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Großtechnisches SystemGroßtechnische Systeme sind soziotechnische Systeme im Infrastrukturbereich. Sie zeichnen sich durch Größe, Technizität, Systemhaftigkeit und ihren Hybridcharakter zwischen technischem und sozialem System aus. Zunächst wurden sie vom Technikhistoriker Thomas Hughes beschrieben. Dieser untersuchte die Unterschiede in den Stromnetzen Deutschlands und Englands und bezeichnete diese Netze als großtechnische oder Infrastruktursysteme. Elemente dieser Systeme sind technische Artefakte, Organisationen, Kapital, Wissen, Recht und Ressourcen. Hierbei muss man jedoch unterscheiden: Grundlegend wird in der Literatur der „technology push“ als Triebkraft hierbei gesehen, das ist jedoch umstritten. Großtechnische Systeme haben durch ihre effizienzsteigernde Wirkung und ihre funktionelle Interdependenz und Vernetzung Einfluss auf gesellschaftliche Ordnungsbildung (Governance) und Herrschafts- und Machtbeziehungen. [Bearbeiten] LiteraturRenate Mayntz und Thomas P. Hughes (Hrsg.): The Development of Large Technical Systems. Frankfurt a. M.: Campus, 1988 |