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Französische SpracheDie französische Sprache (= la langue française, Eigenbezeichnung français) gehört zu der romanischen Gruppe des italischen Zweigs der indogermanischen Sprachen. Damit ist diese Sprache unter anderem mit dem Italienischen, Spanischen, Katalanischen, Portugiesischen und Rumänischen verwandt. Französisch gilt als Weltsprache, da es von weit über 100 Millionen Sprechern auf allen Kontinenten in über 50 Ländern gesprochen und weltweit oft als Fremdsprache gelernt wird.[3] Französisch ist unter anderem offizielle Sprache in Frankreich, Kanada, der Schweiz, Belgien, Haiti und zahlreichen Ländern in West- und Zentralafrika, während es im arabischsprachigen Nordafrika und in Indochina als Nebensprache weit verbreitet ist. Zudem ist es eine der Amtssprachen der EU[4], Amtssprache der Afrikanischen Union und der Organisation Amerikanischer Staaten und eine der sechs Amtssprachen sowie mit Englisch alleinige Arbeitssprache der UNO.[5] Die französische Sprache wird reguliert durch die Académie française, die sogenannte Loi Toubon (ein Gesetz zum Schutz der französischen Sprache in Frankreich), dem Office québécois de la langue française, einer offiziellen Behörde von Québec, dem Service de la langue française, einer belgischen Institution zur Pflege der französischen Sprache, sowie der Délégation générale à la langue française et aux langues de France.
[Bearbeiten] Verbreitung
[Bearbeiten] Französisch in Europa
Französische Sprachkentnisse in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (plus Kroatien und Türkei)
Französisch wird in Europa vor allem in Frankreich selbst, aber auch in weiten Teilen Belgiens, Luxemburgs und in der französischen Schweiz sowie im Aostatal (Italien) von Muttersprachlern gesprochen. Nach der Eurostat-Studie Die Europäer und ihre Sprachen (Europeans and Languages)[6], die von Mai bis Juni 2005 in den damaligen 25 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union durchgeführt und im September 2005 veröffentlicht wurde, sprechen 11% der EU-Bürger Französisch als Fremdsprache. Somit ist Französisch die am dritthäufigsten gelernte Fremdsprache Europas nach Englisch (34%) und Deutsch (12%). Die Anzahl der Muttersprachler beträgt der Studie nach 12% der EU-Bürger. Neben Deutsch und Englisch ist Französisch die wichtigste Amts- und Arbeitssprache der Europäischen Union. Dies liegt unter anderem darin begründet, dass Frankreich ein Gründungsmitglied der Organisation ist und sich viele EU-Institutionen in den hauptsächlich französischsprachigen Städten Brüssel, Straßburg und Luxemburg befinden. Allerdings schwindet der Einfluss des Französischen auf die Arbeitswelt innerhalb der EU aufgrund der wachsenden Relevanz des Englischen stetig. [Bearbeiten] Französisch in der WeltDie französische Sprache wird als Weltsprache von mehr oder weniger vielen Sprechern auf allen Kontinenten der Erde verwendet und ist offizielle Amtssprache zahlreicher wichtiger internationaler Organisationen [7]. Neben den Ländern, in denen Französisch als Amtssprache gilt, wie z.B. sämtlichen Überseegebieten Frankreichs, weiten Teilen Afrikas, der Antillen oder Ozeaniens, wird es ebenfalls in vielen ehemaligen Kolonien Frankreichs oder Belgiens sowie als Folge von Immigrationswellen gesprochen. So finden sich in den Ländern des Maghreb, also Algerien, Tunesien und Marokko, heute Millionen frankophone Bürger, da Französisch dort als Unterrichts- und Kultursprache erhalten geblieben ist. Viele sprachliche Minderheiten lassen sich heute in den Vereinigten Staaten lokalisieren. Diese befinden sich hauptsächlich in Maine, New Hampshire und Vermont, aber vor allem in Louisiana (siehe auch "Französisch in den USA"). Eine wichtige Sprachinsel des Französischen bildet auch Kanada, wo es in der größten kanadischen Provinz Québec als Muttersprache gesprochen wird, aber auch landesweit als Amtssprache gilt (siehe auch "Quebecer Französisch, Akadisches Französisch, Neufundländisches Französisch, Michif, Französisch in Kanada"). Darüber hinaus lassen sich in Mauritius, Mauretanien, Laos, Kambodscha, Vietnam, dem Libanon und Andorra nennenswerte Sprecherzahlen feststellen. Nach Englisch ist Französisch die am häufigsten gelernte Fremdsprache weltweit; mit Englisch ist es die einzige Sprache, die auf sämtlichen Kontinenten der Welt gesprochen wird.[8] [Bearbeiten] Sprachvarianten der französischen SpracheFranzösisch ist eine indogermanische Sprache und gehört zu den galloromanischen Sprachen, die in zwei Gruppen unterteilt werden: langues d’oïl im nördlichen Frankreich und Belgien und Langues d’oc im Süden Frankreichs. Hierbei ist der Status, was dabei Dialekt und was eigenständige Sprache ist, umstritten. Meistens spricht man von zwei Sprachen und deren jeweiligen Patois, den französischen Dialekten. Das Französische wird den langues d’oïl zugeordnet und geht auf eine Mundart aus dem Raum Ile de France zurück. Sie grenzen sich von den Langues d’oc ab, die südlich des Flusses Loire verbreitet sind und eine eigene Sprache darstellen. Die Unterscheidung bezieht sich auf die Verwendung des Wortes Ja – Oc im Süden und Oïl im Norden. Zudem ist bei den Langues d’oc, die zusammenfassend auch als Okzitanisch bezeichnet werden, der romanische Charakter stärker ausgeprägt. Daneben gibt es das Franko-Provenzalische, das mitunter als selbständig gegenüber den anderen beiden gallo-romanischen Sprachen eingestuft wird. Da es allerdings keine Hochsprache entwickelt hat, wird es auch als Dialekt der Langues d’oc angesehen. In vielen afrikanischen Ländern wird Französisch als Zweitsprache verwendet. In diesen Ländern ist die Sprache häufig durch einen Akzent gefärbt. Aus dem Französischen haben sich außerdem in den ehemaligen Kolonialgebieten verschiedene Französisch geprägte Kreolsprachen herausgebildet. Diese werden wegen ihrer vom Standardfranzösischen stark abweichenden Struktur jedoch meist als eigene Sprachgruppe und nicht als französische Varietät angesehen. Galloromanische Sprachen:
[Bearbeiten] Geschichte der französischen SpracheIn Gallien gab es drei große Völker mit eigenen Sprachen, die Kelten, welche die Römer Gallier nannten, die Aquitanier im Südwesten und die Belger im Norden. Die Romanisierung erfolgte in zwei Schritten. Das Lateinische gelangte ab dem Jahre 122 v.Chr. mit der Gründung von Aquae Sextiae (heute: Aix-en-Provence) und Narbonne in der Provinz des römischen Reiches Gallia Narbonensis (heute: Provence) nach Südfrankreich. Ab dem Jahre 58 v.Chr. mit der Eroberung Nordgalliens durch Gaius Iulius Caesar erreichte das Lateinische auch das restliche Gallien [Bearbeiten] Einfluss der KeltenInnerhalb eines Zeitraums von vier Jahrhunderten setzte sich das Lateinische gegenüber den einheimischen festlandkeltischen (= gallischen) Dialekten durch. Die Romanisierung geschah zunächst in Städten, Schulen und Verwaltungen, erst später in den abgelegenen Gebieten Galliens. Die keltischen Sprachen verschwanden nicht spurlos, sondern fanden mit schätzungsweise deutlich über 240 Wortstämmen Eingang in das gesprochene Vulgärlatein. Infolge der späteren Durchsetzung des Lateinischen in den ländlichen Regionen Galliens blieben vor allem Begriffe keltischer Herkunft aus der Landwirtschaft im Vulgärlatein erhalten, welche auch im heutigen Französisch weiter verwendet werden (z. B. la charrue = der Pflug, le mouton = das Schaf usw.). Aber auch die Zählweise im Zwanziger-System (Vigesimalsystem), die das Standardfranzösische bis heute teilweise beibehält, wird häufig keltischen Einflüssen zugeschrieben (z.B. soixante et onze: sechzig und elf = 71, quatre-vingts: vier(mal)-zwanzig = 80). Einen solchen Einfluss einer untergehenden Sprache auf die sich durchsetzende Sprache nennt man Substrat. [Bearbeiten] Einfluss der GermanenDie gallorömische Bevölkerung im Norden Galliens kam mit germanischen Stämmen hauptsächlich durch Handelsbeziehungen in Kontakt, aber auch durch Söldnerdienste der Germanen in der römischen Armee. Bereits durch diese Kontakte fanden neben dem keltischen Substrat etliche Wörter germanischen Ursprungs Eingang in die französische Sprache (ein solcher Vorgang einer friedlichen Beeinflussung durch nachbarschaftliche Beziehungen wird Adstrat genannt). Einen stärkeren Einfluss übte später der westgermanische Stamm der Franken aus. Die Franken eroberten im 5. Jahrhundert (endgültiger Sieg über eine römische Restprovinz 486 n. Chr. durch Chlodwig I) das Gebiet Galliens und prägten den französischen Wortschatz entscheidend mit. Um die 700 Wortstämme wurden von den Franken übernommen (z. B. la halle = die Halle, la salle = der Saal usw.). Hierbei vollzog sich der geschichtlich bemerkenswerte Vorgang, dass sich die Franken sprachlich dem Vulgärlatein der besiegten gallo-romanischen Bevölkerung bis auf wenige verbleibende fränkische Einflüsse anpassten. Der Verbleib einiger Wörter aus der Sprache der Sieger in der sich durchsetzenden Sprache der Besiegten nennt man Superstrat. Dieser Vorgang zog sich vom 5. bis zum 9. Jahrhundert hin. Noch Karl der Große (Krönung 800 n. Chr.) sprach als Muttersprache Fränkisch. Nur ganz im Norden Galliens konnte durch die fränkische Eroberung die germanische Sprachgrenze in das heutige Belgien hinein verschoben werden, welche heute das Land in Flandern und Wallonien teilt. Die ungebrochene Dominanz des Vulgärlateinischen erklärt sich unter anderem aus dem nach wie vor hohen Prestige des Lateinischen, sowie aus der weitgehenden Übernahme der römischen Verwaltung. Auch die fränkischen Lex Salica, in welcher sich römisches Rechtsdenken mit germanischen Zügen verbunden hat, begünstigte diese Entwicklung. Die fränkischen Einflüsse schlugen sich nicht nur im Wortschatz nieder, sondern auch im Lautsystem (etwa das sogenannte "h aspiré", das "behauchte h", welches im Anlaut nicht gebunden wird), sowie in der Wortstellung (z.B. Voranstellung einiger Adjektive vor Nomen: "une grande maison" - "ein großes Haus"). [Bearbeiten] Die weitere EntwicklungZur Zeit Karls des Großen wich die Aussprache des Vulgärlateins erheblich von der Schreibweise ab. Auf Grund dessen veranlasste er – angeregt durch Alkuin – die karolingische Bildungsreform, wodurch Latein mit dem Ziel einer klassischen Aussprache erlernt wurde. Somit sollte die Missionierung der germanischen Bevölkerungsteile erleichtert werden, die vor allem von irischen Mönchen ausging, für die Latein eine Fremdsprache war. Darüber hinaus sollten eingetretene Unsicherheiten in der Aussprache bereinigt werden. Diese sich herausbildende Zweisprachigkeit führte zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Verständigung des lateinisch sprechenden Klerus mit dem Volk. Auf dem Konzil von Tours 813 n.Chr. legte man eine einheitliche, dem Volke verständliche Sprache für Predigten in Kirchen fest. Latein blieb als Schriftsprache erhalten. Das Konzil von Tours war die Geburtsstunde eines Bewusstseins, dass die gesprochene Sprache eine andere war als Latein. Es bildeten sich verschiedene Dialekte heraus, die als Langues d’oïl zusammengefasst werden. Die ersten Dokumente, die der französischen Sprache zugeordnet werden, sind die Straßburger Eide, die 842 sowohl auf Altfranzösisch als auch auf Althochdeutsch verfasst wurden. Damit war auch die herkömmliche Diglossie, lateinisch zu schreiben, aber romanisch zu sprechen, zerstört. Unter den Kapetingern kristallisierte sich Paris allmählich als politisches Zentrum Frankreichs heraus, wodurch der dortige Dialekt, das Franzische, zur Hochsprache reifte. Aufgrund der zunehmend zentralistischen Politik wurden die anderen Dialekte in den folgenden Jahrhunderten stark zurückgedrängt. Nachdem 1066 Wilhelm der Eroberer den englischen Thron bestieg, wurde das normannische Französisch für zwei Jahrhunderte die Sprache des englischen Adels. In dieser Zeit wurde die englische Sprache sehr stark vom Französischen beeinflusst. Mit den Albigenserkreuzzügen im 13. Jahrhundert weitete Frankreich seine Territorium nach Süden aus (später folgte noch Korsika). Dadurch schwand die Bedeutung der Langues d’oc (siehe oben) und des Frankoprovenzalischen, welche vorher prestigeträchtige Kultur- und Literatursprachen waren. Durch das Edikt von Villers-Cotterêts wurde 1539 die französische Sprache als Landessprache Frankreichs festgelegt. Im Jahre 1634 gründete Kardinal Richelieu die Académie française, die sich mit der „Vereinheitlichung und Pflege der französischen Sprache“ beschäftigt. Ab dem 17. Jahrhundert wird Französisch die lingua franca des europäischen Adels, zunächst in Mitteleuropa, im 18. und 19. Jahrhundert auch in Osteuropa (Polen, Russland, Rumänien); zahlreiche Gallizismen gelangen in die Sprachen Europas[9]. In dieser Zeit entwickelte sich Frankreich zu einer Kolonialmacht und legte damit den Grundstein für die heutige Verbreitung der französischen Sprache außerhalb Europas und der französischen Kreolsprachen. Das 1830 aus den Vereinigten Niederlanden hervorgegangene Belgien eroberte ebenfalls Kolonien (insb. Belgisch-Kongo) und führte dort die französische Sprache ein. Im 18. Jahrhundert übernahm das Französische als Sprache des Adels die Domäne der internationalen Beziehungen und der Diplomatie (zuvor: Latein). Durch die Französische Revolution und das Scheitern der napoleonischen Großmachtspolitik sowie durch den Aufstieg des englischsprachigen Vereinigten Königreichs im 19. Jahrhundert zur vorherrschenden Kolonialmacht und der englischsprachigen Vereinigten Staaten von Amerika im 20. Jahrhundert zur Weltmacht entwickelte sich Englisch zur De-facto-Welthauptsprache und verdrängte das Französische aus weiten Teilen der Diplomatie, Politik und des Handels. Dies zeigt sich etwa darin, dass der Friedensvertrag von Versailles von 1919 nicht mehr allein auf Französisch, sondern auch auf Englisch verfasst wurde. Mit der Dezentralisierung in den 1980er Jahren wird den Regionalsprachen sowie den Dialekten in Frankreich mehr Freiraum eingeräumt, wodurch diese eine Renaissance erfuhren. 1994 wurde in Frankreich die nach dem Kulturminister benannte Loi Toubon erlassen, ein Gesetz, das den Schutz der französischen Sprache sichern soll. [Bearbeiten] AusspracheViele Deutschsprachige stellt die Aussprache der französischen Sprache vor Probleme, da das Französische mehrere Laute enthält, die im Deutschen unbekannt sind. Dazu zählen vor allem die Nasallaute. Weitere Schwierigkeiten treten beim Erlernen der Schriftsprache auf, weil sich Schriftbild und die korrekte Aussprache seit Jahrhunderten auseinander entwickelt haben, allerdings meistens recht einfachen Regeln folgt. [Bearbeiten] Phoneminventar[Bearbeiten] VokaleDas Französische kennt – je nach Zählung – 11 bis 16 Vokalphoneme. Bei sämtlichen Vokalphonemen handelt es sich um Monophthonge:
Die Oppositionen /ɑ/ – /a/ und /œ̃/ – /ɛ̃/ sind im Verschwinden begriffen bzw. werden bereits von der Mehrzahl der Sprecher nicht mehr beachtet, in der Regel zugunsten des jeweils letztgenannten Phonems. Dadurch werden frühere Minimalpaare für Sprecher, die eines der beiden Phoneme nicht besitzen, zu Homophonen. [Bearbeiten] Die NasalvokaleDie Nasalvokale tauchen immer dann auf, wenn nach dem Vokal ein „m“ oder „n“ und danach ein anderer Konsonant oder das Wortende folgt. In diesen Fällen dient das „m“ oder „n“ nur zur Anzeige der nasalen Aussprache des davor stehenden Vokals. Im Folgenden wird die nasale Aussprache durch die Tilde [ ̃] verdeutlicht:
Folgt dem „m“ bzw. „n“ derselbe Konsonant oder ein Vokal, dann tritt keine Nasalierung ein:
Ausnahmen: bei den Präfixen em- un en- bleibt die Nasalisierung erhalten (z. B.: emmancher, emménager, emmerder, emmitoufler, emmener, ennoblir, ennuyer, etc.), bei im- gilt es nur selten (immangeable, immanquable). [Bearbeiten] KonsonantenDas Französische kennt – je nach Zählung – 20 bis 21 Konsonantenphoneme:
Das Phonem /ŋ/ kommt fast ausschließlich in Fremdwörtern aus dem Englischen vor; von einigen Franzosen wird es als [n] realisiert. [Bearbeiten] Stumme Zeichen[Bearbeiten] WortanfangEin h am Wortbeginn bleibt stumm. Es wird jedoch – vor allem aus sprachgeschichtlichen Gründen – zwischen zwei verschiedenen h unterschieden: Neben dem ursprünglich aus der lateinischen Schreibtradition stammenden h gibt es das h aspiré („gehauchtes h“), das erst im 16. Jahrhundert in der Aussprache verstummt ist. Dieses h aspiré hat bis heute indirekte Auswirkungen auf die Aussprache:
[Bearbeiten] Konsonant am WortendeDer letzte am Wortende geschriebene Konsonant wird gewöhnlich nicht ausgesprochen: Eine Ausnahme bilden einige einsilbige Wörter (but, brut, tous, plus u. a.), deren Aussprache aber nicht aus irgendwelchen Regeln abgeleitet werden kann und deshalb einzeln gelernt werden muss. Bei der Konjugation der Verben gilt die Regel, dass die Endung -ent in der dritten Person Plural stumm bleibt:
In gewissen Wortverbindungen wird sonst stummer Endkonsonant ausgesprochen, wenn das nächste Wort mit Vokal beginnt (sog. Liaison). Dazu gehören unter anderem folgende Verbindungen:
[Bearbeiten] Vokal am WortendeAuch ein e am Wortende ist zumeist stumm. Der in der Schrift davor stehende Konsonant ist zu artikulieren: [Bearbeiten] KonsonantenBei den seltenen Konsonantenhäufungen ist oftmals auch der eine oder andere Buchstabe nur noch ein stummes Überbleibsel der Etymologie, weil er dem Wohlklang im Wege stand: Bisweilen aber tauchen stumme Konsonanten am Wortende in der Aussprache wieder auf, wenn das folgende Wort mit einem Vokal beginnt. Es wird dann eine so genannte Liaison vorgenommen, also beide Wörter werden zusammenhängend ausgesprochen. Da das „h“ im Französischen nicht gesprochen wird, wird also auch bei vielen Wörtern, die mit „h“ beginnen, eine Liaison vorgenommen. Jedoch wird nicht immer eine Liaison durchgeführt. In manchen Fällen besteht ein Wahlrecht. Zudem gibt es eine ganze Reihe von Wörtern, die mit einem „aspirierten h“ (h aspiré) beginnen. Dieses „h“ bleibt zwar ebenso stumm, aber durch seine Existenz wird gewissermaßen die Autonomie des Wortes bewahrt, also keine Liaison vorgenommen. [Bearbeiten] FaustregelnZur Aussprache gewisser Buchstaben bzw. Buchstabengruppen lassen sich zumeist schnell Regeln finden, die auch in den meisten Fällen Gültigkeit haben.
[Bearbeiten] Die ApostrophierungFranzösisch erhält seinen Wohlklang nicht nur durch den Wegfall der Aussprache „unnötiger“ Konsonanten, sondern auch durch das Auslassen von Vokalen, damit es zu keiner Häufung kommt. Das Auslassen wird dann durch einen Apostroph gekennzeichnet.
Aber nicht immer wird apostrophiert: Aber: In der Umgangssprache wird tu zumeist trotzdem verkürzt (z. B. t’as statt tu as). [Bearbeiten] HomonymeIm Regelfall sind Homographe im Französischen auch Homophone, wobei es Ausnahmen gibt:
[Bearbeiten] Rechtschreibreform?Eine Reform der Schrift weg von der Schreibweise des 11./12. Jahrhunderts hin zu einer Schreibweise, die mehr an der modernen Aussprache angelehnt ist, wird stets mit folgendem Argument abgeschmettert: Man will die Eindeutigkeit der geschriebenen Wörter bewahren, die in der Aussprache schon längst Homonyme sind, also identisch gesprochen werden.
oder auch
oder auch oder auch
oder auch Das Argument der Eindeutigkeit mag aufgrund dieser Beispiele zunächst einleuchten. Da aber die Wörter stets in einem bestimmten Kontext stehen, wird deren Bedeutung stets klar. Ansonsten wäre im Französischen keine mündliche Verständigung mehr möglich – was aber augenscheinlich nicht der Fall ist. [Bearbeiten] Grammatik
[Bearbeiten] Häufigste WörterLaut einer Studie, die auf einem Portal des französischen Bildungsministeriums veröffentlicht wurde,[10] lauten die zehn häufigsten Wörter des Französischen wie folgt:
Die zehn häufigsten Substantive sind derselben Studie zufolge homme (Mann), mari (Ehemann), femme (Frau), jour (Tag), mer (Meer), temps (Zeit), main (Hand), chose (Sache), vie (Leben) und yeux (Augen). Die drei häufigsten Verben sind être (sein), avoir (haben, besitzen) und faire (tun, machen). Die drei häufigsten Adjektive sind tout (ganz), grand (groß) und petit (klein). [Bearbeiten] SprachbeispielAllgemeine Erklärung der Menschenrechte:
[Bearbeiten] Siehe auch | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||