Arnheim

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Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Arnheim in den Niederlanden. Für weitere Bedeutungen siehe Arnheim (Begriffsklärung).
Gemeinde Arnhem
Flagge der Gemeinde Arnhem
(Flagge der Gemeinde Arnhem)
Wappen der Gemeinde Arnhem
(Wappen der Gemeinde Arnhem)
Provinz Gelderland
Bürgermeister P.C. Krikke
Sitz der Gemeinde Arnhem
Fläche
 – Land
 – Wasser
101,53 km²
99,08 km²
2,45 km²
Einwohner

 – Bevölkerungsdichte
142.634
(1. Jan. 2007)
1,394 Einwohner/km²
Koordinaten 52° 0′ N, 5° 55′ O7Koordinaten: 52° 0′ N, 5° 55′ O
Bedeutender Verkehrsweg A12, A50, A325
Vorwahl 026
Postleitzahlen 6800-6846
Website http://www.arnhem.nl/
Lage der Gemeinde Arnhem in den Niederlanden

Arnheim (niederländisch Arnhem) ist eine in den Niederlanden am Niederrhein liegende Stadt. Sie hat 142.634 Einwohner (1. Januar 2007) und ist Hauptstadt der niederländischen Provinz Gelderland. Arnheim ist Teil der Stadtregion Arnheim-Nimwegen, einer Agglomeration mit 722.181 Einwohnern (1. Januar 2007). Im Jahr 2000 fanden hier einige Spiele der Fußball-Europameisterschaft im Gelredome, dem Heimstadion von Vitesse Arnheim statt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Arnheim, Altes Rathaus um 1850
Arnheim, Altes Rathaus um 1850

Arnheim entstand an einer Anhöhe in der Nähe der IJssel, an der Kreuzung der Handelsstraßen zwischen Utrecht, Nimwegen und Zutphen. Erst seit der Änderung des Rheinverlaufs um 1500 liegt Arnheim an diesem Fluss.

Im Jahr 1233 erteilte Graf Otto von Gelre Arnheim das Stadtrecht. Im 15. Jahrhundert zählte die Stadt rund 4000 Einwohner und erhielt Stadtmauern und Türme zur Verteidigung.

Die niederländische Stadt war von 1672 bis 1674 und von 1795 bis 1813 von Frankreich okkupiert.

Um 1850 lebten etwa 9000 Menschen in Arnheim. Damals wurde die Region um Arnheim und Nimwegen ein beliebter Wohnsitz des Großbürgertums aus den westlichen Provinzen der Niederlande. In der Folge wurden repräsentative Parkanlagen geschaffen, denen die Stadt noch heute den Beinamen „Parkstadt“ verdankt. Parks wie Sonsbeek (im Zentrum) und Zijpendaal (im Norden der Stadt) prägen das Stadtbild.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt schwer zerstört. Die Schlacht um die Brücke von Arnheim im September 1944 gilt als eine der letzten Niederlagen der Alliierten in diesem Krieg. Nach der Schlacht zwang die Wehrmacht die damals 95.000 Einwohner, die Stadt zu verlassen.

Am 16. September 1978 wurde die Rheinbrücke in John-Frost-Brücke (John Frostbrug) umbenannt, nach dem britischen Oberst, der 1944 während der erfolglosen Offensive jenes Bataillon kommandierte, das als einziges die Brücke erreichte und den nördlichen Teil vier Tage lang verteidigte. Eine Gedenktafel erinnert an die Schlacht und ihre vielen Opfer.

Nach dem Krieg folgte ein dynamischer Wiederaufbau. Die Bevölkerung der Stadt wächst bis heute weiter.

Als einzige Stadt der Niederlande besitzt Arnheim ein Trolleybusnetz, was der Stadt heute den Beinamen "Trolleystad" verleiht.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Arnheim, Eusebius-Kirche oder Grote Kerk
Arnheim, Eusebius-Kirche oder Grote Kerk

Arnheim verfügt über zahlreiche hochrangige Kultureinrichtungen.

[Bearbeiten] Kultur

Gemessen an der bescheidenen Größe der Stadt gibt es in Arnheim ein recht beachtliches Kulturangebot, das allerdings nicht immer gut in die Stadt integriert zu sein scheint. Die Musikszene spielt sich ab im Musis Sacrum, dem Konzertgebäude, wo das Sinfonieorchester von Gelderland probt und auftritt, und wo wöchentlich Jazzkonzerte stattfinden. 2008 soll das "Luxor", ein ehemaliges Konzerthaus, wiederaufgebaut werden, und das kulturelle Angebot ergänzen. Das Theater (Schouwburg) bietet nationalen und internationalen Companies eine Plattform.

Die Kunsthochschule Arnheim (ArtEZ) ist international angesehen für ihre offen und experimentell ausgerichtete Abteilung für Jazz- und Popmusik, die zum großen Teil von deutschen Studierenden genutzt wird, ihre international ausgerichtete, renommierte Tanzabteilung, und ihre traditionsreiche Theaterabteilung. Von Studenten organisiert, gibt es mindestens dreimal die Woche in Arnheims Kneipen Live-Jazz zu hören. Die Alternative Szene spielt sich ab im Kulturhuis Bosch, einem ehemals besetzen Haus in Eigenverwaltung.

Die Stadt organisiert einmal jährlich ein Festival für Straßenstatuen (Living Statues), und zweijährlich die Arnheimer "Modebiennale".

[Bearbeiten] Sonstige Bauwerke

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Partnerstädte

GermanyGermany Gera (Deutschland), seit 1987
the Czech Republicthe Czech Republic Hradec Králové (Tschechien), seit 1992

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
 Commons: Arnheim – Bilder, Videos und Audiodateien

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