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Causa finalis

Causa finalis ist der lateinische Begriff für die aristotelische Finalursache (auch Zielursache oder Zweckursache). Bei einer Finalursache wird die Ursache eines Geschehens als geplanter Zweck gedeutet.

Anstatt ein Geschehen nach dem Kausalprinzip zu deuten, geht man also teleologisch vor. Es werden die Ursachen von Situationen aus Planungen oder Vorhersagen bestimmt. Bei einem Widerfahrnis (Wilhelm Kamlah) schlägt die Suche nach einer Finalursache fehl. Bei einer Handlung dagegen ist die Finalursache der Grund, warum die Handlung ausgeführt wurde.

Aristoteles unterschied zwischen causa efficiens und causa finalis. Dadurch werden kausale Naturvorgänge und praktisch begründbare Handlungen unterschieden.

Deutet man sogar für Menschen unverfügbare Naturgeschehnisse auf Grund von Finalursachen, so wird in der Regel theologisch ein göttlicher Heilsplan unterstellt. Die Heilsgeschichte findet dann ihr Ziel in einer Eschatologie.

Nach Aristoteles gibt es insgesamt vier Ursachen. Die drei übrigen (ergänzenden) Ursachen sind:

Die scholastische Philosophie identifiziert causa formalis häufig mit causa exemplaris (der exemplarischen Ursache).


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