International bekannt wurde Atapuerca, nachdem dort seit 1994 in mehreren Karsthöhlen Hunderte fossile Knochen entdeckt wurden, die der GattungHomo zugeordnet werden konnten und deren Alter zum Teil 800.000 Jahre beträgt. Die spanischen Grabungsleiter definierten anhand dieser homininen Funde die neue ArtHomo antecessor und wiesen sie zugleich als direkte Vorfahren der Neandertaler aus. Diese Abgrenzung der spanischen Funde von ähnlich alten afrikanischen und europäischen Funden ist allerdings umstritten; viele andere Forscher ordnen die älteren Funde Homo erectus zu und die jüngeren Homo heidelbergensis.
Seit dem Jahr 2000 steht Atapuerca wegen dieser Fundstätten auf der Liste des Weltkulturerbes.
Vor Atapuerca existiert ein fin del rey – Ende des Königs genannter Markstein. Dieser Stein erinnert – wie auch eine Steintafel in Agés – an den Tod des Königs García V. im Jahr 1054. Er starb nach seiner Niederlage gegen und durch die Hand seines Bruders Ferdinand I., König von Kastilien und León, im Rahmen von Streitigkeiten um gemeinsame Grenzgebiete. Weiter gibt es im Dorf die Pfarrkirche San Martín.
Knochenfund in Atapuerca
Schädel des Homo heidelbergensis, gefunden in Atapuerca
Übersicht über die Fundstätten in Atapuerca
Ausgrabungsstätte von Gran Dolina eines Lagers des Homo heidelbergensis in Atapuerca