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EthnografieEthnografie bzw. Ethnographie (von grch. ἔθνος / ethnos: [nicht griechisches] Volk und γράφειν / graphein: [be]schreiben) ist eine Methode der Ethnologie, mittels derer die Eindrücke aus der teilnehmenden Beobachtung in der Feldforschung verschriftet oder mit Medien aufgezeichnet werden. In den meisten slawischen Sprachen wird Ethnografie synonym zu Ethnologie verwendet. Ethnographie ist eine spezielle Form der völkerkundlichen Forschung und bedeutet übersetzt "Völkerbeschreibung". Das zentrale Anliegen der Ethnographie besteht darin, das Leben und die Sozialstruktur fremder Kulturen aus deren Sichtweise zu verstehen. Heute ist jedoch umstritten, ob dies möglich ist. So behauptet beispielsweise der Kulturanthropologe Clifford Geertz in "Die künstlichen Wilden", dass es keine objektive Ethnographie gibt und Ethnographen durch die Abbildung einer fremden Welt zugleich eine Fiktion schaffen. Unabhängig von der Ethnologie hat auch die Soziologie ab den 20er-Jahren des 20. Jh. ethnographische Methoden entwickelt. Im Unterschied zur ethnologischen Ethnographie zeichnet sich die soziologische Ethnographie dadurch aus, dass sie in der eigenen Gesellschaft durchgeführt wird. Ethnographische Forschung ist daher auch nicht auf außereuropäische Gesellschaften beschränkt, und es geht auch nicht ausschließlich um die Betrachtung einzelner Ethnien. Vielmehr können auch kleinere, multiethnische Gruppen, die Bewohner eines Stadtteils, die Belegschaft eines Büros, Wissenschaftler in einem Labor oder Jugendbanden Gegenstand von Ethnographien sein. "Die Entwicklung der Ethnographie ist eng verbunden mit der Horizonterweiterung europäischer Sozialwissenschaften infolge immer neuer, geographischer Entdeckungen und Erkundungen durch kapitalistisch - koloniale Expansion und christliche Missionierung." (Hillmann, Wörterbuch der Soziologie, 1994)
[Bearbeiten] Klassische Ethnografien
[Bearbeiten] Siehe auch[Bearbeiten] Literatur
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