (Topographie, Ortspositionen) sind zusätzliche Angaben oder Datensätze notwendig.

GMT hat keine grafische Benutzeroberfläche. Zum Starten des Programms und zum Erstellen von Karten müssen also Befehlszeilen in die Eingabeaufforderung (MS-DOS-Eingabeaufforderung oder Terminal) eingetippt werden. Die Ausgabe erfolgt als PostScript (Dateiendung: .ps). Zur Nachbearbeitung wird ein Grafikprogramm benötigt, das ps-Dateien importieren kann. Dazu muss eventuell Ghostscript installiert werden.

Des Weiteren sind die GMT-Kartendaten teilweise veraltet oder geringfügig fehlerhaft. So ist der Aralsee und Tschadsee in Wirklichkeit wesentlich kleiner als in den GMT-Daten angegeben. Der Sarykamyschsee fehlt im GMT-Datensatz. Einige Flusslinien (z.B. an großen Flussmündungen wie der Amazonas- und Lenamündung) fehlen teilweise und bei Grenzflüssen sind Grenzlinien nicht immer genau auf Flusslinien. Zudem sind Ländergrenzen teilweise nicht eingezeichnet, wie bei Osttimor, Vatikanstadt und Eritrea, oder unvollständig wie zwischen Israel/Syrien, Westjordanland/Jordanien, Moldawien/Ukraine, Deutschland/Polen und Guyana/Suriname. Die südwestliche Grenze des Iraks zu Jordanien/Saudi-Arabien und die Südwestgrenze der Vereinigten Arabischen Emirate sind nicht auf dem aktuellen Stand. Die Grenzen der Exklave Walfischbucht existieren in Wirklichkeit nicht mehr. Diese aufgeführten Fehler können lediglich im Nachhinein mit einem Grafikprogramm korrigiert werden.

[Bearbeiten] Installation

Über die offizielle Homepage von GMT gelangt man zur Downloadseite mit verschiedenen Download-Möglichkeiten über FTP-Mirrors. Hier kann man die benötigten Dateien herunterladen. Für Unixsysteme wie Mac OS X oder Linux ist ein Installationspaket mit einer Installationsroutine erhältlich. Für Microsoft Windows muss man folgenden Weg nachvollziehen:

  • Die Datei GMT4.3.1_basic_install.exe herunterladen und in das Verzeichnis C:\GMT installieren.
  • Für hochauflösende Küsten-, Fluss- und Grenzlinien muss zusätzlich die Datei GSHHS1.10_highfull_install.exe heruntergeladen und ebenfalls in das Verzeichnis C:\GMT installiert werden.
  • Die Datei gmt.conf im Verzeichnis C:\GMT\share\conf mit einem Texteditor[1] öffnen und die Angabe US in SI umschreiben, damit später anstelle von US-amerikanischen Maßeinheiten die internationalen Maßeinheiten verwendet werden. Anschließend die geänderte Datei speichern.

[Bearbeiten] Programmstart

Um GMT starten zu können muss man unter Windows 2000 und XP Administratorrechte besitzen, ansonsten wird die Ausführung verweigert. Wenn man diese Rechte besitzt, dann kann man die Windows-Eingabeaufforderung (MS-DOS-Fenster)[2] öffnen, den Befehl cd C:\GMT\bin eingeben und mit der Entertaste bestätigt. Nun können alle von GMT bereitgestellten Befehle ausgeführt werden.

[Bearbeiten] GUI-Zusatzprogramme

GMT besitzt selber keine grafische Benutzeroberfläche (GUI). Dennoch gibt es zwei Zusatzprogramme, die für GMT eine GUI bereitstellen. Für Windows gibt es Win4GMT. Da dieses Programm jedoch seit März 2003 nicht mehr weiterentwickelt wird, unterstützt es nicht alle Optionen von GMT. Die vollständigere Softwarebeschreibung, der Downloadlink und die Installationsbeschreibung sind auf dieser Seite zu finden. Für Mac, Linux und andere UNIX-Plattformen steht das Programm iGMT zur Verfügung. Dieses Programm unterstützt im Gegensatz zu Win4GMT alle Optionen von GMT. Im Folgenden wird die Installation und Bedienung von iGMT näher beschrieben.

[Bearbeiten] Installation unter Linux

Um iGMT unter Linux benutzen zu können, braucht man neben GMT auch Tcl/Tk, da die Benutzeroberfläche von iGMT in Tcl geschrieben ist. Tcl kann von hier heruntergeladen und gemäß der Anleitung installiert werden. Um die erzeugten ps-Dateien in gif-Dateien umwandeln zu können, wird zudem das Programm convert benötigt, das von hier heruntergeladen werden kann. Nachdem man Tcl/Tk und convert installiert hat, lädt man sich von hier iGMT herunter.

Um iGMT beispielsweise in /usr/local/src/igmt_1.2/ zu installieren gibt man in die jeweilige Shell folgenden Code ein:

cd /usr/local/src/
gunzip -c /Kompletter Pfad der heruntergeladenen Datei | tar xv
cd igmt_1.2
./configure_script

Danach öffnet man im Ordner igmt_1.2 die Datei igmt configure.tcl mit einem Texteditor und ändert folgende Variablen:

gmtbins="Pfad zum GMT"
ps to gif converter="Pfad zum Tool convert"
rasterpath="Standardpfad für die Höhendaten"

Nun könnte man mit dem Kommando /usr/local/src/igmt_1.2/igmt das Programm starten. Um iGMT einfach per "normalem Kommando" zu starten, benötigt man ein alias (z.B. in der .bashrc) oder einen Symbolic Link - diesen kann man per

ln -s /usr/local/src/igmt_1.2/igmt /usr/bin/igmt

setzen.

[Bearbeiten] Installation unter Mac OS X

Man kann iGMT auf dem Mac genauso installieren wie unter Linux. Mit Fink, einer Sammlung von freier Software, geht dies aber sehr viel einfacher. Dabei muss man GMT noch nicht installiert haben. Um Fink nützen zu können, lädt man von hier die entsprechende Datei herunter und installiert sie. Im Installations-Disc-Image ist zudem das Programm FinkCommander enthalten. Man öffnet es und sucht im Suchfeld nach GMT und installiert die Binärversion (Menü>Binär>installiern). Genauso verfährt man auch bei Tcl/Tk und Imagemagick. Danach lädt man sich von hier iGMT herunter, entpackt den Ordner und startet es, indem man die Datei igmt in das Terminal zieht und Enter drückt.

[Bearbeiten] Bedienung

Das Menü von iGMT umfasst sechs Untermenüs:

  • Unter "File" gibt es verschiedenen Möglichkeiten um die entstandenen Dateien zu sichern.
  • Unter "Datasets" kann man im Unterpunkt "Raster data selection" auswählen, welche Daten verwendet werden. Unter "Polygon data selection" kann man verschiedene Punkte (wie Städte, Vulkane ...) darstellen lassen.
  • Unter "Data parameters" kann man verschiedene Einstellungen zu Linienstärken und -farben und zu den verwendeten Höhenfarben machen.
  • Unter "Map parameters" stellt man das Gebiet und die Projektion ein.
  • Unter "Script" kann man das erzeugte Script abrufen.

Wenn man alle Einstellungen für die Karte vorgenommen hat klickt man auf "Map it!" und das Programm erzeugt eine ps-Datei und stellt im Fenster eine gif-Datei dar (falls convert korrekt installiert wurde).

[Bearbeiten] Befehle, Optionen und weitere Angaben

Nachdem GMT gestartet wurde, können für die Kartenerstellung die einzelnen Programme der Software-Sammlung aufgerufen und ausgeführt werden. Dazu müssen Befehle eingetippt werden. Diese Befehle bestehen aus dem Programmnamen, gefolgt von den dazugehörigen Optionen und evtl. weiteren Parametern. Die Optionen bestimmen dabei im Wesentlichen das spätere Aussehen der Karte. Die Angaben für das Aussehen der Karte müssen somit in den Optionen gemacht werden.

Längenangaben können in den Optionen in unterschiedlichen Einheiten angegeben werden. Wenn eine Längenangabe in Zentimeter erfolgen soll, dann muss dahinter ein c angehängt werden (z.B.: 20c). Schriftgrößen und Linienstärken werden überwiegend in der Einheit Punkt angegeben, wobei ein p angehängt werden muss (z.B.: 0.5p). Geographische Längen- und Breitengradangaben werden ohne Buchstabenanhang versehen (z.B.: 35). Gradangaben westlich von Greenwich und südlich vom Äquator haben ein negatives Vorzeichen (z.B.: -35). Gradbruchteile können in Dezimalangaben (z.B.: 8.5) oder Sexagesimalangaben (z.B.: 8:30) angegeben werden. Bei der Angabe von reinen Gradminuten muss ein m angehängt werden (z.B.: 10m), bei Gradsekunden ein c (z.B.: 5c).

Linienangaben erfolgen in Optionen nach einem bestimmten Schema. Dabei ist, durch ein Komma getrennt, die Angabe der Linienstärke, -farbe und -textur möglich. Die Linienstärke wird in der Einheit Punkt angegeben (z.B.: 0.5p), die Farbe im RGB-Wert (z.B.: 255/0/0) und die Textur in Abstandsangaben in der Einheit Punkt (z.B.: 4_10_8_10:2p). Somit wird beispielsweise bei der Linienangabe 0.5p,255/0/0,4_10_8_10:2p eine Linie gezeichnet die 0,5 Punkt dick ist, eine rote Farbe hat (RGB-Wert: 255/0/0) und eine Linientextur aufweist. Die Textur beginnt dabei mit einer 4 Punkt langen Linie, gefolgt von einer 10 Punkt langen Lücke, 8 Punkt langen Linie und wieder 10 Punkt langen Lücke. Die Textur ist um 2 Punkt versetzt. Wenn die Linientextur nicht angegeben wird, dann wird eine durchgängige Linie gezeichnet. Bei fehlender Farbangabe wird die Farbe schwarz verwendet (RGB-Wert: 0/0/0).

Flächenfüllangaben werden in Optionen durch einen RGB-Wert definiert (z.B.: 252/245/227).

Schriftarten können durch die Schriftnummer oder den Schriftnamen festgelegt werden (z.B.: 8 bzw. Courier). Insgesamt stehen dabei 35 Schriftarten zur Auswahl, die im offiziellen Handbuch unter Kapitel G aufgelistet sind. Wenn keine Schriftart angegeben wird, dann wird für Texte immer die Standardschrift Helvetica (Nr.: 0) verwendet. Durch das erstellen der Datei CUSTOM_font_info.d im Verzeichnis C:\GMT\share\pslib können weitere Schriftarten in GMT aufgenommen werden. Die Datei muss dabei so aufgebaut sein wie die bereits vorhandene Datei PS_font_info.d. Es empfiehlt sich daher, die Datei PS_font_info.d zu kopieren und den Dateinamen der kopierten Datei in CUSTOM_font_info.d umzubenennen. Anschließend kann man die umbenannte Datei mit einem Texteditor[1] öffnen, die Schriftnamen umschreiben und die geänderte Datei speichern. Das Schriftarchiv von GMT wird somit um diese Schriftarten erweitert und die Schriftnummer wird automatisch weitergeführt, so dass die ergänzten Schriftarten die Nummern ab 35 besitzen. Alle Schriftarten sind nicht in GMT eingebettet. Es wird lediglich bei der Erstellung einer Karte einem Text eine Schriftart zugewiesen. Für die spätere Darstellung der Schriftart ist das Grafikprogramm verantwortlich, das die ps-Datei öffnet.

Schriftzeichen oder Beschriftungstexte können wie gewöhnlich angegeben werden. Die Angabe von Umlauten (Ä, ä, Ö, ö, Ü, ü) und Eszett (ß) ist ebenfalls problemlos möglich, sofern die Datei gmt.conf bei der Installation von GMT umgeschrieben wurde. Anderssprachige Schriftzeichen (z.B.: Ã©, ñ, Ã¥) können ebenso in Beschriftungstexten enthalten sein. Alle Schriftzeichen können auch als Oktalcode angegeben werden (z.B.: \351 anstelle von é). Die Oktalcodeangaben und alle zur Verfügung stehenden Schriftzeichen sind im offiziellen Handbuch unter Kapitel F näher beschrieben. Dabei gilt für lateinische Schriftarten die Tabelle ISOLatin, für die Schriftart Symbol die Tabelle Symbol und für die Schriftart ZapfDingbats die Tabelle ZapfDingbats. Des Weiteren können Beschriftungstexte durch @-Zeichen formatiert werden (z.B.: Temperaturänderung @%12%D@%%T in 10@+-3@+ °C). Durch die Angaben @%Schriftart% kann im Beschriftungstext die Schriftart geändert werden. Die Angabe @%% setzt die Schriftart wieder auf den ursprünglichen Zustand zurück (z.B.: Topografie von @%2%Kaschmir@%% und Umland). Durch @:Schriftgröße: und @:: kann die Schriftgröße in Punkt geändert und wieder zurückgesetzt werden (z.B.: Topografie von @:18:Kaschmir@:: und Umland ). Die Formatierungsangaben @;Flächenfüllangabe; und @;; ändert die Schriftfarbe (z.B.: Städte werden @;255/0/0;rot@;; dargestellt). Soll ein Text hochgestellt werden, dann ist vor und hinter dem entsprechenden Text die Angabe @+ zu setzen (z.B.: Druck in 10@+5@+ Pa). Die Angabe @- sorgt für einen tiefgestellten Text (z.B.: CO@-2@--Konzentration). Durch @# wird der Beschriftungstext in Kapitälchen geschrieben (z.B.: Karte von I@#fff5f2@#) und durch die Angabe @_ wird der Text unterstrichen (z.B.: Karte von @_Irland@_). Ein einfaches @-Zeichen muss aufgrund der beschriebenen Formatierungsmöglichkeiten als @@ realisiert werden (z.B.: ngdc.info@@noaa.gov).

Dateiangaben für Ausgabe- und Eingabedateien werden durch ihren Dateipfad und Dateinamen festgelegt (z.B.: C:\Karten\welt.ps). Wird nur der Dateinamen angegeben (z.B.: welt.ps), dann wird als Dateipfad automatisch das Programmverzeichnis C:\GMT\bin verwendet.

Im Folgenden sind die wichtigsten Programme und deren wichtigsten Optionen beschrieben. Dabei sind kursiv geschriebene Texte mit den jeweiligen Angaben zu ersetzen. Angaben in eckigen Klammern sind optional und können somit bei Bedarf auch weggelassen werden. Im Anschluss sind weitere Angaben über Standardeinstellungen, Koordinatenlisten, topographische Datensätze und Farbtabellen zu finden. Diese Angaben werden für einzelne Programme benötigt. In den darauf folgenden Abschnitten sind praktische Beispiele aufgeführt, die die Anwendung der Befehle und Optionen zeigen.

[Bearbeiten] pscoast

pscoast[3] kann Landflächen, Meeresflächen, Küstenlinien, Grenzen, Flüsse, Seen und weitere Kartenelemente erstellen und in eine ps-Datei ausgeben. Es sind folgende Optionen möglich:

  • -JParameter
    Diese Option beschreibt die Kartenprojektion. Der anzugebende Parameter setzt sich aus der Projektionsart, weiteren Projektionsangaben und der Kartengröße zusammen. Die Art der Projektion wird mit einem Buchstabe festgelegt. Alle möglichen Projektionsarten sind im offiziellen Handbuch unter Kapitel 6 näher beschrieben. Die weiteren Projektionsangaben sind von der Projektionsart abhängig und setzen sich aus Längen- und Breitengradangaben zusammen. Die genauen Projektionsangaben sind im offiziellen Handbuch für pscoast aufgelistet. Der letzte Wert legt die Kartengröße fest, die entweder in Zentimeter (z.B.: 20c) oder als Maßstab (z.B.: 1:750000) angegeben werden kann. Bei einer Zentimeterangabe muss der Buchstabe für die Projektionsart groß (z.B.: -JA11/49/20c), bei einer Maßstabsangabe klein (z.B.: -Ja11/49/1:750000) geschrieben werden. Die Kartengröße beschränkt sich auf die Blattgröße. Für Karten die größer sein sollen als DIN A4 muss das Blattformat geändert werden, siehe hierzu Standardeinstellungen (PAPER_MEDIA).
  • -RLinks/Rechts/Unten/Oben (Variante 1)
    -RLinks/Unten/Rechts/Obenr (Variante 2)
    Die Option -R definiert den Kartenausschnitt, der entweder durch Gradlinien oder durch zwei Eckpunkte festgelegt werden kann. Bei der ersten Variante befindet sich der Rahmen des Kartenausschnitts an den angegebenen linken und rechten Längengraden sowie an den unteren und oberen Breitengraden (z.B.: -R164/180/-49/-33). Für bestimmte Kartenprojektion ist diese Variante jedoch nicht möglich. Bei der zweiten Variante wird der Kartenausschnitt durch die Längengrade und Breitengrade an der linken-unteren und rechten-oberen Ecke definiert (z.B.: -R164/-49/180/-33r). Zur Unterscheidung der beiden Varianten ist hier zum Schluss ein r angehängt.
  • -B[aXBeschriftungsintervallgXLinienintervall][/aYBeschriftungsintervallgYLinienintervall][:."Titel":]
    Die Option -B beschreibt die Anzeige und Beschriftung von Längen- und Breitengraden am Kartenrand. Dabei können Gradbeschriftungen und -linien in der x-Achse anders dargestellt werden als in der y-Achse (z.B.: -Ba10g5/a4g2). Wenn nur die Intervallangaben für die x-Achse angegeben werden (z.B.: -Ba10g5), dann werden die Intervallangaben für die y-Achse automatisch von der x-Achse übernommen. Bei den Intervallangaben für die x- und y-Achse bestimmt der Wert nach dem a, nach wie viel geographischen Graden jeweils eine Gradbeschriftung erfolgt. Der Wert nach dem g bestimmt, nach wie viel Grad eine Gradlinie dargestellt wird. Die Angabe a10g5 würde beispielsweise bedeutet, dass alle 10 Grad eine Beschriftung erfolgt und alle 5 Grad eine Gradlinie. Wenn nur Gradbeschriftungen dargestellt werden sollen, dann ist für g der Werte 0 anzugeben (z.B.: a10g0). Wenn nur Gradlinien angezeigt werden sollen, dann ist für a der Werte 0 anzugeben (z.B.: a0g10). Soll nur der Kartenrahmen dargestellt werden, dann ist für a und g der Wert 0 anzugeben (z.B.: a0g0). Die optische Darstellung des Kartenrahmens ist von der Option -R abhängig. Bei Verwendung von Variante 1 wird ein schwarz-weiß-strukturierter Rahmen dargestellt bei Variante 2 ein einfacher Rahmen. Optional kann die Karte mit einem Titel versehen werden (z.B.: :."Karte von Deutschland":).
  • -GFlächenfüllangabe
    Die Option -G definiert das Aussehen der Landflächen. Die Flächenfüllangabe erfolgt wie in der Einführung zu diesem Kapitel beschrieben (z.B.: -G252/245/227). Wird statt einer Flächenfüllangabe der Buchstabe c angegeben (-Gc), dann werden die Landflächen markiert. Weitere Befehle werden dann nur auf die Landflächen angewandt.
  • -SFlächenfüllangabe
    Die Option -S definiert die Darstellung der Meeresflächen. Die Flächenfüllangabe erfolgt wie in der Einführung zu diesem Kapitel beschrieben (z.B.: -S218/240/253). Wird statt einer Flächenfüllangabe der Buchstabe c angegeben (-Sc), dann werden die Meeresflächen markiert. Weitere Befehle werden dann nur auf die Meeresflächen angewandt.
  • -Q
    Diese Option hebt die Markierungen von -Gc und -Sc wieder auf.
  • -CFlächenfüllangabe
    Die Option -C definiert die Darstellung der Seeflächen. Die Flächenfüllangabe erfolgt wie in der Einführung zu diesem Kapitel beschrieben (z.B.: -C185/213/237). Wird diese Option nicht angegeben, dann werden die Seeflächen so dargestellt wie die Meeresflächen bei Option -S.
  • -WLinienangabe
    Diese Option bestimmt das Aussehen der Küstenlinien. Die Linienangabe erfolgt wie in der Einführung zu diesem Kapitel beschrieben (z.B.: -W0.25p,39/170/234).
  • -IArt/Linienangabe
    Diese Option legt die Darstellung der Flüsse fest. Die Art ist durch die Zahlen 1 bis 10 definiert, wobei 1 große Flüsse sind und 10 kleine. Mit dem Buchstaben a anstelle eines Zahlenwerts werden alle Flüsse dargestellt, mit dem Buchstaben r die Flüsse der Kategorie 1-4, mit i die Flüsse der Kategorie 5-7 und mit c die Flüsse der Kategorie 8-10. Die Linienangabe erfolgt wie in der Einführung zu diesem Kapitel beschrieben (z.B.: -I1/0.5p,39/170/234).
  • -NArt/Linienangabe
    Die Option -N bestimmt das Aussehen der Landes- und Staatsgrenzen. Die Art ist durch die Zahlen 1 bis 3 definiert, wobei 1 normale Landesgrenzen, 2 amerikanische Bundesstaatengrenzen und 3 Meeresgrenzen sind. Mit dem Buchstaben a anstelle eines Zahlenwerts werden alle Grenzen angezeigt. Die Linienangabe erfolgt wie in der Einführung zu diesem Kapitel beschrieben (z.B.: -N1/0.75p,255/72/0,6_4:0p).
  • -DWert
    Die Option -D definiert die Liniengenauigkeit. Als Werte können die Buchstaben c (grob), l (niedrig), i (mittel), h (hoch) und f (sehr hoch) angegeben werden. Für hohe und sehr hohe Liniengenauigkeit muss die entsprechende Datei installiert sein. Bei Nichtangabe dieser Option wird der Standardwert l (niedrig) verwendet. Die Option -D beschränkt sich auf die Blattauflösung. Für sehr feine Karten muss neben einer hohen Liniengenauigkeit evtl. auch die Blattauflösung geändert werden, siehe hierzu Standardeinstellungen (DOTS_PR_INCH).
  • -AFläche[/MinEbene/MaxEbene]
    Diese Option unterdrückt die Darstellung von Seen und Inseln die kleiner sind als der angegebene Fläche in Quadratkilometern (z.B.: -A50). Optional kann die Darstellung weiter eingeschränkt werden, da die geografischen Datensätze in 5 Ebenen unterteilt sind (Ebene 0 ist das Meer, Ebene 1 ist das Land, Ebene 2 sind die Seen, Ebene 3 sind die Inseln in den Seen und Ebene 4 sind die Seen in den Insel in den Seen). Durch die Angabe einer minimal und maximal darzustellenden Ebene werden nur bestimmte Ebenen gezeichnet. Bei -A50/0/1 werden beispielsweise nur die Ebenen 0-1 dargestellt. Somit werden nur das Meer und das Land dargestellt, es werden keine Seen gezeichnet. Wenn keine minimale und maximale Ebene angegeben wird, dann werden die Standardwerte 0/4 verwendet. Bei Nichtangabe der ganzen Option werden die Standardwerte 0/0/4 verwendet, so dass alles dargestellt wird.
  • -L[f][x]XPosition/YPosition/Bezug/Länge[:"Beschriftung":Ausrichtung]
    Die Option -L ergänzt die Karte mit einer Maßstabsleiste. Für eine schwarz-weiß strukturierte Skala muss ein f nach dem L geschrieben werden, für eine einfache Maßstabslinie ist kein f zu schreiben. Die Positionsangabe der Skala kann auf zwei Arten erfolgen. Wird die x-y-Position ausgehend von der linken-unteren Ecke der Karte beschrieben, so muss der Buchstabe x gefolgt von der Position geschrieben werden (z.B.: x15c/3c). Wird die Position durch geographische Gradangaben auf der Karte beschrieben, so erfolgt die x-y-Positionsangabe in Grad und ohne den Buchstabe x (z.B.: -62/5.5). Der nächste Wert ist eine Breitengradangabe, die den Bezug zum Maßstab angibt. Der vierte Wert bestimmt die dargestellte Maßstabslänge in Kilometer. Optional kann bei einer schwarz-weiß strukturierten Skala der Beschriftungstext geändert werden. Die Ausrichtung des Texts wird durch die Buchstaben l (links), r (rechts), t (oben), b (unten) und u (hinter Distanzbeschriftung) repräsentiert. Der Buchstabe u bedeutet, dass der angegebene Text hinter jeder Distanzbeschriftung in der Skala angehängt wird (z.B.: :"km":u). Standardmäßig wird die Angabe km oberhalb der Maßstabsleiste gesetzt.
  • -T[f][x]XPosition/YPosition/Größe[/Art][:West,Ost,Süd,Nord:]
    Diese Option ergänzt die Karte mit einer Windrose bzw. einem Nordrichtungspfeil. Für eine schwarz-weiß strukturierte Windrose muss ein f nach dem T geschrieben werden, für einen einfachen Nordrichtungspfeil ist kein f zu schreiben. Die Positionsangabe kann auf zwei Arten erfolgen. Wird die x-y-Position ausgehend von der linken-unteren Ecke der Karte beschrieben, so muss der Buchstabe x gefolgt von der Position geschrieben werden (z.B.: x15c/3c). Wird die Position durch geographische Gradangaben auf der Karte beschrieben, so erfolgt die x-y-Positionsangabe in Grad und ohne den Buchstabe x (z.B.: -62/5.5). Der nächste Wert bestimmt die Größe der Windrose bzw. des Nordrichtungspfeils. Wird eine Windrose dargestellt, so kann optional durch die Werte 1-3 die Art der Darstellung bestimmt werden. Der Wert 1 zeigt die vier Haupthimmelsrichtungen, der Wert 2 zeigt zusätzlich vier Nebenhimmelsrichtungen (NO, SO, SW und NW) und der Wert 3 zeigt weitere acht Nebenhimmelsrichtungen (NNO, ONO, OSO, …). Standardmäßig werden die vier Haupthimmelsrichtungen aus dem Englischen mit den Buchstaben W, E, S und N beschriftet. Diese können optional umgeschrieben werden (z.B.: :W,O,S,N:) oder entfernt werden, durch die Angabe von zwei Doppelpunkten ohne Buchstabeninhalt (::). Bei dem Nordrichtungspfeil wird nur der Norden mit einem Buchstaben versehen.
  • -XVerschiebung
    Die Option -X verschiebt den Koordinatenursprung in x-Richtung, ausgehend von der linken-unteren Ecke des Blattes. Wird diese Option nicht angegeben, so wird standardmäßig der Koordinatenursprung um 2,5 cm vom Blattrand weg verschoben. Wird die Option -O verwendet, dann findet standardmäßig keine Verschiebung statt. Karten werden immer so gezeichnet, dass die linke-untere Ecke der Karte auf dem Koordinatenursprung liegt. Durch die Option -X (z.B.: -X5c) wird der Koordinatenursprung um die angegeben Länge verschoben. Somit wird die zu zeichnende Karte auf dem Blatt verschoben.
  • -YVerschiebung
    Die Option -Y verschiebt den Koordinatenursprung in y-Richtung. Die Positionsangabe erfolgt wie bei der Option -X.
  • -P
    Die Option -P dreht das Blatt auf Hochformat. Wird diese Option nicht angegeben, dann wird Querformat verwendet. Da im Querformat bei Beschriftungen Probleme auftauchen können, empfiehlt es sich Hochformat zu verwenden.
  • -K
    Diese Option gibt an, dass später weitere Objekte in die PostScript-Datei ergänzt werden und somit die Datei noch nicht abgeschlossen werden kann.
  • -O
    Diese Option gibt an, dass die erzeugten Objekte in eine noch nicht abgeschlossen PostScript-Datei ergänzt werden.
  • >[>]Dateiangabe
    Diese Angabe legt die Ausgabedatei fest. Wird die Option -O verwendet, so muss ein zusätzliches Größerzeichen geschrieben werden. Die Dateiangabe erfolgt wie in der Einführung zu diesem Kapitel beschrieben (z.B.: welt.ps). Der Dateiname muss dabei mit der Dateiendung .ps angegeben werden.

[Bearbeiten] psbasemap

psbasemap[4] kann wie pscoast Kartenelemente (Längen- und Breitengradangaben, Maßstab, Windrose sowie Nordrichtungspfeil) erstellen und in eine ps-Datei ausgeben. Es können jedoch keine Landflächen, Meeresflächen, Küstenlinien, Grenzen, Flüsse und Seen erstellt werden, wodurch psbasemap ausschließlich für das Erstellen von Kartenelemente gedacht ist. Folgende Optionen sind möglich:

  • -JParameter
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -RLinks/Rechts/Unten/Oben (Variante 1)
    -RLinks/Unten/Rechts/Obenr (Variante 2)
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -B[aXBeschriftungsintervallgXLinienintervall][/aYBeschriftungsintervallgYLinienintervall][:."Titel":]
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -L[f][x]XPosition/YPosition/Bezug/Länge[:"Beschriftung":Ausrichtung]
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -T[f][x]XPosition/YPosition/Größe[/Art][:West,Ost,Süd,Nord:]
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -XVerschiebung
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -YVerschiebung
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -P
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -K
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -O
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • >[>]Dateiangabe
    Für die Beschreibung siehe pscoast.

[Bearbeiten] psxy

psxy[5] kann geographische Positionskoordinaten darstellen und in eine ps-Datei ausgeben. Die Koordinaten werden dabei von einer Koordinatenliste ausgelesen und als Symbol optisch dargestellt. Es sind folgende Optionen möglich:

  • Dateiangabe
    Diese Angabe legt die zu verwendende Koordinatenlistendatei fest. Die Dateiangabe erfolgt dabei wie in der Einführung zu diesem Kapitel beschrieben (z.B.: bornholm.txt). Durch ein Leerzeichen getrennt können auch mehrere Dateien angegeben werden.
  • -JParameter
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -RLinks/Rechts/Unten/Oben (Variante 1)
    -RLinks/Unten/Rechts/Obenr (Variante 2)
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -B[aXBeschriftungsintervallgXLinienintervall][/aYBeschriftungsintervallgYLinienintervall][:."Titel":]
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -SParameter
    Die Option -S bestimmt das Symbol, das den Koordinatenpunkt optisch darstellt. Der anzugebende Parameter setzt sich aus der Symbolart und der darzustellenden Größe zusammen. Die Symbolart wird mit einem Buchstabe festgelegt und die Größe kann in Zentimeter (z.B.: 0.5c) angegeben werden. Bei bestimmten Symbolarten sind zusätzliche Angaben nötig, die im offiziellen Handbuch für psxy genau beschrieben sind. Alle möglichen Symbolarten sind zudem im offiziellen Handbuch unter Kapitel N dargestellt. Für die Kartenerstellung sind dabei nur einige Symbole von Bedeutung, wie etwa der Kreis (z.B.: -Sc0.5c), das Dreieck (z.B.: -St0.5c), das umgedrehte Dreieck (z.B.: -Si0.5c), das Quadrat (z.B.: -Ss0.5c), die Raute (z.B.: -Sd0.5c) und der Stern (z.B.: -Sa0.5c). Mit dem Kleinbuchstaben l ist es möglich, ein individuelles Schriftzeichen anstelle eines vordefinierten Symbols zu wählen (z.B.: -Sl0.5c/x%1). Das Schriftzeichen (z.B.: x) wird nach einem Schrägstrich angegeben und die Schriftart (z.B.: 1) wird nach einem Prozentzeichen aufgeführt. Die Angabe der Schriftzeichen und Schriftart erfolgt wie in der Einführung zu diesem Kapitel beschrieben.
  • -GFlächenfüllangabe
    Die Option -G legt die Darstellung der Symbolfläche fest. Die Flächenfüllangabe erfolgt wie in der Einführung zu diesem Kapitel beschrieben (z.B.: -G204/0/0).
  • -WLinienangabe
    Diese Option bestimmt das Aussehen der Symbolkonturlinie. Die Linienangabe erfolgt wie in der Einführung zu diesem Kapitel beschrieben (z.B.: -W0.25p).
  • -XVerschiebung
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -YVerschiebung
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -P
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -K
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -O
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • >[>]Dateiangabe
    Für die Beschreibung siehe pscoast.

[Bearbeiten] pstext

pstext[6] kann geographische Positionskoordinaten beschriften und in eine ps-Datei ausgeben. Die Beschriftungstexte der einzelnen Koordinaten werden dabei von einer Koordinatenliste ausgelesen und als Text optisch dargestellt. Folgende Optionen sind möglich:

  • Dateiangabe
    Für die Beschreibung siehe psxy.
  • -JParameter
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -RLinks/Rechts/Unten/Oben (Variante 1)
    -RLinks/Unten/Rechts/Obenr (Variante 2)
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -B[aXBeschriftungsintervallgXLinienintervall][/aYBeschriftungsintervallgYLinienintervall][:."Titel":]
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -GFlächenfüllangabe
    Die Option -G legt die Darstellung der Schriftfläche fest. Die Flächenfüllangabe erfolgt wie in der Einführung zu diesem Kapitel beschrieben (z.B.: -G204/0/0). Wird diese Option nicht angegeben, so wird standardmäßig die Schriftfarbe schwarz verwendet.
  • -SLinienangabe
    Diese Option bestimmt das Aussehen der Schriftkonturlinie. Die Linienangabe erfolgt wie in der Einführung zu diesem Kapitel beschrieben (z.B.: -S0.5p).
  • -WFlächenfüllangabe[,Konturangabe]
    Diese Option unterlegt den Beschriftungstext mit einem umrahmenden rechteckigen Feld. Die Flächenfüllangabe erfolgt dabei wie in der Einführung zu diesem Kapitel beschrieben (z.B.: -W204/0/0). Optional kann das unterlegte Feld mit einer Konturlinie versehen werden. Dabei muss nach einem Komma die Kontur angegebnen werden. Die Konturangabe besteht aus einem kleinen o für kantige Ecken oder einem großen O für abgerundete Ecken, gefolgt von einer Linienangabe. Die Linienangabe erfolgt dabei wie in der Einführung zu diesem Kapitel beschrieben (z.B.: -W204/0/0,o0.25p).
  • -CXAbstand/YAbstand
    Die Option -C legt den Abstand des Beschriftungstextes zum umrahmenden Feld fest (z.B.: -C0.2c/0.2c). Wird diese Option nicht angegeben, so wird standardmäßig ein Abstand von 15% der Schriftgröße verwendet.
  • -D[j]XAbstand/YAbstand[vLinienangabe]
    Diese Option definiert den Abstand des Beschriftungstextes vom Koordinatenpunkt. Wird dabei nach dem D ein j geschrieben, dann werden die Abstände relative ermittelt. Somit wird die in der Koordinatenliste angegebene Ausrichtung des Textes berücksichtigt. Wird kein j angegeben, dann werden die Abstände absolut ermittelt. Die x-y-Abstandsangabe kann in Zentimeter erfolgen (z.B.: -Dj0.5c/0.5c). Optional kann durch ein v gefolgt von einer Linienangabe eine Linie gezeichnet werden, die den Koordinatenpunkt und den versetzten Beschriftungstext verbindet. Die Linienangabe erfolgt dabei wie in der Einführung zu diesem Kapitel beschrieben (z.B.: -Dj0.5c/0.5cv0.25p).
  • -XVerschiebung
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -YVerschiebung
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -P
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -K
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -O
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • >[>]Dateiangabe
    Für die Beschreibung siehe pscoast.

[Bearbeiten] psscale

psscale[7] kann aus einer Farbtabelle eine Höhenskala erstellen und diese in eine ps-Datei ausgeben. Es sind folgende Optionen möglich:

  • -CDateiangabe
    Diese Option legt die zu verwendende Farbtabellendatei fest. Die Dateiangabe erfolgt dabei wie in der Einführung zu diesem Kapitel beschrieben (z.B.: -Ceuropa.cpt).
  • -DXPosition/YPosition/Länge/Breite[h]
    Die Option -D definiert die Darstellung der Höhenskala. Die ersten beiden Angaben bestimmen dabei die x- und y-Position der Skala. Die nächsten Werte legen die Länge und Breite der Höhenskala fest (z.B.: -D12c/8c/5c/0.5c). Bei einer negativen Längenangabe wird die Höhenskala umgekehrt. Optional kann die Skala horizontal anstatt vertikal dargestellt werden, indem nach der Breitenangabe ein h geschrieben wird (z.B.: -D12c/8c/5c/0.5ch).
  • -B[aBeschriftungsintervallgLinienintervall][:,"Anhang":][:"XBeschriftung":][/:"YBeschriftung":]
    Die Option -B beschriftet die Höhenskala. Dabei bestimmt der Wert nach dem a, nach wie viel Meter jeweils eine Höhenbeschriftung erfolgt. Der Wert nach dem g bestimmt, nach wie viel Meter eine Höhenlinie dargestellt wird. Die Angabe a100g50 würde beispielsweise bedeutet, dass alle 100 m eine Beschriftung erfolgt und alle 50 m eine Höhenlinie. Wenn nur Höhenbeschriftungen dargestellt werden sollen, dann ist für g der Werte 0 anzugeben (z.B.: a100g0). Die Angaben für die Beschriftungs- und Linienintervalle sind nur anwendbar, wenn die Option -L nicht verwendet wird. Werden die Intervalle nicht angegeben oder wird die gesamte Option -B nicht angegeben, so werden zur Beschriftung die Höhenwerte in der Farbtabelle verwendet. Optional können die Höhenbeschriftungen mit einem Anhang versehen werden (z.B.: :,"m":). Zudem kann neben den Höhenbeschriftungen eine Beschriftung der x-Achse erfolgen (z.B.: :"Landhöhen":), sowie eine Beschriftung der y-Achse (z.B.: /:"Meter":).
  • -A
    Diese Option versetzt die Beschriftung der Höhenwerte so, dass bei einer vertikalen Skala die Beschriftung links angeordnet wird und bei einer horizontalen Skala oben. Wird diese Option nicht angegeben, so wird die Höhenbeschriftung standardmäßig rechts und unten angeordnet.
  • -L
    Die Option -L richtet die Höhenbeschriftungen in regelmäßigen Abständen aus, unabhängig von ihrem Höhenwert. Wird diese Option nicht angegeben, so werden die Beschriftungen im Verhältnis zu ihrem Höhenwert ausgerichtet.
  • -XVerschiebung
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -YVerschiebung
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -P
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -K
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -O
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • >[>]Dateiangabe
    Für die Beschreibung siehe pscoast.

[Bearbeiten] grdgradient

grdgradient[8] kann von einer Datensatzdatei den Gradienten berechnen und diesen in eine neue grd-Datei ausgeben. Somit kann ein Licht-Schatten-Effekt erzeugt werden. Es sind folgende Optionen möglich:

  • Dateiangabe
    Diese Angabe legt die die zu verwendende Datensatzdatei fest. Die Dateiangabe erfolgt dabei wie in der Einführung zu diesem Kapitel beschrieben (z.B.: welt.grd).
  • -AWinkel
    Diese Option bestimmt den Bezugswinkel für den Gradienten und somit den Lichteinfallswinkel. Der Winkel wird dabei von Norden aus in Uhrzeigersinn gemessen (z.B.: -A135).
  • -N[Berechnungsart][Amplitude]
    Die Option -N normalisiert den Gradienten. Die Berechnungsart wird dabei durch einen Buchstaben festgelegt. Der Buchstabe e sorgt für eine Berechnung nach der Laplace-Verteilung und der Buchstabe t für eine Berechnung nach der Cauchy-Verteilung. Wird keine Berechnungsart angegeben, so wird eine vereinfachte Berechnungsart verwendet. Die Amplitude ist ein positiver multiplikativer Faktor und kann den Funktionswert des Gradienten verstärken oder abschwächen. Somit kann die Intensität des Licht-Schatten-Effekts bestimmt werden (z.B.: -Ne0.5). Wird keine Amplitude angegeben, so wird der Faktor 1 verwendet.
  • -GDateiangabe
    Die Option -G legt die Ausgabedatei fest. Die Dateiangabe erfolgt wie in der Einführung zu diesem Kapitel beschrieben (z.B.: -Gwelt_schatten.grd). Der Dateiname muss dabei mit der Dateiendung .grd angegeben werden.

[Bearbeiten] grdimage

grdimage[9] kann aus einer Datensatzdatei und einer Farbtabelle ein Höhenrelief erstellen und dieses in eine ps-Datei ausgeben. Es sind folgende Optionen möglich:

  • Dateiangabe
    Für die Beschreibung siehe grdgradient.
  • -IDateiangabe
    Die Option -I legt die zu verwendende Datensatzdatei des Gradienten fest. Die Dateiangabe erfolgt wie in der Einführung zu diesem Kapitel beschrieben (z.B.: -Iwelt_schatten.grd). Wenn diese Option nicht angegeben wird, dann wird kein Licht-Schatten-Effekt dargestellt.
  • -CDateiangabe
    Für die Beschreibung siehe psscale.
  • -JParameter
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -RLinks/Rechts/Unten/Oben (Variante 1)
    -RLinks/Unten/Rechts/Obenr (Variante 2)
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -B[aXBeschriftungsintervallgXLinienintervall][/aYBeschriftungsintervallgYLinienintervall][:."Titel":]
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -EAuflösung
    Diese Option bestimmt die Auflösung des dargestellten Höhenreliefs in der Ausgabedatei. Die Auflösung wird dabei durch einen Zahlenwert in der Einheit dpi festgelegt (z.B.: -E300). Wenn diese Option nicht angegeben wird, dann wird die absolute Auflösung von der verwendeten Datensatzdatei angewandt.
  • -XVerschiebung
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -YVerschiebung
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -P
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -K
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • -O
    Für die Beschreibung siehe pscoast.
  • >[>]Dateiangabe
    Für die Beschreibung siehe pscoast.

[Bearbeiten] Standardeinstellungen

GMT verwendet beim erstellen von Karten bestimmte Standardeinstellungen. Diese können wie Optionen temporär geändert werden. Dazu muss der Befehl mit dem entsprechenden Parameter ergänzt werden (--Parameter=Wert). Die wichtigsten Parameter sind hier beschrieben. Für eine dauerhafte Änderung der Standardeinstellungen steht gmtset[10] zur Verfügung. Durch die Eingabe des Befehls gmtset Parameter Wert können die Standardeinstellungen dauerhaft geändert werden. Die Änderungen werden dabei in die Datei .gmtdefaults4 protokolliert.

  • --HEADER_FONT=Schriftart
    Diese Option bestimmt die Schriftart der Überschriften (u. a. auch die Himmelsrichtungsbuchstaben in der Windrose). Der Standardwert ist 0 bzw. Helvetica.
  • --HEADER_FONT_SIZE=Schriftgröße
    Diese Option bestimmt die Schriftgröße der Überschriften (u. a. auch die Himmelsrichtungsbuchstaben in der Windrose). Der Standardwert ist 36p.
  • --HEADER_OFFSET=Schriftabstand
    Diese Option bestimmt den Abstand zu Überschriften (u. a. auch die Himmelsrichtungsbuchstaben in der Windrose). Der Standardwert ist 0.5c.
  • --LABEL_FONT=Schriftart
    Diese Option bestimmt die Schriftart der Achsenbeschriftung (u. a. auch den optionalen Beschriftungstext in der Maßstabsleiste). Der Standardwert ist 0 bzw. Helvetica.
  • --LABEL_FONT_SIZE=Schriftgröße
    Diese Option bestimmt die Schriftgröße der Achsenbeschriftung (u. a. auch den optionalen Beschriftungstext in der Maßstabsleiste). Der Standardwert ist 24p.
  • --LABEL_OFFSET=Schriftabstand
    Diese Option bestimmt den Abstand zur Achsenbeschriftung (u. a. auch den optionalen Beschriftungstext in der Maßstabsleiste). Der Standardwert ist 0.3c.
  • --ANNOT_FONT_PRIMARY=Schriftart
    Diese Option bestimmt die Schriftart der Anmerkungen (u. a. auch die Längen- und Breitengradangaben sowie Höhenskala- und Maßstabsbeschriftungen). Der Standardwert ist 0 bzw. Helvetica.
  • --ANNOT_FONT_SIZE_PRIMARY=Schriftgröße
    Diese Option bestimmt die Schriftgröße der Anmerkungen (u. a. auch die Längen- und Breitengradangaben sowie Höhenskala- und Maßstabsbeschriftungen). Der Standardwert ist 14p.
  • --ANNOT_OFFSET_PRIMARY=Schriftabstand
    Diese Option bestimmt den Abstand zu Anmerkungen (u. a. auch die Längen- und Breitengradangaben sowie Höhenskala- und Maßstabsbeschriftungen). Der Standardwert ist 0.2c.
  • --OBLIQUE_ANNOTATION=Wert
    Diese Option bestimmt die Ausrichtung der Anmerkungen (Längengrad-, Breitengrad- und Höhenskalaangaben). Die Ausrichtung wird dabei durch einen Wert definiert. Der Wert 0 bewirkt, dass am unteren und oberen Rand des Rahmens die Längengradangaben angegeben werden und am rechten und linken Rand die Breitengradangaben. Der Wert 1 bewirkt, dass an jedem Schnittpunkt zwischen Gitterlinie und Rahmen eine Gradanmerkung erstellt wird. Dieser Wert ist zugleich der Standardwert. Der Wert 2 sorgt dafür, dass Längengradangaben horizontal ausgerichtet werden. Der Wert 4 bewirkt, dass Breitengradangaben horizontal ausgerichtet werden. Der Wert 8 bewirkt, dass bei Gradangaben schräge Bezugslinien einheitlich lang zum Rahmen sind. Der Wert 16 sorgt für Bezugslinien, die immer im rechten Winkel zum Rahmen stehen. Der Wert 32 ändert die Breitengradangaben so, dass sie parallel zum Rahmen ausgerichtet sind. Wenn mehrere dieser Eigenschaften angewandt werden sollen, dann müssen die entsprechenden Werte addiert werden. Sollen beispielsweise sowohl Längen- als auch Breitengradangaben horizontal ausgerichtet werden, so muss der Wert 6 angegeben werden (2+4=6).
  • --PLOT_DEGREE_FORMAT=[Orientierung]Darstellungsart[F]
    Diese Option bestimmt die Formatierung der Längen- und Breitengradangaben. Für die Orientierung sind die Angabe + oder - möglich. Bei + werden die Längengrade von 0 bis +360 angegeben, bei - von -360 bis 0. Wird die Ausrichtung nicht angeführt, dann werden die Längengrade von -180 bis +180 angegeben. Die Darstellungart der Gradangaben kann entweder durch die Angabe D oder durch die Angabe ddd:mm:ss repräsentiert werden. Bei D werden Gradangaben in dezimaler Form dargestellt, bei ddd:mm:ss in sexagesimaler Form. Die optionale Angabe F ergänzt die Gradangaben mit den Himmelsrichtungsbuchstaben W, E, S und N. Der Standardwert dieser Option ist +ddd:mm:ss.
  • --FRAME_PEN=Linienangabe
    Diese Option bestimmt die Rahmenlinien. Der Standardwert ist 1.25p.
  • --GRID_PEN_PRIMARY=Linienangabe
    Diese Option bestimmt die Gitterlinien. Der Standardwert ist 0.25p.
  • --TICK_PEN=Linienangabe
    Diese Option bestimmt die Bezugslinien bei Anmerkungen. Der Standardwert ist 0.5p.
  • --TICK_LENGTH=Längenangabe
    Diese Option bestimmt die Länge der Bezugslinien. Bei negativen Werten werden die Bezugslinien nicht außerhalb des Rahmens, sondern innerhalb des Rahmens gezeichnet. Der Standardwert ist 0.2c.
  • --DOTS_PR_INCH=Blattauflösung
    Diese Option bestimmt die Blattauflösung in dpi. Der Standardwert ist 300.
  • --PAPER_MEDIA=Blattformat
    Diese Option bestimmt das Blattformat. Der Standardwert ist A4.

[Bearbeiten] Koordinatenlisten

Um mit Hilfe von psxy und pstext eine Karte mit Koordinatenpunkten und Koordinatenbeschriftungen versehen zu können, ist eine Koordinatenliste in Form einer Textdatei nötig. Diese kann mit einem Texteditor[1] erstellt werden. Die Datei sollte dabei als Textdatei mit der Dateiendung .txt im Verzeichnis C:\GMT\bin abgespeichert werden. Der Inhalt der Textdatei folgt nach einem bestimmten Schema und kann zum Beispiel wie folgt aussehen:

# File bornholm.txt
# Lon Lat Size Angle Fontno Justify Text
14:55 55:07 10 -30 2 MC Bornholm
14:42 55:06  8   0 0 BL R\370nne
15:08 55:04  8   0 0 TR Nex\370

Zeilen die mit einem Rautenzeichen beginnen sind Kommentar, die später nicht berücksichtigt werden. Die restlichen Zeilen sind Koordinatenpunktangaben. Dabei steht immer eine Zeile für einen Koordinatenpunkt mit dazugehöriger Beschriftung. Der erste und zweite Wert in einer Zeile ist die Koordinatenposition als Längen- und Breitengrad. Die weiteren Werte definieren die Schriftgröße, den Schriftwinkel, die Schriftart und die Ausrichtung. Die Schriftgröße ist in Punkt festgelegt, der Schriftwinkel wird in Grad und gegen den Urzeigersinn gemessen und die Schriftart wird durch die Schriftnummer definiert. Die Ausrichtung setzt sich aus zwei Großbuchstaben zusammen. Der erste Buchstabe legt die vertikale Ausrichtung fest (T für oben, M für mittig, B für unten) und der zweite Buchstabe die horizontale Ausrichtung (L für links, C für zentriert, R für rechts). Die letzte Angabe in einer Zeile ist der Beschriftungstext. Dabei erfolgt die Angabe des Textes wie in der Einführung zu diesem Kapitel beschrieben.

[Bearbeiten] Topographische Datensätze

Um eine Karte mit einem Höhenrelief versehen zu können, ist ein topographischer Datensatz notwendig, der heruntergeladen werden muss. Hierbei stehen folgende Datensätze zur Verfügung:

  • ETOPO2v2 besitzt eine Auflösung von 2 Gradminuten oder umgerechnet 3,6 km und enthält sowohl Landhöhen als auch Meerestiefen. Der Datensatz ist direkt als netCDF-Datei verfügbar und muss daher nicht für GMT konvertiert werden. Folglich muss nur die entsprechende Zip-Datei vom Server heruntergeladen und nach C:\GMT\bin entpackt werden. (1 Datei, Feldgröße 360° × 180°, ca. 97 MiB.)
    Bei Bedarf kann anschließend mit Hilfe von grdcut[11] ein bestimmter Bereich aus der Datensatzdatei herausgeschnitten und neu abgespeichert werden. Durch den Befehl grdcut ETOPO2v2g_f4.nc -R90/180/-60/10 -Gaustralien.grd wird beispielsweise der zur Kartenerstellung benötigte Bereich aus der Datei ETOPO2v2g_f4.nc herausgeschnitten und als australien.grd neu gespeichert. Für andere Bereiche ist der Dateinamen und Kartenausschnitt (-R) im Befehl entsprechend zu ändern.
  • GLOBE besitzt eine Auflösung von 30 Gradsekunden bzw. 0,9 km und beinhaltet nur Landhöhen. Der Datensatz kann auf der Downloadseite durch Anklicken des entsprechenden Kartenausschnitts als GZip-Datei heruntergeladen und nach C:\GMT\bin entpackt werden. (16 Dateien, Feldgröße 90° × 40° bzw. 50°, zusammen ca. 287 MiB.)
    Anschließend muss die entpackte Datei mit Hilfe von xyz2grd[12] in eine grd-Datei konvertiert werden. Für Südafrika muss beispielsweise die Datei k10g.gz herunter geladen, entpackt und mit dem Befehl xyz2grd k10g -R0/90/-50/0 -I30c -N-500 -F -ZTLh -Gk10g.grd konvertiert werden. Bei allen anderen Datensatzdateien ist nach dem gleichen Prinzip vorzugehen, lediglich die Dateinamen und der Kartenausschnitt (-R) sind im Befehl entsprechend zu ändern.
    Bei Bedarf können anschließend mit Hilfe von grdpaste[13] zwei aneinander grenzende Datensatzdateien zusammengefügt werden. Durch den Befehl grdpaste g10g.grd k10g.grd -Gsuedostafrika.grd kann so beispielsweise aus den Dateien g10g.grd und k10g.grd die zusammengefügte Datei suedostafrika.grd erzeugt werden. Für andere Datensatzdateien sind die Dateinamen im Befehl entsprechend zu ändern.
  • SRTM30 V2 besitzt wie GLOBE eine Auflösung von 30 Gradsekunden bzw. 0,9 km. Der Datensatz ist jedoch gegenüber GLOBE hochwertiger und beinhaltet nur Landhöhen zwischen 90°N und 60°S. Die entsprechenden Datensatzdateien im dem-Dateiformat können vom FTP-Server als Zip-Datei heruntergeladen und nach C:\GMT\bin entpackt werden. (27 Dateien, Feldgröße 40° × 50°, zusammen ca. 267 MiB.)
    Die entpackten Dateien müssen anschließend mit Hilfe von xyz2grd[12] in grd-Dateien konvertiert werden. Für Indien muss beispielsweise die Datei e060n40.dem.zip herunter geladen, entpackt und mit dem Befehl xyz2grd E060N40.DEM -R60/100/-10/40 -I30c -N-9999 -F -ZTLhw -GE060N40.grd konvertiert werden. Bei allen anderen Datensatzdateien ist nach dem gleichen Prinzip vorzugehen, lediglich die Dateinamen und der Kartenausschnitt (-R) sind im Befehl entsprechend zu ändern.
    Bei Bedarf können anschließend mit Hilfe von grdpaste[13] zwei aneinander grenzende Datensatzdateien zusammengefügt werden. Durch den Befehl grdpaste E020N40.grd E060N40.grd -Gsuedwestasien.grd kann so beispielsweise aus den Dateien E020N40.grd und E060N40.grd die zusammengefügte Datei suedwestasien.grd erzeugt werden. Für andere Datensatzdateien sind die Dateinamen im Befehl entsprechend zu ändern.
  • SRTM3 V2 besitzt eine Auflösung von 3 Gradsekunden bzw. 90 m und beinhaltet nur Landhöhen zwischen 60°N und 60°S. Aus technischen Gründen enthält der Datensatz vereinzelt Datenlücken, die sich vorwiegend in Gebirgsregionen befinden. Obwohl an diesen Lücken keine Höhendaten verfügbar sind, können die Daten nachträglich ungefähr rekonstruiert werden. Der Datensatz ist in einzelne Dateien aufgeteilt. Die entsprechenden Datensatzdateien können dabei vom FTP-Server als Zip-Datei heruntergeladen und nach C:\GMT\bin entpackt werden. (14.572 Dateien, Feldgröße 1° × 1°, zusammen ca. 12.765 MiB.)
    Die entpackten Dateien müssen anschließend mit Hilfe von xyz2grd[12] in grd-Dateien konvertiert werden. Für die topographischen Daten am Bodensee muss beispielsweise die Datei N47E009.hgt.zip herunter geladen, entpackt und mit dem Befehl xyz2grd N47E009.hgt -R9/10/47/48 -I3c -N-32768 -ZTLhw -GN47E009.grd konvertiert werden. Bei allen anderen Datensatzdateien ist nach dem gleichen Prinzip vorzugehen, lediglich die Dateinamen und der Kartenausschnitt (-R) sind im Befehl entsprechend zu ändern.
    Bei Bedarf können anschließend mit Hilfe von grdpaste[13] zwei aneinander grenzende Datensatzdateien zusammengefügt werden. Durch den Befehl grdpaste N47E008.grd N47E009.grd -GN47E008_009.grd kann so beispielsweise aus den Dateien N47E008.grd und N47E009.grd die zusammengefügte Datei N47E008_009.grd erzeugt werden. Für andere Datensatzdateien sind die Dateinamen im Befehl entsprechend zu ändern.
    Zur Entfernung der Datenlücken müssen die konvertierten und bei Bedarf zusammengefügten Datensatzdateien mit Hilfe von grd2xyz[14] und surface[15] interpoliert werden. Dieser Vorgang ist besonders rechenintensiv und kann daher durchaus mehrere Minuten dauern. Für die Bodenseedaten müssen die Befehle grd2xyz N47E009.grd >N47E009.txt und surface N47E009.txt -R9/10/47/48 -I3c -T0.35 -GN47E009new.grd ausgeführt werden. Bei allen anderen Datensatzdateien ist nach dem gleichen Prinzip vorzugehen, lediglich die Dateinamen und der Kartenausschnitt (-R) sind in den Befehlen entsprechend zu ändern.
  • SRTM3 V4[16] besitzt wie SRTM3 V2 eine Auflösung von 3 Gradsekunden bzw. 90 m und beinhaltet nur Landhöhen zwischen 60°N und 60°S. Durch eine spezielle Interpolation und mit Hilfe von zusätzlichen Datensätzen steht dieser Datensatz bereits mit entfernten Datenlücken zur Verfügung. Im Gegensatz zu den anderen Datensätzen unterliegt SRTM3 V3 jedoch bestimmten Lizenzbedingungen. Somit ist der Datensatz nur für den privaten Gebrauch nutzbar und daher für die Wikipedia ungeeignet. Der Datensatz kann auf der Downloadseite[17] heruntergeladen werden. (872 Dateien, Feldgröße 5° × 5°, zusammen ca. 16.656 MiB[18].) Dabei können Downloadserver, Kartenausschnitt und Datenformat entsprechend ausgewählt werden. Als Datenformat kann sowohl GeoTIFF als auch ArcInfo ASCII benutzt werden, als Downloadserver ist aufgrund der geringeren Serverlast das JRC oder das King's College[19] zu empfehlen. Die entsprechende Datei kann anschließend als Zip-Datei heruntergeladen und nach C:\GMT\bin entpackt werden.
    Zur Weiterverwendung müssen die Dateien dann konvertiert werden. Dabei wird die Programmsammlung FWTools benötigt, die von der entsprechenden Internetseite herunter geladen werden kann. Nach der Installation von FWTools kann mit Hilfe von OpenEV die GeoTIFF- oder ASCII-Datei geöffnet und als GMT-Datei exportiert werden.

[Bearbeiten] Farbtabellen

Um eine Karte mit einem Höhenrelief farblich darstellen zu können, wird neben einem topographischen Datensatz auch eine Farbtabelle benötig. Im Verzeichnis C:\GMT\share\cpt sind bereits vordefinierte Tabellen vorhanden (z.B.: GMT_globe.cpt). Diese können nach C:\GMT\bin kopiert und direkt verwendet werden. Alle zur Verfügung stehenden Farbtabellen sind im offiziellen Handbuch unter Kapitel M dargestellt. Für eine individuelle Farbtabelle muss man eine kopierte Tabelle mit einem Texteditor[1] öffnen, den Inhalt umschrieben und die geänderte Datei speichern. Der Inhalt der Farbtabelle ist dabei nach einem bestimmten Schema aufgebaut und kann zum Beispiel wie folgt aussehen:

# File europa.cpt
# Elevation Color Elevation Color
-5000 160 194 222   -2000 173 203 230
-2000 173 203 230   -1000 185 213 237
-1000 185 213 237    -500 196 223 244
 -500 196 223 244    -200 206 231 249
 -200 206 231 249       0 218 240 253
    0 148 191 139     200 189 204 150
  200 189 204 150     500 239 235 192
  500 239 235 192    1000 222 214 163
 1000 222 214 163    2000 202 185 130
 2000 202 185 130    5000 192 154  83
B 160 194 222
F 192 154  83
N 255 255 255

Zeilen die mit einem Rautenzeichen beginnen sind Kommentar, die später nicht berücksichtigt werden. Die restlichen Zeilen sind Farbtabellenangaben. Dabei definiert eine Zeile immer zwei Höhenangaben mit dazugehöriger Farbe. Aus diesen Angaben kann GMT für jede Höhe, die zwischen diesen beiden Höhenangaben liegt, die entsprechende Farbe errechnen. Der erste Wert in einer Zeile ist eine Höhenangabe in Meter. Die nächsten drei Zahlen definieren die zur Höhenangabe gehörende Farbe als RGB-Wert. Die fünfte Zahl ist eine zweite Höhenangabe und die dahinter folgenden drei Zahlen bestimmen wiederum die dazugehörige Farbe als RGB-Wert. Die nächsten Zeilen folgen nach dem gleichen Prinzip. Dabei muss jedoch zur Vermeidung von Lücken die zweite Höhenangabe in einer Zeile immer die gleiche sein wie die erste Höhenangabe in der darunter liegenden Zeile.

Die letzten drei Zeilen der Farbtabelle bestimmen die Farbe für zuvor nicht definierte Höhenbereiche. Dabei wird die Farbe als RGB-Wert hinter den entsprechenden Buchstaben B, F und N angegeben. Der Buchstabe B steht für Höhenbereiche, die unter den angegebenen Höhenbereichen liegen und der Buchstabe F steht für Höhenbereiche, die über den angegebenen Höhenbereichen liegen. Der Buchstabe N definiert Bereiche im topographischen Datensatz, die keine Höhenangabe besitzt.

[Bearbeiten] Beispiele

Im Folgenden sind einige Beispiele zu finden, die die zuvor beschriebenen Befehle, Optionen und weiteren Angaben veranschaulichen.

[Bearbeiten] USA (pscoast)

Beispiel USA
Beispiel USA


Befehl:

  • pscoast -JM-96/37/25c -R-129/-63/23/51 -Ba10g0/a5g0 -G252/245/227 -S218/240/253 -W0.25p,39/170/234 -N1/0.5p,120/120/120 -N2/0.25p,120/120/120,2_1:0p -Di -A2000 -P --PLOT_DEGREE_FORMAT=ddd:mm:ss --PAPER_MEDIA=A3 >C:\Karten\usa.ps

Erläuterung:

  • pscoast : Es wird eine Karte mit Hilfe von pscoast erstellt.
  • -JM-96/37/25c : Als Kartenprojektion (-J) wird die Mercator-Projektion (M) mit dem -96. Längengrad als Mittelmeridian und dem 37. Breitengrad als Standardparallele verwendet. Die Darstellungsbreite beträgt 25 cm.
  • -R-129/-63/23/51 : Der Kartenausschnitt (-R) geht von -129 bis -63 im Längengrad und von 23 bis 51 im Breitengrad.
  • -Ba10g0/a5g0 : Längen- und Breitengrade (-B) werden dargestellt. Dabei erfolgt bei den Längengraden alle 10 Grad eine Beschriftung (a10) und bei den Breitengraden alle 5 Grad eine Beschriftung (a5). Gradlinien werden nicht dargestellt (g0).
  • -G252/245/227 : Landflächen (-G) besitzen die Farbe 252/245/227 als RGB-Wert.
  • -S218/240/253 : Meeresflächen (-S) besitzen die Farbe 218/240/253 als RGB-Wert.
  • -W0.25p,39/170/234 : Küstenlinien (-W) haben eine Breite von 0,25 Punkt und die Farbe 39/170/234 als RGB-Wert.
  • -N1/0.5p,120/120/120 : Grenzlinien (-N) vom Typ 1 (Landesgrenzen) haben eine Breite von 0,5 Punkt und die Farbe 120/120/120 als RGB-Wert.
  • -N2/0.25p,120/120/120,2_1:0p : Grenzlinien (-N) vom Typ 2 (amerikanische Bundesstaatengrenzen) haben eine Breite von 0,25 Punkt, die Farbe 120/120/120 als RGB-Wert und eine Linientextur. Die Textur weist dabei eine 2 Punkt lange Linie auf, gefolgt von einer 1 Punkt langen Lücke. Die Textur beginnt nicht versetzt (0).
  • -Di : Die Liniengenauigkeit (-D) ist mittel (i).
  • -A2000 : Inseln und Seen (-A) die kleiner sind als 2000 km² werden nicht dargestellt.
  • -P : Das Blatt wird auf Hochformat gedreht.
  • --PLOT_DEGREE_FORMAT=ddd:mm:ss : Längengrade werden von -180 bis +180 in sexagesimaler Form angegeben.
  • --PAPER_MEDIA=A3 : Das Blattformat ist A3.
  • >C:\Karten\usa.ps : Die Karte wird mit dem Dateinamen usa.ps im Verzeichnis C:\Karten abgespeichert.

[Bearbeiten] Neuseeland (pscoast)

Beispiel Neuseeland
Beispiel Neuseeland


Befehl:

  • pscoast -JL173/-41/-44/-38/17c -R164/-48.5/180/-33r -Ba2g2:."Neuseeland": -G252/245/227 -S218/240/253 -W0.25p,39/170/234 -Ia/0.25p,39/170/234 -Dh -A50 -Lx13.3c/1.7c/-41/400 -Tx1.4c/19.7c/1.5c -X2c -Y3c -P --HEADER_FONT_SIZE=16p >neuseeland.ps

Erläuterung:

  • pscoast : Es wird eine Karte mit Hilfe von pscoast erstellt.
  • -JL173/-41/-44/-38/17c : Als Kartenprojektion (-J) wird die Lambertsche Schnittkegelprojektion (L) verwendet. Das Kartenzentrum befindet sich auf dem 173. Längengrad und -41. Breitengrad. Die Standardparallelen sind der -44. und -38. Breitengrad. Die Darstellungsbreite beträgt 17 cm.
  • -R164/-48.5/180/-33r : Der Kartenausschnitt (-R) wird durch zwei Ecken definiert (r) und geht von links-unten mit dem 164. Längengrad und -48,5. Breitengrad bis rechts-oben mit dem 180. Längengrad und -33. Breitengrad.
  • -Ba2g2:."Neuseeland": : Längen- und Breitengrade (-B) werden dargestellt. Dabei erfolgt alle 2 Grad eine Beschriftung (a2) und ebenfalls alle 2 Grad eine Gradlinie (g2). Die Karte wird mit dem Titel Neuseeland versehen.
  • -G252/245/227 : Landflächen (-G) besitzen die Farbe 252/245/227 als RGB-Wert.
  • -S218/240/253 : Meeresflächen (-S) besitzen die Farbe 218/240/253 als RGB-Wert.
  • -W0.25p,39/170/234 : Küstenlinien (-W) haben eine Breite von 0,25 Punkt und die Farbe 39/170/234 als RGB-Wert.
  • -Ia/0.25p,39/170/234 : Flusslinien (-I) aller Kategorien (a) haben eine Breite von 0,25 Punkt und die Farbe 39/170/234 als RGB-Wert.
  • -Dh : Die Liniengenauigkeit (-D) ist hoch (h).
  • -A50 : Inseln und Seen (-A) die kleiner sind als 50 km² werden nicht dargestellt.
  • -Lx13.3c/1.7c/-41/400 : Es wird eine einfache Maßstabslinie (-L) dargestellt. Diese befindet sich, ausgehend von der linken-unteren Ecke der Karte (x), 13,3 cm vom linken und 1,7 cm vom unteren Kartenrand entfernt. Der Maßstab bezieht sich auf den -41. Breitengrad und hat eine dargestellte Länge von 400 km.
  • -Tx1.4c/19.7c/1.5c : Es wird eine Nordrichtungspfeil (-T) dargestellt. Diese befindet sich, ausgehend von der linken-unteren Ecke der Karte (x), 1,4 cm vom linken und 19,7 cm vom unteren Kartenrand entfernt. Der Nordrichtungspfeil wird 1,5 cm groß dargestellt.
  • -X2c : Der Koordinatenursprung wird in x-Richtung (-X) um 2 cm vom Blattrand weg verschoben.
  • -Y3c : Der Koordinatenursprung wird in y-Richtung (-Y) um 3 cm vom Blattrand weg verschoben.
  • -P : Das Blatt wird auf Hochformat gedreht.
  • --HEADER_FONT_SIZE=16p : Überschriften und Himmelsrichtungsbuchstaben werden in der Schriftgröße 16 Punkt dargestellt.
  • >neuseeland.ps : Die Karte wird mit dem Dateinamen neuseeland.ps im Programmverzeichnis C:\GMT\bin abgespeichert.

[Bearbeiten] Rügen (pscoast)

Beispiel Rügen
Beispiel Rügen


Befehl:

  • pscoast -Ja13:25/54:27/1:750000 -R12:34/54/14:16/54:54r -Ba20mg10m/a10mg5m -G252/245/227 -S218/240/253 -W0.25p,39/170/234 -Df -Lfx2.8c/1.3c/54:27/30 -Tf14/54:45/2.5c/2:W,O,S,N: -X3c -Y8c -P --HEADER_FONT_SIZE=14p --HEADER_OFFSET=0.25c --LABEL_FONT_SIZE=14p --OBLIQUE_ANNOTATION=6 >ruegen.ps

Erläuterung:

  • pscoast : Es wird eine Karte mit Hilfe von pscoast erstellt.
  • -Ja13:25/54:27/1:750000 : Als Kartenprojektion (-J) wird die Flächentreue Azimutalprojektion (a) verwendet. Das Kartenzentrum befindet sich auf dem 13:25. Längengrad und 54:27. Breitengrad. Die Darstellungsgröße beträgt 1:750000.
  • -R12:34/54/14:16/54:54r : Der Kartenausschnitt (-R) wird durch zwei Ecken definiert (r) und geht von links-unten mit dem 12:34. Längengrad und 54. Breitengrad bis rechts-oben mit dem 14:16. Längengrad und 54:54. Breitengrad.
  • -Ba20mg10m/a10mg5m : Längen- und Breitengrade (-B) werden dargestellt. Dabei erfolgt bei den Längengraden alle 20 Gradminuten eine Beschriftung (a20m) und alle 10 Gradminuten eine Gradlinie (g10m). Bei den Breitengraden erfolgt alle 10 Gradminuten eine Beschriftung (a10m) und alle 5 Gradminuten eine Gradlinie (g5m).
  • -G252/245/227 : Landflächen (-G) besitzen die Farbe 252/245/227 als RGB-Wert.
  • -S218/240/253 : Meeresflächen (-S) besitzen die Farbe 218/240/253 als RGB-Wert.
  • -W0.25p,39/170/234 : Küstenlinien (-W) haben eine Breite von 0,25 Punkt und die Farbe 39/170/234 als RGB-Wert.
  • -Df : Die Liniengenauigkeit (-D) ist sehr hoch (f).
  • -Lfx2.8c/1.3c/54:27/30 : Es wird eine schwarz-weiß strukturierte Maßstabsskala (-Lf) dargestellt. Diese befindet sich, ausgehend von der linken-unteren Ecke der Karte (x), 2,8 cm vom linken und 1,3 cm vom unteren Kartenrand entfernt. Der Maßstab bezieht sich auf den 54:27. Breitengrad und hat eine dargestellte Länge von 30 km.
  • -Tf14/54:45/2.5c/2:W,O,S,N:  : Es wird eine schwarz-weiß strukturierte Windrose (-Tf) dargestellt. Diese befindet sich auf der Karte im 14. Längengrad und 54:45. Breitengrad. Die Windrose wird 2,5 cm groß dargestellt und es werden zusätzlich vier Nebenhimmelsrichtungen (2) abgebildet. Die vier Haupthimmelsrichtungen werden mit den Buchstaben W, O, S, und N beschriftet.
  • -X3c : Der Koordinatenursprung wird in x-Richtung (-X) um 3 cm vom Blattrand weg verschoben.
  • -Y8c : Der Koordinatenursprung wird in y-Richtung (-Y) um 8 cm vom Blattrand weg verschoben.
  • -P : Das Blatt wird auf Hochformat gedreht.
  • --HEADER_FONT_SIZE=14p : Himmelsrichtungsbuchstaben werden in der Schriftgröße 14 Punkt dargestellt.
  • --HEADER_OFFSET=0.25c : Der Schriftabstand bei Himmelsrichtungsbuchstaben beträgt 0,25 cm.
  • --LABEL_FONT_SIZE=14p : Der Beschriftungstext in der Maßstabsleiste wird in der Schriftgröße 14 Punkt dargestellt.
  • --OBLIQUE_ANNOTATION=6 : Längen- und Breitengradangaben werden horizontal ausgerichtet.
  • >ruegen.ps : Die Karte wird mit dem Dateinamen ruegen.ps im Programmverzeichnis C:\GMT\bin abgespeichert.

[Bearbeiten] Weltwunder (pscoast, psxy und pstext)

Beispiel Weltwunder
Beispiel Weltwunder


Für dieses Beispiel wurde eine Koordinatenliste verwendet, die den Dateinamen weltwunder.txt trägt und im Verzeichnis C:\GMT\bin abgespeichert wurde.

# File weltwunder.txt
44:25 32:32 8 0 0 BR Hängende Gärten der Semiramis
28:12 36:23 8 0 0 TL Koloss von Rhodos
27:26 37:02 8 0 0 ML Mausoleum von Halikarnassos
29:53 31:13 8 0 0 TR Pharos von Alexandria
31:08 29:59 8 0 0 BL Pyramiden von Gizeh
27:22 37:57 8 0 0 BL Tempel der Artemis
21:38 37:38 8 0 0 TC Zeusstatue des Phidias

Befehl 1:

  • pscoast -JL32/34/31/37/16c -R19/28/47/39r -G252/245/227 -S218/240/253 -W0.25p,39/170/234 -Dh -A10/0/1 -P -K >weltwunder.ps

Erläuterung 1:

  • pscoast : Es wird eine Karte mit Hilfe von pscoast erstellt.
  • -JL32/34/31/37/16c : Als Kartenprojektion (-J) wird die Lambertsche Schnittkegelprojektion (L) verwendet. Das Kartenzentrum befindet sich auf dem 32. Längengrad und 34. Breitengrad. Die Standardparallelen sind der 31. und 37. Breitengrad. Die Darstellungsbreite beträgt 16 cm.
  • -R19/28/47/39r : Der Kartenausschnitt (-R) wird durch zwei Ecken definiert (r) und geht von links-unten mit dem 19. Längengrad und 28. Breitengrad bis rechts-oben mit dem 47. Längengrad und 39. Breitengrad.
  • -G252/245/227 : Landflächen (-G) besitzen die Farbe 252/245/227 als RGB-Wert.
  • -S218/240/253 : Meeresflächen (-S) besitzen die Farbe 218/240/253 als RGB-Wert.
  • -W0.25p,39/170/234 : Küstenlinien (-W) haben eine Breite von 0,25 Punkt und die Farbe 39/170/234 als RGB-Wert.
  • -Dh : Die Liniengenauigkeit (-D) ist hoch (h).
  • -A10/0/1 : Land- und Wasserflächen (-A) die kleiner sind als 10 km² werden nicht dargestellt. Zusätzlich werden nur die Ebenen 0 (Meer) bis 1 (Land) dargestellt.
  • -P : Das Blatt wird auf Hochformat gedreht.
  • -K : Die Datei wird nicht abgeschlossen.
  • >weltwunder.ps : Die Karte wird mit dem Dateinamen weltwunder.ps im Programmverzeichnis C:\GMT\bin abgespeichert.

Befehl 2:

  • psxy weltwunder.txt -JL32/34/31/37/16c -R19/28/47/39r -Sa0.25c -G204/0/0 -W0.25p -P -K -O >>weltwunder.ps

Erläuterung 2:

  • psxy : Es werden Positionskoordinaten mit Hilfe von psxy graphisch dargestellt.
  • weltwunder.txt : Als Koordinatenliste wird die Datei weltwunder.txt im Programmverzeichnis C:\GMT\bin verwendet.
  • -JL32/34/31/37/16c : Als Kartenprojektion (-J) wird die Lambertsche Schnittkegelprojektion (L) verwendet. Das Kartenzentrum befindet sich auf dem 32. Längengrad und 34. Breitengrad. Die Standardparallelen sind der 31. und 37. Breitengrad. Die Darstellungsbreite beträgt 16 cm.
  • -R19/28/47/39r : Der Kartenausschnitt (-R) wird durch zwei Ecken definiert (r) und geht von links-unten mit dem 19. Längengrad und 28. Breitengrad bis rechts-oben mit dem 47. Längengrad und 39. Breitengrad.
  • -Sa0.25c : Koordinatenpunkte werden als Symbol (-S) in Form eines Sterns (a) dargestellt. Die Symbolgröße beträgt 0,25 cm.
  • -G204/0/0 : Symbolflächen (-G) besitzen die Farbe 204/0/0 als RGB-Wert.
  • -W0.25p : Symbolkonturlinien (-W) haben eine Breite von 0,25 Punkt. Da keine Farbangabe erfolgt, wird standardmäßig schwarz verwendet.
  • -P : Das Blatt wird auf Hochformat gedreht.
  • -K : Die Datei wird nicht abgeschlossen.
  • -O : Die Datei wird ergänzt.
  • >>weltwunder.ps : Die erzeugten Objekte werden in die Datei weltwunder.ps im Programmverzeichnis C:\GMT\bin ergänzt.

Befehl 3:

  • pstext weltwunder.txt -JL32/34/31/37/16c -R19/28/47/39r -G204/0/0 -S0.5p -Dj0.15c/0.15c -P -O >>weltwunder.ps

Erläuterung 3:

  • pstext : Es werden Positionskoordinaten mit Hilfe von pstext beschriftet.
  • weltwunder.txt : Als Koordinatenliste wird die Datei weltwunder.txt im Programmverzeichnis C:\GMT\bin verwendet.
  • -JL32/34/31/37/16c : Als Kartenprojektion (-J) wird die Lambertsche Schnittkegelprojektion (L) verwendet. Das Kartenzentrum befindet sich auf dem 32. Längengrad und 34. Breitengrad. Die Standardparallelen sind der 31. und 37. Breitengrad. Die Darstellungsbreite beträgt 16 cm.
  • -R19/28/47/39r : Der Kartenausschnitt (-R) wird durch zwei Ecken definiert (r) und geht von links-unten mit dem 19. Längengrad und 28. Breitengrad bis rechts-oben mit dem 47. Längengrad und 39. Breitengrad.
  • -G204/0/0 : Schriftflächen (-G) besitzen die Farbe 204/0/0 als RGB-Wert.
  • -S0.5p : Schriftkonturlinien (-S) haben eine Breite von 0,5 Punkt. Da keine Farbangabe erfolgt, wird standardmäßig schwarz verwendet.
  • -Dj0.15c/0.15c : Der Beschriftungstext wird vom Koordinatenpunkt ausgehend versetzt (-D). Dabei wird die Textausrichtung in der Koordinatenliste berücksichtigt (j). Der Abstand zum Koordinatenpunkt beträgt in x- und y-Richtung jeweils 0,15 cm.
  • -P : Das Blatt wird auf Hochformat gedreht.
  • -O : Die Datei wird ergänzt.
  • >>weltwunder.ps : Die erzeugten Objekte werden in die Datei weltwunder.ps im Programmverzeichnis C:\GMT\bin ergänzt.

[Bearbeiten] Süditalien (pscoast, psxy und pstext)

Beispiel Süditalien
Beispiel Süditalien


Für dieses Beispiel wurden sechs Koordinatenlisten verwendet, die im Verzeichnis C:\GMT\bin abgespeichert wurden. Drei Listen definieren dabei die Städte (italien_grosse_staedte.txt, italien_kleine_staedte.txt und italien_antike_staedte.txt), eine Liste beschreibt die Vulkane (italien_vulkane.txt) und zwei Listen sind für die Beschriftung der Meeres- und Landflächen vorgesehen (italien_land.txt und italien_meer.txt).

# File italien_grosse_staedte.txt
12:29 41:53 11 0 0 BL @_Rom@_
14:15 40:50 11 0 0 BR Neapel
13:22 38:07 11 0 0 BL Palermo
# File italien_kleine_staedte.txt
16:52 41:08 11 0 0 TR Bari
15:05 37:30 11 0 0 TR Catania
15:33 38:11 11 0 0 TR Messina
17:14 40:28 11 0 0 BL Tarent
15:40 38:07 11 0 0 BL Reggio Calabria
15:33 41:28 11 0 0 BR Foggia
14:46 40:41 11 0 0 TL Salerno
15:17 37:05 11 0 0 BR Syrakus
12:54 41:28 11 0 0 BL Latina
# File italien_antike_staedte.txt
14:31 40:45 11 0 0 BL Pompeji
# File italien_vulkane.txt
15:00 37:44 11 0 2 BC Ätna
15:13 38:48 11 0 2 BC Stromboli
14:25 40:49 11 0 2 BL Vesuv
# File italien_land.txt
15:00 41:15 12 -35 2 MC A p e n n i n h a l b i n s e l
14:10 37:40 12   0 2 MC S i z i l i e n
# File italien_meer.txt
17:40 41:30 12 -35 2 MC A d r i a t i s c h e s   M e e r
17:20 37:30 12   0 2 MC I o n i s c h e s   M e e r
13:30 39:20 12   0 2 MC T y r r h e n i s c h e s   M e e r

Befehl 1:

  • pscoast -JL15/39.25/38/40.5/18c -R11.75/36.25/19/42.25r -G252/245/227 -S218/240/253 -W0.25p,39/170/234 -Ia/0.25p,39/170/234 -Dh -Lfx14c/1.2c/39.25/200:"km":u -X1.5c -Y5c -P -K --ANNOT_FONT_SIZE_PRIMARY=11 >italien.ps

Erläuterung 1:

  • pscoast : Es wird eine Karte mit Hilfe von pscoast erstellt.
  • -JL15/39.25/38/40.5/18c : Als Kartenprojektion (-J) wird die Lambertsche Schnittkegelprojektion (L) verwendet. Das Kartenzentrum befindet sich auf dem 15. Längengrad und 39,25. Breitengrad. Die Standardparallelen sind der 38. und 40,5. Breitengrad. Die Darstellungsbreite beträgt 18 cm.
  • -R11.75/36.25/19/42.25r : Der Kartenausschnitt (-R) wird durch zwei Ecken definiert (r) und geht von links-unten mit dem 11,75. Längengrad und 36,25. Breitengrad bis rechts-oben mit dem 19. Längengrad und 42,2. Breitengrad.
  • -G252/245/227 : Landflächen (-G) besitzen die Farbe 252/245/227 als RGB-Wert.
  • -S218/240/253 : Meeresflächen (-S) besitzen die Farbe 218/240/253 als RGB-Wert.
  • -W0.25p,39/170/234 : Küstenlinien (-W) haben eine Breite von 0,25 Punkt und die Farbe 39/170/234 als RGB-Wert.
  • -Ia/0.25p,39/170/234 : Flusslinien (-I) aller Kategorien (a) haben eine Breite von 0,25 Punkt und die Farbe 39/170/234 als RGB-Wert.
  • -Dh : Die Liniengenauigkeit (-D) ist hoch (h).
  • -Lfx14c/1.2c/39.25/200:"km":u : Es wird eine schwarz-weiß strukturierte Maßstabsskala (-Lf) dargestellt. Diese befindet sich, ausgehend von der linken-unteren Ecke der Karte (x), 14 cm vom linken und 1,2 cm vom unteren Kartenrand entfernt. Der Maßstab bezieht sich auf den 39,25. Breitengrad und hat eine dargestellte Länge von 200 km. Der Beschriftungstext km wird hinter die Distanzbeschriftung gesetzt (u).
  • -X1.5c : Der Koordinatenursprung wird in x-Richtung (-X) um 1,5 cm vom Blattrand weg verschoben.
  • -Y5c : Der Koordinatenursprung wird in y-Richtung (-Y) um 5 cm vom Blattrand weg verschoben.
  • -P : Das Blatt wird auf Hochformat gedreht.
  • -K : Die Datei wird nicht abgeschlossen.
  • --ANNOT_FONT_SIZE_PRIMARY=11p : Maßstabsbeschriftungen werden in der Schriftgröße 11 Punkt dargestellt.
  • >italien.ps : Die Karte wird mit dem Dateinamen italien.ps im Programmverzeichnis C:\GMT\bin abgespeichert.

Befehl 2:

  • psxy italien_grosse_staedte.txt -JL15/39.25/38/40.5/18c -R11.75/36.25/19/42.25r -Ss0.18c -G204/0/0 -W0.5p -P -K -O >>italien.ps

Erläuterung 2:

  • psxy : Es werden Positionskoordinaten mit Hilfe von psxy graphisch dargestellt.
  • italien_grosse_staedte.txt : Als Koordinatenliste wird die Datei italien_grosse_staedte.txt im Programmverzeichnis C:\GMT\bin verwendet.
  • -JL15/39.25/38/40.5/18c : Als Kartenprojektion (-J) wird die Lambertsche Schnittkegelprojektion (L) verwendet. Das Kartenzentrum befindet sich auf dem 15. Längengrad und 39,25. Breitengrad. Die Standardparallelen sind der 38. und 40,5. Breitengrad. Die Darstellungsbreite beträgt 18 cm.
  • -R11.75/36.25/19/42.25r : Der Kartenausschnitt (-R) wird durch zwei Ecken definiert (r) und geht